Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mallorca
Traditionelles in Palma entdecken

Stefan Klug / 02.10.2019, 14:08 Uhr - Aktualisiert 02.10.2019, 15:00
Palma de Mallorca (MOZ) Palmas Altstadt ist bei vielen Touristen beliebt. Vor allem auch bei jenen, die während des Urlaubs gern mal shoppen gehen. Zwischen all den Luxusboutiquen und internationalen Billigmarken, die sich mittlerweile europaweit finden, gibt es zahlreiche Geschäfte, die nicht nur Einheimischen gehören, sondern zudem teils auf eine lange Händlertradition zurückblicken. Zu finden sind diese vor allem im historischen Bezirk Sindicat rund um die Plaça Major. Der Name lässt dabei Rückschlüsse auf eine Händlervereinigung zu.

Wer aufmerksam durch die schmalen Straßen läuft wird schnell fündig. Denn zum einen sind die traditionellen Läden jene, die eher schmal und tief in die Häuser hineingebaut wurden. Dies ist vor allem bei Juweliergeschäften der Fall. Deren Eigentümer sind meist Nachfahren von Konvertiten ehemaliger Juden, die die angestammten Viertel in Palma verlassen und sich bescheiden in anderen Gegenden niedergelassen haben. Aber auch der Name des jeweiligen Ladens lässt Rückschlüsse zu. Ein "C’an" steht dabei für "Eigentum von" oder einfach nur "von" in Verbindung mit einem Namen. Kommt eine Jahreszahl ins Spiel, ist der Verweis noch deutlicher. Teils seit mehreren hundert Jahre finden sich Geschäfte im Sindicat.

Ganz neu und dennoch in der Tradition der Familie ist das "Can Alexandre" an der Plaça Alexandre Jaume im Norden des Sindicat Areals. Erst im Frühjahr eröffnete das elegante Stadthotel. Name der Herberge und des Ortes, an dem sie zu finden ist, sind dabei kein Zufall. Denn die Eigentümer sind Nachfahren von Alexandre Jaume. Geboren in Uruguay war der Journalist und Politiker nach Spanien ausgewandert und wurde 1937 während der Franco-Diktatur ermordet. Die Geschichte des Hauses, das er in Palma errichtet hat und das die Grundlage des heutigen Hotels ist, reicht jedoch noch weiter zurück. Denn gekonnt in den modernen Neubau integriert wurden die Mauern, die nicht nur einst zu einem Kloster gehörten, sondern auch Bestandteil der mittelalterlichen Stadtmauer von Palma waren. Dazu befinden sich im Kellergeschoss die Überreste einer römischen Zisterne. Mehr Geschichte geht kaum.

Knapp 30 Zimmer finden im rekonstruierten Gebäude Platz. Deren Stil ist geprägt durch modernen Minimalismus. Sichtbeton und Holz, mehr braucht es fast nicht. Wer hier Palma richtig genießen will, bucht sich in die oberste Etage ein und genießt der Trubel der Stadt von einer üppigen Dachterrasse aus.

www.canalexandre.com

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG