Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

In diesem Jahr gibt es 32 Storchenpaare und 34 Jungstörche

Storchendorf Rühstädt
Meister Adebar und seine Jungen

Die größte Storchenkolonie Mitteleuropas findet sich in Rühstädt.
Die größte Storchenkolonie Mitteleuropas findet sich in Rühstädt. © Foto: Steffen Lehmann
MOZ / 08.08.2018, 11:31 Uhr - Aktualisiert 09.08.2018, 12:40
Rühstädt Im Herzen des Prignitzer Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg befindet sich die größte Storchenkolonie Mitteleuropas. Die Gemeinde Rühstädt wurde daher sogar als Deutschlands einziges „Europäisches Storchendorf“ ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 15 europäische Storchendörfer,

In diesem Jahr gibt es 32 Storchenpaare und 34 Jungstörche. Wer die „Kleinen“ bei den ersten Flugversuchen beobachten will, hat dazu bis Mitte August Gelegenheit. Beinahe zum Anfassen nah können Besucher die Störche bei der Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend“ erleben.

„In der Elbtalaue finden die Störche ein vorzügliches Nahrungsangebot – ideale Bedingungen also für Mitteleuropas größte Storchenkolonie“, erläutert Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V. „Auf beinahe jedem Scheunendach der hübschen roten Backsteinhäuser befindet sich mindestens ein Storchennest, teilweise sind sogar bis zu vier Horste auf einem Dach. In diesem Jahr haben von 32 Storchenpaaren 19 Paare erfolgreich gebrütet. 34 Jungstörche recken ihre hungrigen Schnäbel aus den Nestern in den Himmel“, erzählt Laskewitz. Nun wird der Nachwuchs langsam flügge, und Ende Juli haben die Jungstörche bereits erste Flugübungen unternommen, so dass sie Ende August die weite Reise in die Winterquartiere antreten können. Jetzt ist also der perfekte Zeitpunkt für eine Reise ins Storchendorf.

Ein täglicher Höhepunkt ist der abendliche Einflug der Störche in ihre Nester. Die Erlebnisführung „Rühstädter Storchenfeierabend“, die sogar mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet wurde, führt die Besucher jeden Samstag bis zum 11. August auf Augenhöhe mit den Rotstrümpfen und gibt ihnen so einmalige Einblicke in deren Familienleben. „Das Besondere: Die Mitarbeiter des NABU, der Naturwacht und des Storchenclubs Rühstädt erzählen abwechslungsreich Wissenswertes und Amüsantes rund um die Rühstädter Störche“, verrät der Tourismuschef. Die Tour beginnt jeweils 20 Uhr am Gasthaus „Rosenhof“ in Rühstädt mit einem regionalen Imbiss und führt 1,5 Kilometer durch das mit Storchennestern und einfliegenden Störchen geschmückte Dorf. (Anmeldung zur Führung (19 Euro pro Person, Kinder unter 12 Jahren 13 Euro) ist im „Rosenhof“ telefonisch unter038791 / 739071 oder per Mail an friedrich0712@outlook.de möglich.)

Einen direkten Blick ins Storchennest können Besucher per Live-Kamera im NABU-Besucherzentrum Rühstädt genießen, denn auf dem Dach nisten zwei Brutpaare mit jeweils zwei Jungstörchen. Wer gerne ein eigenes Storchenpaar auf dem heimischen Dach hätte, bekommt dazu im „Storchenparcours“ Tipps und Tricks. Hier wurden Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen, die der Storch zum Fressen gern hat. Ideen zum Nachbauen, Anpflanzen und Aussäen können gern mitgenommen werden.

Die natürlichen Nahrungsgebiete der Rotstrümpfe können Radfahrer auf der 27 Kilometer langen Tour „Treffpunkt Adebar“ per Knotenpunktwegweisung, dem sogenannten „Radeln nach Zahlen“, kinderleicht auch auf eigene Faust erkunden. Die Tour führt entlang von weiten Wiesen und der Elbe von Bad Wilsnack über Abbendorf und Gnevsdorf bis nach Rühstädt und über Groß Lüben zurück zum Ausgangsort Bad Wilsnack.(meeco/db)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG