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Dacia Duster
Auf Mode und Muskeln getrimmt

MOZ / 01.08.2018, 11:08 Uhr - Aktualisiert 02.08.2018, 11:15
Frankfurt (Oder) Seit Jahren schon erobert Dacia mit Low-Cost-Autos die Welt. Und schreibt seitdem eine rasante Erfolgsstory nach der anderen. Allein vom Duster wurden bisher global mehr als zwei Millionen Autos verkauft. Auch in Deutschland ist das Modell von Anfang an erfolgreich, erreichte hier in seinem Premierenjahr 2010 aus dem Stand heraus 11.402 Verkäufe. 2016 waren es bereits 15.200 Verkäufe, 2017 sogar 15.772 abgesetzte Duster. Seit Jahresanfang steht nun die 2. Generation des Modells bei den Händlern, mit mehr Komfort und einem attraktiveren Design, das den robusten Charakter des Kompakt-SUV noch stärker betont. Was sich konkret änderte? Der Märkische Markt hat ihn ausprobiert.

Damit sich die Reise auf Wolke 7 fortsetzt, wurde der Auftritt des 4,34 Meter langen (1,62 Meter hoch) Duster hier und da etwas markanter auf Mode und Muskeln getrimmt. Auch wenn nicht alle Änderungen gleich auf den ersten Blick deutlich werden: Etwas kräftiger kommt die Bugschürze mit dem markanteren Unterfahrschutz daher, der Grill wurde verbreitert, die Scheinwerfer wanderten weiter nach außen. Es blieb indes bei den weit ausladenden Radkästen als auch dem dritten Seitenfenster für eine gute Sicht nach hinten. Hier am Heck v

Davor ist viel Platz fürs Gepäck. Bei den Frontantriebs-Varianten fasst der Raum 445 Liter nach VDA-Norm, wird die Rücksitzlehne umgeklappt, steigt das Ladevolumen auf 1.478 Liter. Dank eines Radstands von 2,67 m bietet der Duster auch ausreichend Platz für die Insassen. Für höheren Reisekomfort hat der Duster außerdem neue Sitze mit längerer Sitzfläche und dichterer Schaumstoffpolsterung. Zusätzlich sorgt die stärkere Konturierung für mehr Seitenhalt.

Wenngleich innen weiter Hartplastik dominiert hat Dacia den Neuling haptisch deutlich aufgewertet, hier riecht nichts mehr nach billiger Jacob. Auch die Architektur der Schalter und Bedienelemente wurde aufgewertet. Endlich wanderten die Tasten für die Fensterheber in die Fahrerarmlehne und das Lenkrad ist auch längs verstellbar. Als Motoren sind eine LPG-Version sowie fünf Benzin- und vier Diesel-Varianten von 90 bis 125 PS im Angebot. Letztere Fuhre mit 1,2 Liter Hubraum haben wir etwas näher getestet. Der Turbo drückt schon bei gut 2000 Touren 205 Nm ab, beißt demnach schon relativ schnell ohne Hemmungen zu, kommt also gut aus den Startblöcken. Unterwegs beherrscht ist das kleine Triebwerk gekonnt das Wechselspiel zwischen sanftem Dahingleiten und Beschleunigung. Der Geradeauslauf des 1,3-Tonners bleibt stets ruhig und auch in städtischen Kurven (10,2 Meter Wendekreis) braucht man nicht zu viel Kraft. Das Aggregat ist meist leise, erst ab Tempo 140 vernimmt man deutliche Malocher-Töne. Passend zum Motor glänzt der Duster beim Fahrwerk mit leicht straffer Sportlichkeit und genügend Komfort gleichermaßen. Er rollt angenehm ab und verdaut locker fast sämtliche Fahrbahndellen. Je nach Variante stehen bei dem Modell 5-Gang- und 6-Gang-Schaltung, ein Doppelkupplungs-Getriebe sowie  Front- und Allradantrieb zur Wahl. Letztere Variante hat nicht nur 21 Zentimeter Bodenfreiheit. Dank der Böschungswinkeln von 30 Grad vorne und 33 Grad hinten taugt ein Duster mit Allradantrieb auch für Abstecher abseits der Straße. Im Gelände kann er gegen Aufpreis auf dem Monitor dank einer Frontkamera sogar berghoch Hindernisse sehen die unterhalb der Fensterlinie sind. In einer anderen Einstellung werden Seitenneigung oder Abfahrtswinkel dargestellt, während die Bergabfahrkontrolle ohne Aktivierung von Getriebe oder Bremspedalen die Bewegung talwärts steuert.

Der Basispreis eines 114-PS-Duster liegt bei 11.490 Euro, hierfür bekommt der Kunde bereits unter anderem ABS und ESP, Bremskraftverstärker und Bremsassistent, Berganfahrhilfe, Bordcomputer, Fensterheber vorne, Lichtsensor, Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung. In der von uns gefahrenen 125-PS-Variante (Serie Comfort-Ausstattung) sind des weiteren u. a. Klimaanlage, Tempomat, eine Audioanlage als auch Nebelscheinwerfer an Bord. Aufpreise für Allradantrieb (1.900 Euro), Automatik (1.500 Euro), Lederpolster (500 Euro).

Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Dacia Duster

Dacia Duster TCe 125 2WD Comfor

Motor: 1,2-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, 6-Gang-Schaltgetriebe, 125 PS

0 - 100 km/h: 10,4 Sek.

Spitze: 177 km/h

Verbrauch: 6,2 Liter Super

CO²-Wert: 138 g/km

Kofferraum: 45 bis 1478 l

Preis: ab 14.950 Euro

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