Also wurde die Einstellung mit dem schwertschwingenden Übeltäter und der schreienden Oma mehrfach gedreht bis es endlich im Kasten war und die Crew um Darsteller Pit Bukowski (Samurai) und Oma Ulrike Hauke-Hänsch das Set verlassen konnte. Gerade dreht eine Gruppe Studenten und Absolventen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) den 80-minütigen Thriller „Der Samurai“. Die Filmaufnahmen finden hauptsächlich im Löwenberger Land, in Briese, Bernöwe, Basdorf und im alten Zühlsdorfer Gemeindehaus an der Dorfstraße statt. Seit 21. August laufen die Kameras. Bis 30. September soll der Dreh abgeschlossen sein, wenn nicht wieder irgendwelche widerspenstigen Requisiten dazwischen kommen.
Für den Abschlussfilm von Till Kleinert kombiniert der junge Filmpreisträger Elemente von Horror, Spannung, Mystik und Homosexualität miteinander. Mit seinem international prämierten Kurzfilm „Cowboy“ hat er als Regisseur in der Schwulenszene schon einen Namen. Auch für den Kameramann Martin Hanslmayr bedeutet dieser Film seinen Abschluss.
„Für einige Szenen benötigen wir noch Komparsen in Drehortnähe“, sagt Produktionsassistentin Johanna Dathe. Für den 8. September werden 18- bis 29-jährige Fußballer (männlich und weiblich) und Zuschauer für ein Spiel in Neuendorf gesucht. Außerdem für den 8. und 9. September: mehrere Motorrad-Fahrer mit eigener Maschine. Für ein Dorffest in Bernöwe werden für den 22. September noch Darsteller ab 18 Jahren gebraucht. Der Dreh findet in der Nacht zum 23. September statt. Ansprechpartnerin für die Komparsensuche ist Ricarda Kniesz, die unter ricarda.kniesz@gmail.com erreicht werden kann.
Drei Fragen an den Regisseur:
meinfreistil.de: Till, vor 45 Jahren wurde während der Internationalen Funkausstellung das deutsche Farbfernsehen eingeführt. Hast du für den "Samurai" darüber nachgedacht, Schwarz-Weiß-Aufnahmen zu machen?
Till Kleinert: Oh, das ist eine gute Frage. Aber nein, für diesen Film gab es keine derartigen Überlegungen.
meinfreistil.de: Sind Schwarz-Weiß-Filme denn aufwendig?
Till Kleinert: Nein, das nicht. Aber schwarz-weiß wirkt von sich aus sehr künstlerisch. Es hat eine sehr spezielle Ästhetik. Für den Samurai wäre das zu viel gewesen. Dort gibt es auch so viele Nachtszenen, da wären derartige Elemente fehl am Platz. Schwarz-Weiß zu drehen, ist aber billiger als mit Farbe. Es wird gern verwendet, wenn man wenig Geld hat und daher mit digitalen Medien arbeiten muss, bei der die Farbwiedergabe nicht so brillant ist. Außerdem ist Farbe schwieriger auszuleuchten.
meinfreistil.de: Hast du schon mal in Schwarz-Weiß gedreht?
Till Kleinert: Nein, aber eigentlich wäre es toll.