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Mazda2: Mit Gelassenheit durchs Stadtgewühl

Gefällig wirken seine ansteigende Gürtellinie und das propere, viel Dynamik verströmende Heck.
Gefällig wirken seine ansteigende Gürtellinie und das propere, viel Dynamik verströmende Heck. © Foto: Mazda
09.08.2017, 13:47 Uhr
Frankfurt (Oder) () Bislang spielte der Mazda2 im Orchester der 4-türigen Autozwerge recht gut mit, auch wenn es nicht für die absolut erste Geige reichte. Dennoch wurden vom Modell der 3. Generation seit 2015 allein in Deutschland fast 22.000 Autos verkauft. Damit der Kleine bei der Kundschaft weiterhin den richtigen Ton trifft, hat Mazda ihn zum Modelljahr 2017 aufgefrischt. Der Märkische Markt wollte wissen was neu und besser ist und hat den Neuen ausprobiert.

Bei dem 4,06 Meter kurzen Viertürer bleibt außen alles wie gehabt. Das ist auch gut so. Hat doch der Japaner eine ansehnliche Grundform samt gelungener Front im gut ausbalancierten Familien-Kodo-Design. Gefällig wirken gleichwohl seine ansteigende Gürtellinie und das propere, viel Dynamik verströmende Heck.

Ein ganzes Bündel an Neuerungen gibt es hingegen unter dem Blech. Hier erhielt der Filou edlere, griffsympathische Sitzbezugsstoffe, besser ablesbare Anzeigen, ein neu gestaltetes Lenkrad mit Bedientasten, ein Head-Up-Display (optional für Sports-Line) sowie ein DAB-Radio und höheneinstellbaren Fahrersitz. Zudem bringt der Kleine mit dem Konnektivitätssystem MZD Connect samt 7-Zoll-Touchscreen ab der Exklusive Line das Internet ins Auto.

Als Motoren gibt es weiterhin einen Diesel mit 105-PS-Diesel sowie hochverdichtete Benziner-Direkteinspritzer-Varianten mit 1,5 Liter Hubraum und drei Leistungsstufen (75, 90 und 115 PS). Letzterer arbeitet mit dem Kondensatorbasierten Bremsenergie-Rückgewinnungssystem i-ELOOP. In unserem Probegalopp hatten wir den Basis-Vierzylinder mit 75 PS. Er gibt einen passablen Muskelpart ab, dreht munter hoch (135 Nm) schiebt den Bonsai ausreichend flott voran. Die Fünfgangbox (in den größere Motoren werkelt eine Sechsganggetriebe oder auf Wunsch eine Automatik) will nur an Steigungen viel geschaltet werden. Das nur 970 Kilo leichte Auto macht alle Sperenzchen locker mit, wuselt mit einer unaufgeregten Gelassenheit durchs Stadtgewühl. Darüber hinaus wurde innen der Geräusch- und Vibrationskomfort weiter verbessert, was nicht nur der Musikfreund genießen dürfte. So kommt zusätzliches Dämmmaterial u. a. an der Armaturentafel, in der Heck-Klappe, im Gepäckraum und unter der Motorhaube zum Einsatz. Mehr als nur Feinschliff erfuhren zudem der Fahrkomfort samt Traktion durch die jetzt serienmäßige Fahrdynamik-Steuerung G-Vectoring-Control (GVC). Diese Technik stabilisiert beispielsweise bei einer Kurvenfahrt das Lenkverhalten des Autos durch minimale Anpassungen des Motordrehmoments. Auch für mehr Sicherheit an Bord wurde einiges nachgerüstet. So gibt es beim Mazda2 neben dem City-Notbrems-, Spurwechsel- und Spurhalteassistenten jetzt auch eine Müdigkeitserkennung und den City-Notbremsassistenten Plus, der beim Parken und Rangieren Hindernisse hinter dem eigenen Fahrzeug erkennt und notfalls automatisch bremst. So ausstaffiert dürfte der Mazda2 seinen Konkurrenten noch näher auf die Pelle rücken.

Die Preise starten wie bisher bei 12.890 Euro (Prime-Line), eine Klimaanlage indes ist erst ab der Center-Line-Ausstattung (14.990 Euro) drin. Das günstigste Diesel-Modell kostet ab 17.690 Euro.

Rainer Bekeschus

Mazda2 Skyacive-G 75

Motor: Benziner, 75 PS

0-100 km/h: 12,1 Sek.

Spitze: 175 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,7 Liter Super

C02-Wert: 110 g/km

Kofferraum: 280 Liter

Preis: ab 12.890 Euro

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