Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Arbeitnehmer
Gutscheine bleiben steuerfrei

Fit fürs Leben: Unternehmen dürfen ihren Mitarbeitern weiterhin einen Zuschuss  zum Beitrag eines Fitnessstudios anbieten.
Fit fürs Leben: Unternehmen dürfen ihren Mitarbeitern weiterhin einen Zuschuss  zum Beitrag eines Fitnessstudios anbieten. © Foto: Britta Pedersen/dpa
Dieter Keller / 25.04.2019, 09:00 Uhr
Berlin (MOZ) Das Bundesfinanzministerium will Vorteile für Besserverdienende abschaffen. Kleine Beträge von bis zu 44 Euro im Monat sind aber nicht betroffen.

Ob Restaurant-Schecks,  Waren- und Tankgutscheine oder auch ein Zuschuss zum Beitrag des Fitnessstudios – bis zu 44 Euro im Monat kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern als Sachleistung steuerfrei zu Gute kommen lassen, und das soll auch so bleiben: Das Bundesfinanzministerium dementierte Berichte, es wolle die Begünstigung ab 2020 streichen. Vielmehr fielen dafür auch künftig weder Steuern noch Sozialbeiträge an. Direkte Sachleistungen des Arbeitgebers bleiben ebenso möglich.

Was Sachzuwendungen im Sinn des Einkommensteuergesetzes sind, ist eine Wissenschaft für sich. So darf es sich nicht um direkte Geldgeschenke handeln, sondern nur um Waren oder Dienstleistungen. Auch eine vorausbezahlte "Prepaid"-Kreditkarte ist nach Angaben des Verbraucherportals Finanztip.de möglich, wenn das Geld nicht bar abgehoben werden kann. In jedem Fall sind die 44 Euro im Monat aber auch künftig eine Freigrenze: Ist die Leistung nur ein Euro höher, muss der gesamte Betrag versteuert werden.

Begrenzen will das Finanzministerium dagegen die Möglichkeit, Einzelzuwendungen an Arbeitnehmer von bis zu 10 000 Euro im Jahr pauschal zu versteuern. Derzeit fallen nur 30 Prozent Lohnsteuer an. Das begünstige Besserverdienende, die einen höheren Spitzensteuersatz von bis zu 42 Prozent haben, begründete das Ministerium seinen Vorstoß.

So sei es möglich, Prepaid-Kreditkarten mit bis zu 10 000 Euro den Beschäftigten pauschal versteuert zur Verfügung zu stellen. Das benachteilige Arbeitnehmer, die nicht in den Genuss kommen, sondern Geld aufs Konto überwiesen erhalten. Der Bundesfinanzhof hatte diese Regelung 2018 in zwei Urteilen in Frage gestellt: Zweckgebundene Geldleistungen oder nachträgliche Kostenerstattungen könnten nicht mehr ohne Weiteres als Sachbezug eingeordnet werde.

Die Neuregelung soll im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2020 getroffen werden. Sie muss erst noch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden; frühestens kann sie Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.

uiopiopui

uiopuiopuipo: Die Hans-Böckler-Stiftung ist das Mitbiopiopuiop

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG