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Kia Picanto GT-Line
Trendiger Zwerg mit guten Manieren

Auffällig ist die keilförmige Silhouette und der freche Fensterschwung.
Auffällig ist die keilförmige Silhouette und der freche Fensterschwung. © Foto: Kia
Rainer Bekeschus / 21.12.2017, 14:33 Uhr
Frankfurt (Oder) (MäMa/Märker) Kleinstwagen gleich Klapperkiste und Billigheimer? Die Zeiten sind längst vorbei. Brillieren doch die vermeintlichen Bonsais inzwischen mit solider Technik, allerlei praktischen Extras und sehen ganz nebenbei auch noch selbstbewusst aus. Wie der im Frühjahr frisch aufgelegte Kia Picanto. Der Märkische Markt hat mal den Zwerg mit der Ausstattung GT-Line genauer unter die Lupe genommen.

Vom Outfit her reifte der Bonsai vom Milchgesicht zum Mann. Kia verordnete dem nur noch als Fu¨nftu¨rer lieferbaren Koreaner hierfür die effektvoll definierte Designsprache seiner größeren Geschwister. Der Ku¨hlergrill im "Tigernasen"-Look erstreckt sich selbstbewusst bis zu den Scheinwerfern. Auffällig an dem nur 3,60 Meter kurzen Picanto sind weiterhin seine keilförmige Silhouette, der freche Fensterschwung und das schnuckelige Heck. Alles wirkt an ihm wie aus einem Guss.

Selbst innen. Die schwungvolle Mittelkonsole glänzt mit guter Bedienbarkeit, der Fahrer genießt ein Cockpit mit tadelloser Ergonomie und gut ablesbaren Instrumenten. Über der Mittelkonsole prangt ein 7-Zoll-Touchscreen für das Navi, die Sonnenblende am Fahrersitz bietet einen großflächigen Make-up-Spiegel mit zusätzlichem Lichtband und zwischen den guten Vordersitzen gibt es sogar eine in Längsrichtung verschiebbare Mittelarmlehne mit Ablagefach. Auch der Kofferraum ist passabel, nimmt er doch ordentlich Kleingepäck auf.

Der Picanto kann auch sonst mit empfehlenswerten Kauf-argumenten aufwarten, bietet pfiffige Ideen und Ausstattungsdetails wie bei den Großen. So hat er in der höchsten Ausstattung (GT-Line) neben einer Sportoptik mit größeren Lufteinlässen vorn und einer Heckschu¨rze mit zwei Endrohren sowie Sportsitzen und hier und da rot platzierten Akzenten u. a. außerdem Klimaautomatik, beheizbares Lenkrad, 16-Zoll-Aluräder, Sitzheizung vorn und Parksensoren am Heck. Auch eine Start-Stopp-Automatik ist Serie. Die Instrumente bereiten kein Stirnrunzeln.

Selbst beim Platz spielt er in der Liga der kleinen Strolche ganz vorn. Seine prima passenden als auch ausreichend straffen Sport-Sitze sind nicht zu hart und nicht zu weich. Und nicht zuletzt kommt auch das Interieur ohne Augenschmerzen durch unsere Sichtkontrolle. Genuss ohne Reue garantiert darüber hinaus der kleine 1.2er Vierzylinder-Benziner mit quirligen 84 PS und 122 Nm. Klingt wenig, ist aber völlig ausreichend für einen Eintonner. Der Floh dreht ruckzuck und gleichmäßig aus dem Drehzahlkeller, schiebt unterwegs so flott an (11,9 Sekunden auf 100), dass man die Sushi-Bestellung am liebsten immer selbst im Asia-Restaurant abholen möchte. An der Tanke zaubert er uns dann das nächste Grinsen ins Gesicht: 4,5 Liter im Schnitt sind okay. Zudem harmoniert das Mini-Kraftwerk bestens mit Lenkung und Fünfgang-Schaltung. Und das Fahrwerk? Komfortabel. Nur kurze Wellen und Rippen werden mit unfeinen Stößen quittiert. In seiner Statur wirkt er groß, in Parklücken macht er sich indes klein (9,4 Meter Wendekreis).

Unser Fazit: Der Däumling aus Fernost ist ein trendiger Zwerg mit guten Manieren und demonstriert, wie gelungen heutzutage automobiler Minimalismus sein kann.

Kia Picanto 1.2 GT-Line

Motor: 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner, 84 PS

0-100 km/h: 11,9 Sekunden

Spitze: 173 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,5 Liter Super

C02-Wert: 104 g/km

Kofferraum: 255 bis 1010 l

Preis: ab 14 990 Euro.

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