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Volvo V60
Größer, edler, komfortabler

Der neue Volvo V60
Der neue Volvo V60 © Foto: Volvo
MäMa / 27.06.2018, 14:19 Uhr - Aktualisiert 27.06.2018, 14:39
Frankfurt (Oder) (MäMa/Märker) Ein Volvo steht für Unverwechselbarkeit. Das trifft auch auf den V60 zu, mit dem den schwedischen Kreativen beim Start 2010 eine designerische Punktlandung gelang. Seitdem verkauft sich das Modell quasi wie geschnitten Brot. Im Juli geht nun die 2. Generation an den Start – größer, edler, komfortabler und sicherer denn je. Was alles neu ist? Der Märkische Markt hat ihn ausprobiert.

Wenngleich Volvo sich inzwischen mehr mit SUVs einen Namen macht, setzt der Hersteller aus dem Norden dennoch weiterhin auf Modelle mit lang gestrecktem Rucksack. Auch aus Traditionsgründen, gehören doch Volvo und Kombi seit eh zusammen wie Baum und Borke. Eine alte Liebe, die nicht zu rosten scheint. Jedenfalls kann man den Neuling mit seinen charismatischen Konturen schon auf den ersten Blick als einen Volvo-Laster ausmachen. Seine Botschaft ist dabei klar wie Aquavit: Im Premium-Lager der Konkurrenz noch mehr Kunden abspenstig machen. Dürfte klappen, verströmt doch der Luxus-Kombi rundum mehr Glanz und Gloria als sein Vorgänger. Das geht schon beim Outfit los. Schauen Sie mal auf den markanten Kühlergrill mit klassischem Wasserfall-Motiv und den schmalen serienmäßigen LED-Scheinwerfern. Selbst der große untere Lufteinlass und die zusätzlichen Gitter in den äußeren Ecken der Frontschürze versprühen in ihrer Geometrie eine Strahlemann-Dynamik.

Durch aparte Eleganz besticht auch das Heck. Während vieles am äußeren Design an den V90 erinnert, nimmt das Interieur die Aura eines XC60 auf. Aufgeräumt und aufgeschäumt sorgt auch hier das Cockpit des Nordlichts für viel Wohlgefühl. Hier geht es frisch zu wie an einem schwedischen See am Morgen. Feine Rahmen aus gebürstetem Alu, hochwertige Verkleidungen und neue griffsympathische Bezüge schaffen eine elegante Atmosphäre. Überall kommt die Liebe zum Detail zum Ausdruck, mit der die Innenraumgestaltung umgesetzt wurde: Das betrifft etwa die Regler der Lüftungsschlitze, die auf vertikalen Design-Elementen mit edlem Metall-Finish befestigt sind, die kleine schwedische Flagge an der linken Seite des Beifahrersitzes oder auch den rahmenlosen Rückspiegel, der mit seiner gleichzeitig reduzierten und hochwertigen Anmutung ein perfektes Beispiel für skandinavisches Design liefert.

Fummelige Tastenflut ist hier Passé. Prangt doch in der Schaltzentrale ein 138 x 183 Millimeter großer Bildschirm im Hochformat, der wie ein Tablet fungiert. Es bildet als Herzstück des Infotainment-Systems die Schnittstelle zwischen dem Fahrer und vielen Fahrzeugfunktionen. In Kombination mit einer digitalen 12,3 Zoll großen Instrumentenanzeige und dem optionalen Head-up-Display ergibt sich für den Fahrer an Bord des neuen Volvo V60 eine höchst intuitive und individuell einstellbare Benutzerschnittstelle.

Mit seiner um knapp 13 Zentimeter auf 4,76 Meter gewachsenen Länge ist der V60 natürlich im Heck auf Nutzwert getrimmt, wobei der mit edlen Belägen ausgeschlagene Kofferraum wohl nach wie vor eher Golfgepäck als Warenmuster transportieren wird. Insgesamt lassen sich 529 Liter als Gepäck bunkern. Klingt bei der Länge nicht unbedingt üppig, ist dennoch ausreichend. Hinzu kommt ein zusätzliches Fach für Wertgegenstände im Kofferraumboden, welches mit der „Private Locking“-Funktion über den Touchscreen im Cockpit zusätzlich gesichert werden kann.

Minus: Bei der Zuladung kriegt der mit rund 410 Kilo schnell Schluckbeschwerden, auch wenn wir zwischen den Radkästen wie auch bei der Laderaumlänge ordentliche 1,03 Meter am Maßband registrieren. Gut gelöst wurde hingegen das Problem mit dem Gepäckraumrollo. Ein Fingertipp genügt, und es verzieht sich in eine Kassette.

Ebenso praktisch, dass zur Sicherung von Gepäck und Ladegut vier einklappbare Ösen zur Verfügung stehen; Tragetaschen können an vier Haken befestigt werden. Optional sind verschiedene Sicherungs- und Befestigungssysteme verfügbar, darunter eine Netztasche, ein Spannriemen und eine Taschenhaltung, die aus dem Ladeboden hochgeklappt werden kann.

Als Motoren fungieren vorerst einen Vierzylinder-Turbo-Benziner (T6, 310 PS, 400 Nm, Allradantrieb, ab 49.500 Euro) sowie zwei saubere Turbodiesel (150 und 190 PS), mit SCR-Kat, die Euro-6d-Temp erfüllen. Bereits der Basis-Ölbrenner (D3, Frontantrieb) bringt das mit 150 PS bestückte Basismodell ordentlich auf Trab. Liegen doch als maximales Drehmoment liegen gut genährte 320 Nm an der Kurbelwelle an. Und wenn es sein muss, stürmt er davon, als wären alle nordischen Trolle gleichzeitig hinter ihm her.

Das Fahrwerk bietet zudem eine gelungene Symbiose aus Sportlichkeit und Komfort. Es erinnert dabei an ein auf den Punkt gegrilltes Rentier-Steak: nicht zu roh, aber auch nicht durchgegart bis zur Aromafreiheit. Fahr-Feinschmecker kommen jedenfalls voll auf ihre Kosten.

Natürlich hat die jüngste V60-Generation auch verschiedenste neue elektrische Diener an Bord, die bei der Sicherheit assistieren. Zusätzliche Hilfe bei drohenden Kollisionen leistet beispielsweise eine Lenkunterstützung für Ausweichmanöver. Wenn eine automatische Notbremsung nicht ausreicht, um einen Unfall zu verhindern, und der Fahrer einen Lenkimpuls an das Lenkrad weitergibt, unterstützt das System den Fahrer beim Umfahren des Hindernisses und beim anschließenden Stabilisieren des Autos. Klar, dass sich der Kombi vom Komfort her als auch technisch vielfältig aufrüsten lässt; vom Allradantrieb bis zur 8-Gang-Geartronic.

Alles in allem gelang den Nordmännern mit dem frisch auf Kiel gelegten V60 einmal mehr ein Wikingerschiff per Excellence, der ein absoluter Dressmann unter den Edelkombis ist.

MäMa-Testfahrt: Volvo V60

Volvo V60 D3 Momentum

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-TD, 150 PS

0 - 100 km/h: 9,9 Sekunden

Spitze: 205 km/h

Verbrauch: 4,3 Liter Diesel

CO²-Wert: 114 g/km

Kofferraum: 529 bis 1441 Liter

Preis: ab 40.100 Euro

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