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Lärmbelästigung
Störungen rechtfertigen Kündigung der Wohnung

Wer seine Nachbarn immer wieder lautstark belästigt, muss damit rechnen, seine Wohnung zu verlieren (Symbolbild).
Wer seine Nachbarn immer wieder lautstark belästigt, muss damit rechnen, seine Wohnung zu verlieren (Symbolbild). © Foto: Bodo Marks/dpa
dpa / 03.02.2020, 16:42 Uhr
München (dpa) Beschimpfen und beleidigen Mieter ihre Nachbarn immer wieder, kann das die fristlose Kündigung nach sich ziehen. Denn in einem solchen Fall wird der Hausfrieden nachhaltig gestört, befand das Amtsgericht München, wie die Zeitschrift "Das Grundeigentum" des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet.

In dem verhandelten Fall wohnte ein Mieter seit 1992 in einer Ein-Zimmer-Wohnung. In jüngster Zeit war der Mann durch erhebliche Lärmbelästigungen unangenehm aufgefallen. Immer wieder hatte er dabei, wenn er Alkohol getrunken hatte, im Treppenhaus herumgeschrien, seine Nachbarn mit üblen Schimpfwörtern traktiert und gegen Wohnungstüren geschlagen. Eine Abmahnung änderte an diesem Verhalten nichts. Nachdem der Mieter dann auch noch zwei Mal von der Polizei mitgenommen wurde, weil er sich nicht beruhigen ließ, kündigte ihm der Vermieter.

Zu Recht: Nach der Beweisaufnahme war das Gericht überzeugt, dass der Mieter den Hausfrieden mit seinem Verhalten nachhaltig gestört hat. Besonders intensiv sei die Störung hier, weil der Mieter die Nachbarn rassistisch und sexistisch beleidigt habe, so das Gericht. Weil er wiederholt an die Türen der Nachbarn geschlagen habe, hätten sich ältere Bewohner nicht mehr aus ihrer Wohnung getraut, wenn sich der Mann im Treppenhaus aufgehalten habe. Die lange Dauer des Mietverhältnisses ändere an dieser Entscheidung nichts.

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