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Tabletständer
Eine Frage des Blickwinkels

Stefan Klug / 18.03.2019, 10:05 Uhr - Aktualisiert 18.03.2019, 10:05
Frankfurt(Oder) (MOZ) Der Laptop hat den PC das Laufen gelehrt und das Tablet wiederum die Arbeit damit zur Allerweltstätigkeit gemacht. Das freut nicht nur die User, sondern auch die Orthopäden. Denn war schon die Sichtachse auf den Klapp-Computer suboptimal, ist sie bei iPad & Co fast eine Katastrophe. Der Mousearm von einst ist dem steifen Nacken gewichen. Denn das platte Tablet landet früher oder später auf Tisch oder Knie, der Kopf senkt sich entsprechend über das Maß hinaus, das gut für die Halswirbelsäule ist. Einen krummen Rücken gibt’s gratis obendrein. Da das Tablet aber zum ernstzunehmenden Arbeitsmittel wird für alle jene, die viel unterwegs sind, musste Hilfe her, um zum vielbeschworenen ergonomischen Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch es sind nicht die üblichen Vertreter wie Apple oder Samsung, sondern Holländer, die sich wirklich Gedanken gemacht haben. Bakker Elkhuizen entwickelte im Nachbarland Laptop- und Tablethalter, die die Sichtachse wieder zurechtrücken und zudem den Abstand vom Bildschirm zu den Augen auf ein angenehmes Maß verkleinern. Sie sind aus hauchdünnem Aluminium gefertigt, belastbar und strapazierfähig, dazu sehr leicht. Und in den Abmaßen gehen sie kaum über ein 9,7-Zoll-Tablet hinaus.

Das System folgt dabei einem simplen Faltmechanismus des Aufklappens und Einhakens. So easy, dass man sich fragt, warum es das nicht schon länger gibt. Ergo-Q 220, Q 260 oder Hybrid unterscheiden sich dabei vor allem in der Größe der möglichen Geräteaufnahme. Letztere Version eignet sich, wie der Name vermuten lässt, sowohl für Laptop wie auch Tablet, wobei ein wirklich satter, sicherer Stand wegen der Gewichtsverteilung vor allem für die Flachmänner gegeben ist. Denn das Gerät wird einfach auf die angeschrägte Fläche gelegt. Die Q-Versionen sind umgekehrt vor allem den Laptops vorbehalten, wobei die Tastatur zwischen zwei Alu-Platten geschoben wird. So erreicht der Bildschirm eine ähnliche Position wie der stationäre vom PC. Die äußere Fläche dient dabei praktischer Weise zugleich als Dokumentenablage, mitten in der Sichtlinie, perfekt. Allerdings braucht es eine zusätzliche Tastatur, da die eigene des Faltcomputers ja zwischen den Ständerebenen verschwindet.

Die dritte und umfangsreichste Variante im Bunde ist der TableRiser. Hier wird dank der Konstruktion das Tablet fast schon wieder zum Laptop. Ein richtiger Koffer, der sich über verschiedene Faltkombinationen nach dem Aufklappen zum Ständer entwickelt, in dem das Tablet dank Magnethalterung fest integriert ist, sich drehen lässt und beim Zusammenklappen wieder verschwindet. Zudem ist Platz für eine Tastatur. Geschlossen schützt eine komplette Aluminiumhülle die kostbare Hardware. Das alles macht einen wertigen Eindruck und vermittelt Robustheit, sieht zudem edel aus.

Das gilt auch für die anderen Halterungen, wenngleich die weniger aufwendig und raffiniert gebaut sind. Doch Alu ist halt nicht umsonst der perfekte Werkstoff für bezahlbare Leichtbauweise. Und man muss nur mit zusätzlichem Gewicht zwischen 390 und 600 Gramm rechnen, während sich die Höhenverstellung zwischen insgesamt neun und 24 Zentimetern bewegt und sich damit als wirklichflexibel erweist. Hochwertige Materialien haben natürlich ihren Preis, deutlich über 100 Euro sollte einem der bessere Blickwinkel Wert sein. Immerhin scheint sicher, dass die Ständer länger halten als Apple die aktuellen Tablets supportet…

www.bakkerelkhuizen.de

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