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Kia Sportage Facelift
Hochbeiner mit viel Ambiente

MOZ / 24.08.2018, 11:37 Uhr
Frankfurt (Oder) ([]) Kia wächst und wird bei uns immer beliebter. Aus gutem Grund: Sind doch gutes Design, Innovation, Qualität und meist faire Preise die Eckpfeiler ihres Erfolgs. Die koreanische Tochter von Hyundai, die in diesem Jahr hierzulande ihr 25jähriges Jubiläum begeht, konnte 2017 mit mehr als 64.000 verkauften Autos zum dritten Mal in Folge einen Absatzrekord verbuchen. Eine der Säulen der Marke ist der Trendsetter Sportage, der dabei mit rund 15.000 Verkäufen rund ein Viertel des Kia-Absatzes ausmachte. Damit der kompakte Hochbeiner auch künftig den Segment-Konkurrenten Paroli bieten kann wurde er jetzt aufgefrischt. Der Märkische Markt ihn in der sportlichen „GT-Line“–Ausführung ausprobiert.

Schon der Name Sportage suggeriert eigentlich so schon etwas von Ambiente und Eleganz. Daran hat sich nichts geändert. Setzt doch der adrett gestylte und nur marginal auf 4,49 m gewachsene Offroader in vielerlei Hinsicht weiterhin Maßstäbe und weckt Emotionen. Für den nächsten Lebensabschnitt hat Kia die Hülle deshalb nur marginal aufgepeppt. Die Proportionen bleiben sportlich, die Linienführung geriet indes hier und da schnittiger, die Details ausgefeilter. Auffällig weiterhin sein massiger Kühlergrill (in der GT-Line in Hochglanzschwarz), die ausgeprägte Keilform, die weit ausgestellten Kotflügel, das ansteigende und weit hochgezogene Heck. Neu gestaltet an dem Lifestyler wurde beispielsweise der Frontstoßfänger, eine blitzende Chromspange verbindet die Nebelscheinwerfer und ein Unterfahrschutz glänzt vorn und hinten in Metalloptik.

Mit den um die Ecken gezogenen Frontscheinwerfern, die je nach Ausführung mit LEDs leuchten, der abfallenden Dachlinie und dem neu gestalteten Heckstoßfänger - wo die Reflektoren und Rückfahrscheinwerfer nicht mehr nebeneinander, sondern blockförmig übereinander positioniert sind - zeigt der Kompakt-SUV jedenfalls noch mehr Profil. Es bleibt indes bei den für einen Offroader weiterhin sehr schmalen Seitenscheiben. Ähnelt doch das Verhältnis von Blech zu Glas hier quasi einem Sportwagen (2:1).

So viel zu optischer Präsenz. Nur leicht gewandelt hat sich der Innenraum. Überarbeitet wurden das Lenkrad, die Instrumenteneinheit und der jetzt rahmenlose 8-Zoll-Touchscreen des Navis (je nach Ausführung). Man sitzt neuerdings auf zweifarbigen Bezügen in Schwarz-Grau, für den GT-Line sind optional auch Lederbezüge mit roten Akzenten erhältlich.

Und die Antriebe? Es gibt fünf Motor-Varianten von 115 bis 185 PS, die alle ab sofort auch Euro 6d-Temp erfüllen. Als Benziner stehen ein 1.6er mit 132 PS und ein 1.6er Turbo mit 177 PS zur Wahl. Bei den Dieseln löst nunmehr ein 1.6er mit zwei Leistungsstufen (115 und 136 PS) den bisherigen 1.7 CRDi ab. Es gibt sie mit 6-Gang-Schaltung, 8-Gang-Automatik und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT7), die stärkeren Modelle auch mit Allradantrieb.

Völlig neu ist ein ab Herbst erhältlicher Diesel-Mildhybrid (2.0 CRDi EcoDynamics+ mit 185 PS und 400 Nm, Preis ab 38.490 Euro) auf 48-Volt-Basis. Er beinhaltet eine 48-Volt-Batterie und einen Startergenerator und ermöglicht – anders als 12-Volt-Start-Stopp-Systeme – ein Abschalten des Verbrennungsmotors auch im Fahrbetrieb, etwa beim Ausrollen oder Bremsen. Die CO2-Emissionen nach dem neuen Testzyklus WLTP werden um bis zu vier Prozent verringert.

Wir haben zur ersten Ausfahrt den Ölbrenner mit 136 PS, der laut Kia das Volumenmodell bei den Diesel-Modellen stellen wird. In der Praxis erwacht die Variante per Starterknopf zum Leben, kommt ordentlich in die Gänge. Er gebärdet sich enorm agil (320 Nm), flitzt ausreichend schnell über die Autobahn. Dort genießen wir den Reisekomfort, das Doppelkupplungsgetriebe flippert entspannt durch die 7 Gänge. Der Geradeauslauf bleibt erstaunlich ruhig, die Lenkung arbeitet direkt und pflichtbewusst.

Die Riege der umfangreichen Assistenzsysteme wird übrigens von Kia beim überarbeiteten Sportage um einen adaptiven Tempomaten mit Stop-and-go-Funktion, einer Rundumsichtkamera und einen Müdigkeitswarner ergänzt.

Bleiben noch die Preise. Der günstigste Sportage (132-PS-Benziner) startet bei 22.490 Euro, der von uns gefahrene 136-PS-Ölbrenner ist als GT-Line und Doppelkupplungsgetriebe ab 38.690 Euro erhältlich.

Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Kia Sportage Facelift

Kia Sportage 1.6 CRDi 136 AWD GT-Line

Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-TD, 136 PS, Allradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungetriebe, SCR-Kat

0 - 100 km/h: 11,8 Sekunden

Spitze: 180 km/h

Verbrauch: 5,2 Liter Diesel

CO²-Wert: 138 g/km

Kofferraum: 480 bis 1469 l

Preis: ab 38.690 Euro

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