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Kohle-Region
Unterwegs auf Energie-Route

Die F60 auch der "liegende Eiffelturm" genannt.
Die F60 auch der "liegende Eiffelturm" genannt. © Foto: Steffen Lehmann
. / 02.03.2018, 16:09 Uhr - Aktualisiert 02.03.2018, 17:08
Lichterfeld (MäMa/Märker/Brawo) Die Entwicklung der Energiegewinnung ist ein prägender Teil der Lausitzer Kulturgeschichte. Doch die Kohle hat die Landschaft der Lausitz und das Leben der Menschen in den vergangenen Jahren tiefgreifend verändert. Woran dies zu erkennen ist, das zeigen die Stationen des neuen Flyers zur Energie-Route.

150 Jahre lang prägten der Bergbau und die Kohleproduktion das berufliche und gesellschaftliche Leben der Lausitz. Bergleute holten mehr als zwei Milliarden Tonnen Braunkohle aus bis zu 60 Metern Tiefe. Riesige Tagebaurestlöcher blieben zurück. Mit der Flutung des Senftenberger Sees 1967 begann der Strukturwandel dieser Region.

Um diesen nachzuvollziehen, begeben sich Gäste am besten auf die Energie-Route der Lausitzer Industriekultur, die insgesamt 11 Stationen umfasst. Inzwischen können Besucher zahlreiche Orte entdecken, die für das breite Publikum vor einiger Zeit noch verschlossen gewesen waren. Wer sich ein Bild von dieser Region machen möchte, die immer mehr zur Seenlandschaft wird, kann entweder an geführten Touren teilnehmen oder auf eigene Faust loslegen - ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Hier eine kleine Auswahl an Zielen:

Besucherbergwerk F60: Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist die ehemalige Abraumförderbrücke, einem Relikt des Braunkohletagebaus, dem die Menschen der Region den Spitznamen "liegender Eiffelturm" verpasst haben. Seine Maße: 500 Meter lang, 200 Meter breit, 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer.

Brikettfabrik Louise: Louise ist eine Sehenswürdigkeit und erlebbare Technikgeschichte zugleich. Denn die Maschine funktioniert noch immer so wie damals. 1882 wurde die Brikettfabrik errichtet. Kaum vorstellbar. Ohne Strom - allein mit Dampf betrieben - begann man aus Rohkohle die ersten Briketts zu pressen.

Biotürme Lauchhammer: Die Biotürme dienten einst der Reinigung von Kokerei-Abwässern. Heute muten sie weniger als industrielle Anlage denn als Burgruine aus vergangener Zeit an. Als herausragendes Zeichen der Industriekultur der Lausitz stehen die 24 Türme in sechs Gruppen unter Denkmalschutz. (db/tmb)

(Weitere Infos: Tourismusverband Lausitzer Seenland, Tel.: 03573/7253000; im Internet unter: www.energie-route-lausitz.de)

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