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Motorola VerveBuds 500
Die etwas anderen Pods

Federleichter Soundgenuss: VerveBuds 500
Federleichter Soundgenuss: VerveBuds 500 © Foto: Motorola
Stefan Klug / 11.04.2019, 14:15 Uhr - Aktualisiert 11.04.2019, 15:04
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Frühling schaut um die Ecke und wir werden wieder mehr Zeit in freier Natur verbringen. Da macht es Sinn, auch fürs Entertainment in derselben alles auf neuesten Stand zu bringen. Ohrhörer fürs Handy gehören einfach dazu. Lästige Strippen eher nicht. Der Markt für Fans von "true wireless" bleibt dabei überschaubar. Es gibt die Big Player, die jeweils ihre aktuellen und teuren Smartphones mit InEars ganz ohne Kabellei supporten. Und es gibt Motorola, einst die Erfinder des Mobiltelefons, die mittlerweile auch beim Zubehör ganz weit vorn mitspielen. Im Gegensatz zur Konkurrenz wird dem User die Wahl überlassen, sich für ein Betriebssystem nach Gusto zu entscheiden.

Mit den Vervebuds 500 ist die neueste Kreation aus dem Binatone Mutterkonzern am Start. Und wer nicht genau hinschaut, könnte meinen, ein Apfelprodukt im Ohr eines Trägers wiederzuerkennen. Doch weit gefehlt. Wenn es auch bei der Farbwahl Weiß Ähnlichkeiten geben mag, die Nachfolger der VerveOnes setzen auf eine eigene Designsprache. Gedrungener und mit klaren Linien, dazu federleicht kommen sie daher. Inklusive Ladeschale/Aufbewahrungsbox bringen sie gerade mal 52 Gramm auf die Waage. Wer die bisherigen Motorola InEars kennt, wird zugegebener Maßen etwas verwundert vom Stilwechsel sein. Aber der muss ja nichts schlechtes bedeuten. Zu allererst fällt auf, dass nunmehr eine Komplettbedienung auch außerhalb der Verpackung, die wiederum als Ladestation genutzt wird, möglich ist. Koppeln, entkoppeln, dazu mussten die VerveOnes immer erst wieder verstaut werden. Als Multifunktionsknopf dient nunmehr ein Schalter, der sich jeweils am schlanken unteren Ende der Hörer findet. Die Platzierung dort hat den Vorteil, dass niemand aus Versehen beim Einsetzen ins Ohr einen Befehl auslösen kann.

Apropos einsetzen. Das geht kinderleicht. Zu leicht, wie mancher feststellen wird, der unter Umständen Ohren hat, die nicht dem Durchschnitt entsprechen und etwas ausgeprägter sind. Denn der Abstand vom Corpus bzw. die Größe der Gesamtkonstruktion ist immer gleich und damit möglicherweise zu klein. Anders gesagt, wirklich satt fest sitzen die VerveBuds nicht bei jedem und drohen mitunter bei bestimmten Bewegungen herauszufallen. Da helfen auch die in verschiedenen Größen bereitstehenden Silikon-Schalen nicht, die eine sichere Aufnahme bei verschiedenen Ohrgrößen sicherstellen sollen. Damit korrespondiert leider ein leidiges Problem, dass die Soundqualität in liegender Position nachlässt, weil die InEars herumrutschen.

Darüber ärgern muss sich niemand, der die Hörer fest ins Ohr eindrehen kann. Im Gegenteil. Mit nur 5,5 Gramm Gewicht pro Seite dürfte fast das Ende der Leichtigkeit erreicht sein. Somit entwickeln die Lauscher, einmal fest eingesetzt, auch kein Eigenleben mehr. Man spürt sie defacto nicht, was natürlich vor allem bei langem Gebrauch ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Und drei Stunden am Stück halten die Fliegengewichte schon durch. Rechnet man noch die Kapazität der Ladeschale hinzu, die zugleich als Powerbank dient, summiert sich die Gesamtbetriebszeit auf satte neun Stunden. Das kann sich wirklich sehen lassen.

Kaum Gewicht, große Ausdauer, bleibt da noch Platz für den Klang? Er bleibt. Zwar verzichtet Motorola auf verschiedene Profile und somit auf Soundprozessoren, dafür hat man einen durchaus guten Mittelweg gefunden, Tiefen und Höhen in ein vernünftiges Verhältnis zu setzen. Die Abbildung ist ungemein räumlich, was zu einem insgesamt sehr natürlichem Klangbild führt. Da es sich um ein geschlossenes System handelt, dringt von außen wenig ein, muss keineswegs groß an die Lautstärkegrenzen der Quelle gegangen werden.

Zu dieser wird via Bluetooth 5.0 Verbindung gehalten, was nicht nur große Reichweiten, sondern eben auch ordentlichen Sound garantiert. Bis zu zwei Geräte gleichzeitig können angedockt werden. Das Pairing geschieht im Prinzip fast selbstständig. Da jeder Bud über ein eigenes Mikrofon verfügt, darf er auch getrennt vom anderen als BT-Headset verwendet werden. Via der "hubble connect" App entscheidet der User, ob und wenn ja welcher Sprachassistent sich einschaltet. Siri, Alexa oder Google Assistent sind mit an Bord. Also alle derzeitigen.

Für um die bzw. unter 100 Euro sind die VerBuds 500 für alle ein interessantes Angebot, die es leicht in der Anwendung und gut in der Soundqualität haben wollen und zudem nach einer günstigen Alternative für deutlich teurere InEars suchen. Wer in Sachen Körpergröße den Durchschnitt überragt sollte jedoch in jedem Fall probieren, ob alles wirklich passt. Wenn ja, sind die neuen Hörer von Motorola uneingeschränkt empfehlenswert.

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