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Intakte Natur
Burg Lenzen lockt jetzt mit AuenReich

Heiko Bölk, stellvertretender Leiter des BUND-Besucherzentrums Burg Lenzen, lauscht an der Erlebnisstation "GenussReich" den Geräuschen der Auenlandschaft.
Heiko Bölk, stellvertretender Leiter des BUND-Besucherzentrums Burg Lenzen, lauscht an der Erlebnisstation "GenussReich" den Geräuschen der Auenlandschaft. © Foto: meeco
23.05.2018, 10:54 Uhr
Lenzen (MäMa/Märker/Brawo) Naturnahe Flüsse und Auen sind die artenreichsten und zugleich seltensten Lebensräume Mitteleuropas. Eine der letzten intakten Auenlandschaften liegt in der Prignitz direkt an der Burg Lenzen im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Der denkmalgeschützte Burgpark selbst ist geprägt von den typischen Lebensräumen einer intakten Aue. Nun machen sechs Erlebnisstationen diese Auenlandschaft auf ganz besondere Weise erlebbar. Das Erlebnisgelände AuenReich wurde Anfang Mai eröffnet. Der Eintritt zum Park ist kostenfrei.

Knorrige alte Eichen und Ulmen, feuchte Wiesen, Tümpel und Wasserläufe - die typischen Lebensräume einer intakten Aue prägen den Burgpark, der wie echte Flussauen gelegentlich sogar überflutet wird. "Damit bietet der Burgpark ideale Bedingungen, um eine echte Auenlandschaft zu erkunden. Im AuenReich führt ein 400 Meter langer Rundweg die Besucher durch verschiedene "Reiche' im Burgpark, die sich alle in der einzigartigen und bedrohten Naturlandschaft wiederfinden. Verschiedene Info- und Erlebnisstationen machen die Auennatur und die komplexe Bedeutung des empfindlichen Ökosystems Flussaue mit allen Sinnen und spielerisch erlebbar", erläutert Heiko Bölk, stellvertretender Leiter des BUND-Besucherzentrums Burg

So können die Besucher im "WasserReich" beispielsweise an einem Wasserspieltisch eine Flusslandschaft anlegen und testen, wie diese bei Hochwasser aussehen würde. Mit Sand und Lehm gestalten sie Flusslauf samt Deich, anschließend heißt es mit einer Pumpe "Wasser marsch!" und es zeigt sich, ob ein Hochwasser die Deiche bedroht oder der Fluss ausreichend Raum hat sich auszubreiten. Ein weiteres Erlebnis für Groß und Klein ist die Baumhängebrücke im "WaldReich". Hier lassen sich mit fest installierten Auenfernrohren scheue Tiere erkunden, die in einem Auenwald leben. Und für alle, die es gemütlich angehen lassen wollen, stehen im "GenussReich" zwei Auenliegen bereit. Hier gilt: Augen zu und Ohren auf, um die vielfältigen Geräusche der Aue ganz bewusst wahrzunehmen.

"So lernen die Parkbesucher an insgesamt sechs interaktiven Outdoor-Stationen nach und nach die faszinierenden Facetten und die besondere Schönheit einer naturnahen Flusslandschaft kennen - vom Boden über Wasser bis hin zu Auwäldern. Die Flusslandschaft Elbe werden sie künftig sicher mit anderen Augen sehen", so Heiko Bölk. Wer möchte, kann im Anschluss die Entdeckungsreise im Burgturm des Besucherzentrums im "LehrReich" fortsetzen. Dort wartet ein "Forschercamp" mit spannenden Medienstationen auf die Besucher. "Wir freuen uns über das neu gestaltete AuenReich. Es ist eine weitere Bereicherung für die Prignitz und ermöglicht den Gästen die Natur als ein komplexes System näher zu bringen und erlebbar zu machen", so Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverband Prignitz e.V.

(pm/db)

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