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Kreativwirtschaft
Kostenfreies Coaching und Vernetzung

Agenturleiter Prof.Dr. Thomas Thiessen und Referentin Claudia Fasse begrüßten die etwa 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region zum ersten Highlight-Workshop in Oranienburg am 5. April.
Agenturleiter Prof.Dr. Thomas Thiessen und Referentin Claudia Fasse begrüßten die etwa 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region zum ersten Highlight-Workshop in Oranienburg am 5. April. © Foto: MZV
Antje Jusepeitis / 20.04.2018, 19:37 Uhr
Oranienburg (MAERKER) Das heutige Oranienwerk entwickelte sich in den zurückliegenden fünf Jahren zum etablierten Gewerbestandort für Kulturschaffende und kreative Unternehmen. In den ehemaligen Werkhallen und dem Kulturtrakt des einstigen Kaltwalzwerkes an der Kremmener Straße 43 in Oranienburg ging die Projektidee von Christoph Mietke und Sabine Opdensteinen auf.

Heute wirken auf dem Gelände mit Innenhof und in den zahlreichen Räumen Handwerkskünstler ebenso wie Fotografen, Mediengestalter, ein 3-Druckerei-Betreiber, Musikbands, Partyveranstalter oder Gastronomen oder ein Verein, der Kindern Entfaltungsmöglichkeiten und Platz für Ideen bietet.

"Das Oranienwerk ist eine Begegnungsstätte, ein Ort zum kreativen arbeiten, produzieren, öffentlich präsentieren, vernetzen, ausstellen und veranstalten", lautet dementsprechend die Definition der Betreiber

Kontakt für Interessierte:

www.oranienwerk.de E-Mail: kontakt@oranienwerk.de

Öffnungszeiten infoBüro:

Montag & Donnerstag 9 bis 14 Uhr, Dienstag, Mittwoch & Freitag 9 bis 16.30Uhr

Leitung: Marco Bartsch

Ruf: (03301) 579 63 39

Fax: (03301) 579 63 4 1

Funk: (0176 ) 10 59 90 55

E-Mail: m.bartsch@)oranienwerk.de

• Seit November 2017 ist die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft mit einem Büro im Oranienwerk in der Kreisstadt ansässig. Der Hauptsitz befindet sich in Potsdam. Sie unterstützt regional aktive Kultureinrichtungen und Kreativunternehmen bei der Vernetzung untereinander und mit Unternehmen aller Branchen.

• Zweiter Schwerpunkt ist nach Agenturangaben das Coaching von Kreativen und Kulturschaffenden im Hinblick auf die drei Kernthemen Wirtschaftlichkeit, Marktfähigkeit und Einzigartigkeit mit dem Ziel, zusätzlich - auch betriebswirtschaftliche - Kompetenzen zu erlangen.

• Kultur- und Kreativwirtschaft sind für das Land Brandenburg zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden. Ein Grund für die beiden Ministerien für Wirtschaft und Energie (MWE) und für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) gemeinsam den Weg für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung diese Wirtschaftszweiges zu bereiten.

Das Angebot soll weiter ausgebaut werdenen und an die regionalen Gegebenheiten im Raum Oberhavel angepasst.

• Alle Angebote der Agentur sind für Brandenburgische Kreativ- und Kulturschaffende kostenfrei.

Ende 2017 startete die Agentur mit ihren Coaching- und Vernetzungsangeboten. Anlaufstellen gibt es in Potsdam, Neuruppin, Bo•itzenburg, Lieberose und Oranienburg.

•Trägerin der Agentur für Kultur- und Kreativwirtschaft Brandenburg ist die BSP Business School Berlin. Die BSP ist eine private, staatlich anerkannte Managementhochschule mit Sitz in Berlin, Potsdam und Hamburg.

• Eine nächste Veranstaltung unter dem Titel "Design New Ideas - Design meets Mobility" gibt es am Donnerstag, 3.Mai, von 15 bis 18 Uhr in der Museumsfabrik Pritzwalk, Meyenburger Tor3A

Kontakt:

Oranienburg:

Oranienwerk, donnerstags ab 9 Uhr und auf Anfrage), Kremmener Straße 43, www.oranienwerk.de

Ansprechpartnerin:

Dr. Jenny Oltersdorf

E-Mail: jenny.oltersdorf@kreativagentur-brandenburg.de

Nordost-Brandenburg Gasthof zum grünen Baum Boitzenburg, freitags ab 12 Uhr und auf Anfrage, Templiner Straße 4, Boitzenburger Land/Uckermark

www.boitzenburger.de Ansprechpartnerin: Ulrike Hesse

Nordwest-Brandenburg Predigerwitwenhaus Neuruppin, montags von 11 bis 18Uhr und auf Anfrage, Fischbänkenstraße 8, Neuruppin/Ostprignitz-Ruppin Ansprechpartner: Jens Kanitz

E-Mail: jens.kanitz(at)kreativagentur-brandenburg.de

(mae) Mit einem Presseworkshop startete die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft am 5.April offiziell ihr Engagement in Oranienburg. Hier, genauer im Oranienwerk, ist die Agentur seit November 2017 präsent. Zahlreiche Vertreter kreativer Branchen haben die Gelegenheit genutzt, sich kennenzulernen und von Claudia Fasse Tipps für wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu erhalten.

Kommunikation ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Allerdings "Wie finden Kulturschaffende die richtigen Botschaften und mit welchen Tools erreichen sie die Zielgruppen? Sind Journalisten dafür besser geeignet, als Facebook?"

Antworten auf diese und andere Fragen kennt Claudia Fasse. In einem Presseworkshop am 5. April hat die Fachfrau einen Blick auf die aktuelle Medienlandschaft geworfen und einige Wegweiser auf die Leinwand gebeamt. Ihr geht es um den kreativen Umgang mit der neuen Medienwelt. "Gute Kommunikation ist nicht nur Glückssache", versicherte Claudia Fasse Workshopteilnehmerinnen und Teilnehmern.

Selbst Journalistin und zehn Jahre für Zeitungen, Radio- und Fernsehsender unterwegs, wechselte Claudia Fasse anschließend für fünf Jahre als Sprecherin ins Umweltministerium Nordrhein Westfalen, wurde danach Pressereferentin für zwei Dax-Unternehmen. Nach zahlreichen Projekten im Mittelstand wechselte sie in die Geschäftsführung einer Beratungsagentur.

Genau die richtige Frau für die Leitung eines Presseworkshops nach Einschätzung des Veranstalters: die seit Herbst 2017 aktive Agentur für Kultur- und Kreativwirtschaft Brandenburg. Ihrer Einladung folgten etwas 15 darstellende und bildende Künstler und Interessierte: vom Fotografen über eine Puppenspielerin, Malerin, Architekten, Mediengestalter, dem Inhaber eines 3-D-Studios oder Vertretern der Tourismusbranche aus dem Havelland. "Ich bin einfach neugierig und will schauen, was ich lernen kann, welche Ansprechpartner es für mich gibt", sagt Bettina Engel über ihren Beweggrund, am 5. April dabei zu sein. Die Oranienburgerin spielt mit dem Gedanken, eine Kunstschule zu eröffnen.

Katrin Lück und Uwe Wedel von der 2010 gegründeten Orania Fotografie möchten der Betriebsblindheit vorbeugen, Neues erfahren, die Möglichkeit der Vernetzung wahrnehmen und "mal sehen, was sich ergibt".

Ein Wittstocker Grafiker erhofft sich noch mehr Erkenntnis "darüber was redaktionell geht" in klassischen Zeitungen aber auch über Social Media.

Wie sie am effektivsten Veranstaltungen ankündigt, will eine Glasschmuckmacherin aus Oberkrämer wissen und Christian Werner, der gerade eine 3-D-Druckerei im Oranienwerk eröffnete, fragt allgemein, "wie werbe ich richtig ohne zu große Streuverluste?"

Um erfolgreiche lokale Werbung geht es auch Michael Bott und Kathrin Bott-Richter. Ihr Nassenheider Geschäft für Bodenbeläge, kreative Wandgestaltung und Innenausbau lebe bislang - sehr gut - von der Mund-zu-Mund-Propaganda. Sie ist ein Teil der Lösung, um bekannt zu werden - erst recht im Zeitalter der Reizüberflutung durch zahlreiche Medienkanäle.

"Kommunikation braucht einen Plan. Und Ausdauer, ihn umzusetzen", sagt Claudia Fasse.

Glaubwürdigkeit und Relevanz für die richtigen Zielgruppen zu erzielen, müsse das Ziel sein - "sonst erzeugt man zu viel Streuverlust. Problem: Wen erreicht man wie und was sollte die Mitteilung enthalten?

Sieben Punkte, darunter Handwerkszeug und Plan, vermittelte Claudia Fasse den Workshopbesuchern. Zuallererst müsse das Profil klar sein "Das Produkt, Ihre Dienstleistung, Idee oder Initiative muss möglichst genau und klar erkennbar sein."

Bilder helfen, dies zu beschreiben, ebenso, wie das Herausstellen des Nutzens oder Alleinstellungsmerkmale wie eine besondere "Geschichte".

Wichtig sei zudem die exakte Definition, wer das Gesicht hinter der Information ist. Beachtet werden sollten Jahreszeit, regionale Aspekte oder "die Stimmungslage für den Markt", damit die Information für Adressaten relevant wird.

Zielgruppen sind genau zu definieren und dafür Strategien wie Allianzen, Schirmherrschaften, Partnerschaften oder Überraschungeseffekte wie Paradoxe Intervention zu nutzen. Den ausschließlichen Kanal zur Verbreitung gebe es nicht. Deshalb biete es sich an, zu überlegen, ob eher regionale Medien, Fachmedien oder Social Media genutzt werden.

Es lohne sich, Netzwerke zu knüpfen. Ein Stichwort für Prof.Dr. Thomas Thiessen. Er leitet die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft. "Unsere Agentur unterstützt regional aktive Kultureinrichtungen und Kreativunternehmen bei der Vernetzung untereinander sowie mit Unternehmen aller Branchen."

Vernetzung schaffe wertvolle Kontakte, gebe neue Impulse und zeige Berührungspunkte zu neuen Zielgruppen sowie Zugang zu neuen Geschäftsideen auf. "Wir sehen in der Kultur und Kreativwirtschaft, die in zwölf definierten Teilmärkten und zahllosen kreativen Einzelprofessionen aktiv ist, einen zentralen Faktor für die Innovationsfähigkeit und Lebensqualität des Landes Brandenburg", so Thomas Thiessen. Diesen Faktor gelte es zu stärken, "eine große und überaus spannende Aufgabe für unsere Agentur." Deren Angebote sind kostenfrei.

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