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Gehölze sehen nicht nur attraktiv aus, sondern sind auch nachhaltig und sorgen für saubere Luft.

Obstbäume
Klimaschutz im Garten betreiben

Obstbäume finden im kleinsten Garten Platz: Spaliergehölze können etwa an einer Mauer entlang wachsen.
Obstbäume finden im kleinsten Garten Platz: Spaliergehölze können etwa an einer Mauer entlang wachsen. © Foto: dpa
dpa / 08.04.2019, 20:30 Uhr
Ulm (dpa) Mit dem Pflanzen eines Gehölzes kann jeder Gartenbesitzer einen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Denn Bäume binden Kohlendioxid  langfristig. Schlecht wäre es allerdings, Blätter und Holz zu verbrennen und so den Stoff wieder in die Luft abzugeben.

Wer  bei der Klimarettung einen Beitrag leisten möchte, sollte: einen Baum pflanzen, ihn lange erhalten und das Holz weiterverwerten. Dieser Klimabeitrag lässt sich durch bestimmte Bäume weiter steigern: "Groß macht mehr als klein, schnell wachsend macht auch mehr als langsam wachsend", sagt Helmut Selders, Präsident des Bunds deutscher Baumschulen. "Und alles, was viel Blattmasse bildet, ist gut."

Dabei sollte man sich aber nicht von der Optik täuschen lassen, denn manche Nadelgehölze leisten einen größeren Beitrag als Laubbäume: "Eine Eibe hat im Vergleich mehr Blattmasse als ein gleich großer Laubbaum", sagt Selders.

Für kleine Gärten rät Selders zu einem Obstbaum: "Ein Obstbaum ist in jeder Wiese ein fantastischer Baum. Er hat ein langes Leben, und er hat Blätter. Und er blüht und bietet auch noch Früchte." Für besonders kleine Grundstücke gibt es Zuchtformen wie das Spalierobst, das zum Beispiel an Fassaden hochwachsen kann. Besitzern von größeren Gärten rät Selders zum Ahorn und bei sehr viel Platz zur Buche.

Auch die langsam wachsende Deutsche Eiche preist Selders für den Klimaschutzbeitrag an – denn gerade aus ihrem Holz lassen sich nach dem Lebensende des Baumes gut Möbel bauen. Allerdings muss man hierbei langfristig denken. Eichenholz kann frühestens im Alter von etwa 120 Jahren für den Möbelbau genutzt werden.

Holz von Obstbäumen lässt sich ebenfalls noch nutzen. "Auch wenn es etwas knorrig ist und viele Astlöcher hat, man kann wunderbar damit basteln, etwa einen Ständer für eine Lampe bauen", sagt Selders.

Oder man bietet es Schreinern und Möbelbauern an: "Die nehmen das sehr gerne an, denn es ist langsam gewachsenes und damit sehr wertvolles Holz."

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Helmut Selders Gehölz Klimaschutz Gartenbesitzer

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