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Jaguar XF Sportbrake
Nichts für den Streichelzoo

Jedes Detail verströmt Noblesse. Serie sind schon in der Basisversion u. a. ein Head-up-Display, die Vordersitze bieten eine Heiz- und eine Kühlfunktion.
Jedes Detail verströmt Noblesse. Serie sind schon in der Basisversion u. a. ein Head-up-Display, die Vordersitze bieten eine Heiz- und eine Kühlfunktion. © Foto: Jaguar
Rainer Bekeschus / 02.01.2018, 16:06 Uhr
Frankfurt (Oder) (MäMa/Märker) In der Edel-Riege der großen Kombis schwingen bekanntermaßen seit eh meist deutsche Modelle wie der 5er BMW Touring oder das T-Modell der Mercedes E-Klasse das Zepter. Bei Technik, Komfort als auch Wertigkeit sind sie nun mal tatsächlich das Maß der Dinge. Jetzt drängt nach ein paar Jahren der Abstinenz vom Jaguar XF mit dem XF Sportbrake die zweite Generation in den Club. Ob das neue Traumschiff im Lager der Riesen-Kombis für Katerstimmung sorgen kann? Der Märkische Markt hat einen Testausflug gemacht.

Auch der jüngsten Kombi-Katze sind die besten Jaguar-Gene anzusehen. Wenngleich nicht länger als die XF-Limousine so brilliert der 4,96 Meter lange Luxus-Laster scheinbar mit mehr Größe. Beim ersten Rundgang auf dem Parkplatz gefallen uns neben der bekannt rassigen Front besonders die coupèhafte Gürtellinie und das wuchtige Heck samt schöner Rundungen.

Innen ist er eingerichtet wie ein nobles Landhaus. Jedes Detail verströmt Noblesse. Serie sind schon in der Basis (Pure) u. a. ein Head-up-Display, die Vordersitze bieten eine Heiz- als auch Kühlfunktion, sind zudem zehnfach verstellbar. Natürlich hielt auch auf dem Gebiet Infotainment und Konnektivität viel neue Technik Einzug. Für die Bedienung gibt es neben dem zentralen 10,2-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay ein zusätzlich konfigurierbares 12,3-Zoll-HD-TFT-Instrumentendisplay. Pfiffig: Die Sonnenblende unter dem optionalen Panoramaglasdach (1,6 Quadratmeter groß! Aufpreis 1405 Euro) lässt sich berührungsfrei aktivieren, ein Winken über dem Kopf reicht aus und sie geht auf oder zu. Und für den guten Ton sorgen anderthalb Dutzend Lautsprecher.

Platzseitig geht es jetzt dank des großen Radstands von 2,96 Meter besonders hinten richtig üppig zu, die Mitfahrer kriegen jedenfalls zwischen den luftigen Ledersitzen ihre Beine knotenfrei sortiert. Platz zum Sortieren bietet auch das Abteil im Heck. Alles ist hier, Adel verpflichtet, mit flauschigen Teppichen ausgelegt. Die maximale Laderaumlänge bis zur 1. Sitzreihe beträgt 2,00 Meter, ansonsten zeigt unser Maßband eine Tiefe von 1,14 Meter. Über eine nur 63 Zentimeter hohe Ladekante packt der Kofferraum bis zu 1700 Liter ein, die Zuladung des Sportbrake beträgt satte 570 Kilo. Eine elektrische Heckklappe ist Serie, eine Gestensteuerung per Fuß lässt sich indes nur in der höchsten Ausstattung (First Edition) nachrüsten.

Motorseitig ist der Sportbrake logischerweise keiner für den Streichelzoo. Im Angebot sind drei Diesel samt SCR-Kat mit 163, 180 sowie 300 PS. Die beiden größeren Ölbrenner bietet einen Achtgang-Automaten und können auch mit Allradantrieb geordert werden. Als einzigen Benziner lässt Jaguar eine Vierzylinder-Variante mit 250 PS von der Leine. Letzteren haben wir etwas näher getestet. Um den Jaguar in Schwung zu bringen, muss der Motor nicht mal die Ärmel hochkrempeln. Dennoch schiebt der Vierzylinder-Benziner schnell und massiv seine Power auf die Hinterräder und macht dem Schiff so richtig Dampf unterm Kessel (365 Nm). Unterwegs wird die Kraft stets leise und unaufgeregt serviert. Und die Achtgang-Automatik von ZF harmoniert mit dem Motor wie Fish and Chips. Klar, dass so ein Treibsatz nach ausreichend Brennstoff giert. Die 6,6 Liter, die laut Datenblatt für den Verbrauchsschnitt aufgerufen werden, sind indes für den Blaublütler eher blauäugig. Doch auch wenn es in der Praxis eher neun Liter sind, wäre das noch erträglich, reden wir doch von einem 250-PS-Auto mit knapp 1,8 Tonnen Leergewicht. Erwähnenswert ist noch, dass passend zum Muskelspiel auch das Fahrwerk des neuen Premium-Kombis ein Feintuning erhielt. So garantiert an der Hinterachse eine automatische Niveauregulierung mit Luftfederung, dass selbst bei voller Beladung immer eine waagegerechte Lage des Autos als auch optimale Bodenfreiheit garantiert ist. Zudem werden während der Fahrt die Geräusche der Straße wie in einem Tonstudio eingefangen und geschluckt.

Den Einstieg in die edle Kombi-Liga markiert mit 43 960 Euro der 163-PS-Vierzylinder-TD.

Jaguar XF Sportbrake 25t

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, 250 PS

0-100 km/h: 7,1 Sekunden

Spitze: 241 km/h

Durchschnittsverbrauch:

6,8 Liter Super

C02-Wert: 155 g/km

Kofferraum: 565 bis 1700 l

Preis: ab 51 060 Euro

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