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Naturpark
Sechs-Seen-Tour

Immer wieder ein Erlebnis, die fünf Naturlandschaften der Heinz Sielmann Stiftung in Brandenburg, hier der Stiebsdorfer See.
Immer wieder ein Erlebnis, die fünf Naturlandschaften der Heinz Sielmann Stiftung in Brandenburg, hier der Stiebsdorfer See. © Foto: Sielmann Stiftung
MäSo / 14.03.2018, 11:51 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 12:06
Luckau (MäMa/Märker/Brawo) Erstmalig können Besucher in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen bei Luckau die vielfältige Natur der Bergbaufolgelandschaft an und auf den neuen Wasserflächen entdecken. Eine Reise rund um sechs Seen hat das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen in der Niederlausitz neu und exklusiv im Programm.

Die ehemalige, 3000 Hektar große Tagebaulandschaft liegt im Naturpark Niederlausitzer Landrücken und ist nur eine von fünf Naturlandschaften der Heinz Sielmann Stiftung in Brandenburg. Insgesamt gut 13.000 Hektar betreut die Stiftung des berühmten Tierfilmers. Ehemalige Truppenübungsplätze wie die Döberitzer Heide, die Kyritz-Ruppiner und die Tangersdorfer Heide sowie weitere Flächen in Groß Schauen sowie die Bergbaufolgelandschaft rund um Wanninchen sind heute großflächige Naturparadiese, wo Tausende von Tier- und Pflanzenarten ungestört leben und wachsen können. Auf Wander- und Radwegen, Aussichtsplattformen und Kutschfahrten können Besucher Wisente und Wildpferde, Kraniche, See- und Fischadler, seltene Kräuter und blühende Ginster- und Heideflächen erleben.

Saisonstart mit

"Uhr auf Natur"

Am 25. März werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt und das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen startet mit einer Frühlingswanderung (13-17 Uhr) und anschließender Vernissage der Fotoausstellung "Wilde Vielfalt - Entdeckungen am Wegesrand" (Eintritt 2 Euro) in die neue Saison.

Es folgen weitere Veranstaltungen, wie am 28. März "Bewegt in den Frühling - Naturkundliche Ferienaktion für Familien" (10-15 Uhr; 2,00 €/Person, mit Imbiss 6 €) oder die einstündigen Wanninchener Osterrallyes am Ostersonntag und -montag als naturkundliche Mitmachaktion für Familien (jeweils 10-16 Uhr, 2 €/Person).

Am 6. Mai geht es dann zum ersten Mal auf Tour rund um die neuen Wasserflächen der ehemaligen Tagebaulandschaft. Der Zugang zu den nach dem Ende des Kohleabbaus entstandenen Seen ist bislang gesperrt. Die exklusiv von der Heinz Sielmann Stiftung geführten Touren am 6. Mai (bereits ausgebucht), 3. Juni und 8. Juli eröffnen neue Perspektiven auf die Vielfalt der Wasservögel und Uferbewohner in den Dünen und Abbruchkanten der Bergbaufolgelandschaft.

Herbstliche Kranichzeit

Ein weiterer Höhepunkt in Wanninchen ist auch in diesem Jahr wieder die herbstliche Kranichzeit mit vielfältigen Angeboten zur Beobachtung der eleganten Vögel.

Rosaroter Heideblütenteppich

Zwei starke Pferde vor dem Kremser und ein Kutscher, der die Landschaft und ihre Geschichte kennt, machen einen Ausflug durch die Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide auch außerhalb der Heideblüte zu einem unvergesslichen Erlebnis. Kutschunternehmen bieten Fahrten ins ehemalige "Bombodrom" an, Naturführer laden zu Wanderungen und Mountainbike-Touren ein. Dafür hat die Sielmann Stiftung Wege entmunitioniert und Rastplätze gebaut. Am 18. August ist wieder Heidefest auf dem Sielmannhügel. Von dort ist die Aussicht über den riesigen rosaroten Heideblütenteppich atemberaubend.

Wandern unter

dem Sternenzelt

Am Himmel über der Kyritz-Ruppiner Heide leuchten die Sterne besonders hell. Die Dunkelheit der dünn besiedelten Region im Nordwesten Brandenburgs macht es möglich. Die Heinz Sielmann Stiftung lädt deshalb am 11. August gemeinsam mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und weiteren Akteuren der Region zur Langen Nacht der Sterne ein. Wer auch zu anderen Jahreszeiten die Sterne beobachten möchte, kann sich einem kundigen Naturführer anschließen.

Tapsige Wisentkälber

Mit etwas Glück sind ab Mai in dem einmaligen Wildnisgroßprojekt der Heinz Sielmann Stiftung Döberitzer Heide direkt vor den Toren von Berlin und Potsdam Tapsige Wisentkälber zu beobachten. Wisente, Przewalskipferde und Rotwild leben in der so genannten "Wildniskernzone" der Naturlandschaft Döberitzer Heide auf 1860 Hektar wild und fast ungestört von Menschenhand.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz hat sich in mehr als 100 Jahre militärischer Nutzung eine vielfältige Landschaft aus Offenland und lichten Eichenwäldern entwickelt. Blühende Ginstersträucher, knorrige Eichen und eine große Vielfalt von Vögeln, Bienen, Schmetterlingen und Pflanzen sind am Wegesrand und von den Rastplätzen aus zu beobachten.

Neuer Naturlehrpfad "Was lebt im und am See?"

Ein neu gestalteter Naturlehrpfad in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen bei Storkow lädt zum besonderen Naturerlebnis ein. Er beginnt auf dem Gelände der Fischerei Köllnitz in Groß Schauen. Von dort geht es durch Wald und Wiese rund 1,5 Kilometer bis zu einem mächtigen hölzernen Aussichtsturm am Großen Wochowsee.

Der hohe Aussichtsturm markiert den Endpunkt des neuen Naturlehrpfads. Von der Turmplattform eröffnet sich dem Besucher aus luftiger Höhe ein weiter Panoramablick über die insgesamt 1000 Hektar große Seenlandschaft. Kormoran, Rohrweihe, Wasserralle, Graugans, Rotmilan, Schwarzmilan. Seeadler und Kranich sind hier heimisch oder finden hier Nahrung. Mit etwas Glück und Geduld lässt sich über dem Wasser sogar der kreisende Fischadler beobachten.

Neuer Rundwanderweg

Die jüngste Sielmann Naturlandschaft ist die Tangersdorfer Heide. Sie liegt am Rande der Schorfheide. Gemeinsam mit den Nachbarn, u.a. der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und der Stadt Lychen, will die Heinz Sielmann Stiftung auch diese große unzerschnittene Landschaft für den Naturschutz und die Artenvielfalt erhalten und sie für das Naturerlebnis öffnen. Voraussichtlich noch in diesem Jahr kann der erste Rundwanderweg eingeweiht und begangen werden. (pm/db)

Noch mehr Angebote und Programminformationen unter www.sielmann-stiftung.de; Tel.: 03544/557755 (Wanninchen)

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