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Videospiele
Zwang oder Begeisterung? - So erkennen Eltern Spiele-Sucht

Wissen, was gespielt wird: So können Eltern ihre Kinder am besten vor Suchtfallen schützen.
Wissen, was gespielt wird: So können Eltern ihre Kinder am besten vor Suchtfallen schützen. © Foto: SCHAU HIN!/dpa
dpa / 05.03.2019, 13:47 Uhr
Berlin Videospiele können süchtig machen - auch Kinder und Jugendliche. Für die Sucht gibt es mehrere Merkmale, erklärt die Webseite Klicksafe.de.

Dazu gehört zum Beispiel, wenn sich Kinder gedanklich nur noch mit dem Spiel beschäftigen oder es nutzen, um negative Erlebnisse wie Stress oder schlechte Noten zu verdrängen. Dazu kommen andere typische Symptome - Entzugserscheinungen, Kontrollverlust und Rückfälle etwa.

Problematisch wird es, wenn drei dieser Merkmale über einen längeren Zeitraum anhalten. Um das Verhalten ihres Kindes zu prüfen, gibt es Checklisten und Selbsttests im Internet, zum Beispiel auf den Seiten der Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin Mainz.

Allerdings ist nicht jede exzessive Spielerunde gleich der Weg in die Sucht - sondern vielleicht auch nur Begeisterung für ein neues Spiel, erklärt die Initiative "Schau hin! Was dein Medien macht". Und wenn aus der Begeisterung wirklich Sucht wird, steckt dahinter meist mehr: Kinder suchen sich dann in der Spielwelt, was sie anderswo nicht finden, Freunde oder Anerkennung etwa.

Grundsätzlich sind gerade moderne Spiele oft so gebaut, dass sie Suchtverhalten eher fördern, weil sie zum Beispiel tägliches Spielen belohnen. Jüngere können sich von solchen Mechanismen oft schwer lösen. Damit Kinder und Jugendliche nicht in diese Fallen tappen, sollten Eltern sich für das Hobby interessieren, rät "Schau hin" - und am besten mitzocken.

Die Idee dahinter: Begleitung mit klaren zeitlichen und inhaltlichen Grenzen funktioniert besser als Verbote. Denn daran halten Kinder sich oft ohnehin nicht - und finden dann erst recht kein Maß beim Spielen.

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