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Schloss Reichmannsdorf: Barock trifft auf Golf

Stefan Klug / 15.11.2019, 17:24 Uhr - Aktualisiert 22.11.2019, 16:55
Schlüsselfeld (MOZ) Den Korkenknall wird man noch in nahen Bamberg vernommen haben. Das Hotel Schloss Reichmannsdorf wurde vom Markenverband Hotels auf dem Golfplatz für besondere Leistungen mit der Kategorie Silber ausgezeichnet. Damit dürfte sich die Anlage, eingebettet in reizvolle Steigerwald-Landschaft, künftig noch größerer Beliebtheit erfreuen.

Kein Wunder, die Kombination aus altehrwürdigem Schloss, modernem Hotel und 18-Loch-Meisterschaftsplatz übt ohne Frage einen großen Reiz auf Gäste und natürlich vor allem Golfer aus. Während das herrschaftliche Anwesen derer zu Schrottenberg bereits seit fast 300 Jahren im Schlüsselfelder Ortsteil steht, blickt das Hotel auf eine sehr junge Geschichte zurück. Denn es wurde erst 2011 durch die einstigen Schlossherren in einem neuen Anbau errichtet. Da gab es den Golfplatz bereits schon 20 Jahre. Mittlerweile musste sich der gegenwärtige Baron aus dem Hotel- und Golfplatzgeschäft ebenso zurückziehen wie auch vom Schloss, das sich heute immer noch so präsentiert, als sei der Hausherr nur mal eben auswärts. Daher sollte zusagen, wer von Mark Bohn, vielleicht auch kurzfristig von der Bar weg, zu einer Besichtigung eingeladen wird. Der heutige Geschäftsführer der Anlage kann aber nicht nur  über das historische Gebäude viel erzählen. Seine Kenntnis des 18-Loch-Platzes  wünscht sicher so mancher, der dort abschlägt. Aber auch Club-Präsidentin Heidi Bohn gibt gerne Tipps für ein gutes Spiel. Denn die Bahnen sind schmal, das Gefälle zu allen Seiten ausgeprägt, die Landschaft wunderschön. Und schließlich verlaufen einige Fairways gar durch den Schlosspark. Atmosphärisch ist das nicht zu toppen. Da versenkt man gern ein paar Bälle im Schlossteich vor dem Grün der 18, nur um die Aussicht zu genießen. Apropos: Auch das Clubhaus ist in jedem Fall einen Blick wert, schließlich wurde es im Jagdhaus untergebracht. Immerhin ein Fachwerkbau mit reichlich Jahren und Patina auf dem Buckel. Komplett modern hingegen zeigt sich die Driving Range, auf der PGA-Pro Lukas Exner das Sagen hat. Pfiffig, Token zieht man sich mit seiner Zimmerkarte vom Hotel.

Einen Hauch von herrschaftlicher Gediegenheit hat sich das Restaurant bewahrt. Kein Wunder, wurde es doch im ehemaligen Weinkeller untergebracht. Hinter beeindruckend dicken Mauern kommt auf den Tisch, was regional ist, das aber mit höchsten Ansprüchen. Und selbst bei der Halbpension kann sich der Gast immer auf einen Gang freuen, der nicht in der Karte zu finden ist. Überraschungen sind also  einkalkuliert, sowohl auf dem Platz wie auch am Tisch. Im Hotel hingegen darf man auf solides Vier-Sterne-Niveau vertrauen. Praktisch und gemütlich sind die modernen Zimmer eingerichtet. Die Anlage ist weitläufig und der Blick vor allem Schlossparkseitig dem Ensemble angemessen. Wer es historisch mag kann das mit wenigen Schritten nach außerhalb genießen. Hier wird man auch das eine oder andere Kleinod entdecken. Etwa die fränkische Gaststätte, die derzeit noch im Dornröschenschlaf schlummert. Aber Mark Bohn ist fest entschlossen, sie wieder zu erwecken und so das kulinarische Angebot des Hotels zu erweitern. Darüber freuen sich vielleicht auch die speziellen Gäste, die hier immer wieder anreisen. Denn Hotel Schloss Reichmannsdorf beherbergt die meisten der Kontrahenten der Basketballer von Brose Bamberg. Mit etwas Glück sitzt man so beim vorzüglichen Frühstück in der üppigen Event- und Tagungsarena mit den Recken von Alba Berlin Tisch an Tisch.

www.schloss-reichmannsdorf.de

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