Der Handwerksbetrieb de la Barré produziert mittlerweile seit über 20 Jahren Rattanmöbel. Keine Massenware, keine quietschenden Billigangebote, keine wackeligen Importe, die beim Trocknen einbrechen. Die Nachfahren französischer Einwanderer konkurrieren auf ihrem angestammten Hof in der Uckermark mit der europäischen Konkurrenz.
Landrat Dietmar Schulze ließ es sich nicht nehmen, den Handwerksbetrieb mit seiner kleinen Möbelschau auf der Grünen Woche zu besuchen. Seit immerhin zehn Jahren ist das Unternehmen hier vertreten. „Wir hatten viele Besucher aus Angermünde und Schwedt am Stand, die ganz erstaunt waren, dass es uns überhaupt gibt“, berichtet Petra de la Barré. „Und dabei denkt man immer, schon genügend bekannt zu sein.“
In der Brandenburghalle ist kein Platz für die Rattanmöbel. Daher bleibt die Manufaktur meist am Rande des großen Trubels. Dort finden sich die Fachbesucher ein. Die wiederum scheuen nicht mal die Anreise von 200 Kilometern, um sich individuelle Stücke fürs Wohnzimmer anfertigen zu lassen. Denn darin liegt das Geheimrezept des Handwerksbetriebs. Der Kunde kann seine Wünsche eines eigenen Sofas, Sessels oder Tisches in den ihm genehmen Farben passend zum Raum in Auftrag geben. Das ist nicht immer billig, aber individuell. Jedes Stück wird zum Unikat.
„Wir fahren unseren Kunden auf Messen hinterher“, sagt Petra de la Barré. In München, Hamburg oder Bremen findet sich ein Klientel mit speziellen Ansprüchen. Auch in der Region. Doch ein eigenes Geschäft in Berlin hat der Betrieb irgendwann aufgegeben. Die Vermarktung über Direktbesuche und Bestellungen funktioniert scheinbar besser, um an Rattanmöbel aus der Uckermark zu kommen.