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Sommer-Urlaub Europa 2020
Deutsche Gäste erwartet: Hier sind Ferien schon möglich

Redaktion / 20.06.2020, 06:45 Uhr - Aktualisiert 20.06.2020, 11:33
Frankfurt (Oder) (MOZ) Sollten die Reisebeschränkungen wie angekündigt am 15. Juni fallen, sieht es gut aus für den Sommer-Urlaub im europäischen Ausland. In vielen Regionen zeigt man sich gerüstet und erwartet Gäste aus Deutschland sehnsüchtig. Tourismusverbände und Hoteliers haben Konzepte erarbeitet, die unter den gegebenen Bedingungen einen sicheren und möglichst sorgenfreien Aufenthalt ermöglichen sollen. Hier eine Auswahl:

Österreich: Flexibel bleiben

Mit der Aktion "Sorgenfrei buchen" will die Region Zell am See/Kaprun es den Gästen leichter machen, sich zu entscheiden. Die Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung oder Stornierung bis 48h vor Anreise, Flexibilität und 100-prozentige Planungssicherheit sollen für einen vergleichbar ungetrübten Sommerurlaub sorgen.

Der Gletscher Kitzsteinhorn ist wieder geöffnet und bietet im ewigen Eis nicht nur eine traumhafte Aussicht hoch oben in der Gipfelwelt 3000 sondern auch sportliche Möglichkeiten fürs Wandern und Mountainbiken.Auch der Familienberg Maiskogel sowie die Ganzjahresrodelbahn "Maisiflitzer" empfangen immer von Mittwoch bis Sonntag wieder Besucher. Auf 3.029 Meter Höhe eröffnet sich den Besuchern auf der Aussichtsplattform Top of Salzburg ein atemberaubender Blick auf die Bergwelt am Rande des Nationalparks Hohe Tauern.

Biken, wandern, rauf- und runterkommen – zur warmen Jahreszeit dominiert in St. Anton am Arlberg der pure Bergsport vor berauschender Naturkulisse. Die Menschen sehnen Erholung in heilsamer Natur herbei, träumen von frischer Bergluft und aktiven Gipfelerlebnissen. Genau das finden Gäste seit jeher in St. Anton am Arlberg. Das Tiroler "Weltdorf" ist bekannt für seinen ursprünglichen Charme sowie die Herzlichkeit seiner Gastgeber. Ab 3. Juli empfängt die gesamte Urlaubsregion entlang der Rosanna bis ins Stanzertal mit den Gemeinden Pettneu, Schnann, Flirsch und Strengen ihre Sommergäste wieder mit offenen Armen. Schon ab einer Übernachtung in der Urlaubsregion St. Anton am Arlberg heißen Hotels und Pensionen ihre Gäste mit der Sommer-Karte willkommen, und das Ticket hat es in sich: Während manche kostenlose Yoga-Sessions besuchen, üben sich andere im Bogenschießen oder unternehmen eine E-Bike-Tour (Leihrad für zwei Stunden inklusive). Ebenfalls enthalten sind die Fahrten mit allen Bussen zwischen Landeck und St. Christoph, ein Schwimmbad-Eintritt im Arlberg WellCom sowie die Nutzung der St. Antoner Bergbahnen für einen Tag. Gegen Gebühr können Urlauber ihr Ticket zur Premium-Karte mit weiteren Angeboten "upgraden". Die Sommer-Karte gilt ab 3. Juli 2020 für die gesamte Sommersaison.

Italien: Hygiene zuerst

Das Garda Trentino, die Region am nördlichen Teil des Gardasees, freut sich besonders auf die Rückkehr der Touristen. In Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus hat die Region sämtliche Maßnahmen getroffen, um ein sicheres Urlaubsvergnügen zu bieten: Alle touristischen Unterkünfte sowie Anbieter touristischer Dienstleistungen arbeiten eng mit den lokalen Behörden zusammen, um die Sicherheit und die Gesundheit der Gäste und Einwohner zu gewährleisten. So öffnen Unterkunftsmöglichkeiten, Geschäfte und Restaurants in der Region sowie Museen und Naturparks ausschließlich unter Einhaltung strenger Hygiene- und Sicherheitsvorschriften. Auch Sportmöglichkeiten wie Wandern, Fahrradfahren oder Wassersport sind unter freiem Himmel und individuell ausgeübt, wieder möglich.

Mallorca: Neue Strände - neue Regeln

Die Balearen planen im Sommer den Tourismus vorsichtig hochzufahren, wenn die Entwicklungen rund um Covid-19 dies zulassen. Mit zu den beliebtesten Zielen auf der Insel zählen definitiv die Strände Mallorcas. Nun schafft die Natur ganz ohne Hilfe einen weiteren Sandstrand bei Portocolom im Osten der Insel. Das Meer spült hier viel Sand an Land, den es andernorts wegträgt – für Urlauber entsteht damit ein ganz neuer Strandabschnitt. Ein Blick nach Cala Millor zeigt ein ähnliches Phänomen. Auch an anderer Stelle setzt die Natur ihre Verjüngungskur fort. Das Meerwasser ist aktuell extrem sauber und lädt zum Planschen und Schwimmen ein. Wichtig für Strandbesucher sind insbesondere die neuen Strandregeln, die voraussichtlich schon im Juni in Kraft treten. Auch hier gilt für alle Besucher das Gebot des Abstandhaltens. Zwei Meter sind das Mindestmaß zwischen Liegestühlen oder Handtüchern, Gruppen werden auf maximal zehn Personen begrenzt. Da jedoch an vielen Küstenabschnitten ein Wind weht, bedarf es wohl noch mehr Distanz zum Strandnachbarn. Nur dann genießen die Sonnenanbeter ohne Risiko die mediterrane Luft – diese ist dank aktuell deutlich weniger Luftverschmutzung noch frischer. Eine weitere Regelung: Vermutlich werden die Vorgaben der Inselregierung Sport am Strand verbieten. Neben Einweg-Handschuhen gehört voraussichtlich das Tragen eines Mundschutzes plus eines Schutzvisiers zur neuen Uniform der Rettungsschwimmer. Zudem kommt den Lifeguards eine neue Rolle zu. Zusammen mit der örtlichen Polizei kontrollieren sie unter Wahrung des Abstands sämtliche Unternehmungen der Badegäste am Strand.

Wer sicher einen Platz am Strand ergattern will und ungern früh aufsteht, sucht sich am einfachsten eine Unterkunft in direkter Meeresnähe. So ist es nur ein kurzer Fußweg bis zum Sprung ins Meer. Für Social Distancing eignen sich am besten Ferienwohnungen oder Fincas am Meer, buchbar u.a. über fincallorca.de So haben Reisende auch im Urlaub die volle Kontrolle, wer mit ihnen im selben Haus wohnt und müssen in der Ferienunterkunft weder besondere Corona-Regeln beachten noch einen Mundschutz tragen. Voraussichtlich ab Juli stehen die Fincas wieder für ausländische Feriengäste bereit.

Griechenland: Rauchfreie Insel

Ab dem 1. Juli sind Reisen nach Griechenland wieder möglich. Künftig hat die Gesundheit der Gäste und Einheimischen oberste Priorität. Das geht soweit, dass mit Astypalea nun die erste rauchfreie Insel Gäste erwartet. Vor einiger Zeit setzte die 96,42 km² große griechische Insel in der Ägäis deutliche Akzente in Sachen Umweltschutz: Um die Verunreinigung der Strände mit Zigarettenstummel zu unterbinden ist unter anderem Rauchen auf der gesamten Insel verboten. Heute sind goldgelbe Strände wie Livadi deshalb die ideale Anlaufstelle für einen entspannten Badetag mit der Familie. Aufregend geht es hingegen unter Wasser zu: Der flache Sandboden der Lagunen bietet ideale Voraussetzungen für eine Schnorchelpartie um die filigrane Unterwasserwelt zu entdecken. Astypalea ist besonderes bei Kletterfreunden beliebt: Etwa 20 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchziehen die Reliefs der weißen Kalksteinfelsen und sorgen für allerlei Abwechslung. www.discovergreece.com

Schweiz: Noch nicht Volldampf

Mit der weiteren Lockerung der Maßnahmen darf auch die Schweizer Tourismusbranche, unter Einhaltung der dafür ausgearbeiteten Schutzkonzepte, wieder loslegen. Die Rhätische Bahn (RhB) steht in den Startlöchern und nimmt ihren touristischen Verkehr ab Montag, den 8. Juni wieder auf. Bei den Panoramazügen Bernina Express und Glacier Express wird es vorerst noch nicht das ganze Angebot geben. Beim Bernina Express verkehrt ab 8. Juni 2020 je ein Zug pro Richtung zwischen Chur und Tirano beziehungsweise vorerst zwischen Chur und Campocologno. Bei zunehmender Nachfrage fährt die RhB das Angebot situativ weiter hoch. Der Glacier Express nimmt den Betrieb am 20. Juni 2020 wieder auf. Zunächst mit je einem Zug pro Richtung zwischen St. Moritz und Zermatt. Zum Neustart präsentiert sich der Paradezug im neuen Kleid: Alle Wagen sind frisch renoviert und am eleganten Stil der im letzten Jahr eingeführten Excellence Class angelehnt.

Auch die täglichen fahrplanmäßigen historischen Fahrten zwischen Davos und Filisur werden ab Montag, den 8. Juni, wieder aufgenommen. www.rhb.ch/nostalgie. Die Erlebnisfahrten Rheinschlucht starten am darauffolgenden Wochenende. Aufgrund der erfreulichen Nachfrage finden sie dieses Jahr nicht nur am Sonntag, sondern auch am Samstag statt.

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