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Die Prignitz
Natur pur

Auch der Elbe-Radweg führt durch die Prignitz.
Auch der Elbe-Radweg führt durch die Prignitz. © Foto: TMB-Fotoarchiv/Böttcher+Tiensch
tmb / 19.09.2018, 14:03 Uhr - Aktualisiert 20.09.2018, 13:45
Wittstock (tmb) In der uralten Kulturlandschaft Prignitz zwischen der Elbe und der Müritz gibt es weite, flachwellige Wiesen und Felder mit viel Wald, von den Auengebieten an der Elbe bis zu den Ausläufern der Mecklenburger Seenplatte nördlich von Wittstock.

Seit 1999 gehören 53.000 Hektar der Prignitzer Elbtalaue zum UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“, einer der letzten intakten Auenlandschaften Mitteleuropas. Entlang des Elbufers liegen die Rückzuggebiete für eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Seit etwa Mitte August steht die Heide in voller Blüte und lockt bis Ende September mit einem lilafarbenen Blütenmeer. Sieben zertifizierte Natur- und Landschaftsführer sorgen mit besonderen Angeboten wie Sternenführungen, geführten Wander- oder Radtouren und vielem mehr für einen unvergesslichen Besuch der Heide, die zwischen Neuruppin, Rheinsberg, Wittstock und Kyritz liegt. Im Herbst und Winter rasten Tausende von Zugvögeln in den Elbauen. Im Sommer ist die Prignitz eine der storchenreichsten Gegenden Europas.

Ein gut ausgebautes Radwegenetz lädt zu romantischen oder sportlichen Touren ein. Gemütliche Rastplätze und eine gute Ausschilderung, fahrradgerechte Wege oder wenig befahrene Landstraßen zeichnen die Fernradwege in der Prignitz aus. Der internationale Elberadweg verläuft zwischen Havelberg, Wittenberge, Lenzen und Dömitz größtenteils direkt auf dem Elbdeich und bietet eine wunderbare Aussicht in die weite Landschaft am Strom und die kleinen, idyllischen Elbdörfer. Die Tour Brandenburg verbindet auf ihrem Prignitzer Teil die historischen Stadtkerne von Lenzen mit seiner Burg, der Rolandstadt Perleberg und Wittstock. Im Jahr 2009 wurde der 414 km lange Elbe- Müritz- Rundweg eröffnet, der durch unberührte Natur, idyllische Dörfer und Altstädte von der Elbe an die Seenplatte durch die Prignitz und Mecklenburg führt. Die zweithöchste Erhebung Mecklenburgs fordert den Radler ein wenig heraus, dafür wird er durch die wundervolle Seenlandschaft im Norden entschädigt.

Ein Aufstieg auf den SINGER- Uhrenturm in Wittenberge, eine Fahrt mit der berühmten Prignitzer Kleinbahn „Pollo“ oder ein Besuch im Modemuseum Meyenburg entführen in die jüngere Vergangenheit. In der Region wurden mehr als 1.000 km Radwegenetz über die praktische Knotenpunktwegweisung ausgeschildert. So kann sich jeder individuelle Touren zusammenstellen. Auch wer nicht mit dem Rad unterwegs ist, wird es genießen, in der Kristall Kur- und Gradiertherme ein Entspannungsbad zu nehmen.

Die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack zog im Mittelalter ungezählte Pilger an. Heute ist sie wieder Ziel des Pilgerwegs Berlin – Wilsnack, der jährlich von hunderten modernen Pilgern beschritten wird. Die Havelberger Bischöfe gaben der 108 km langen Bischofstour ihren Namen. Ausgangspunkt der Radtour ist folgerichtig der Havelberger Dom, Ziel die alte Bischofsstadt Wittstock mit ihrer fast vollständig geschlossenen Backstein- Stadtmauer um den historischen Stadtkern. Die vielen »stillen Sensationen« in der ruhigen Landschaft, in kleinen Dörfern oder Städtchen stehen stellvertretend für den eigenen Reiz einer Region, die sich dem Prignitz- Besucher offenbart.

Tipps: Die einzige Schmalspurbahn Brandenburgs, von den Prignitzern liebevoll „Pollo“ bezeichnet, feiert 25 jähriges Jubiläum und wartet neben Sonderfahrten wieder mit den Herbstdampftagen sowie den Nicolausfahrten auf (www.pollo.de).

Die Herbstzeit ist Kranichzeit in der Prignitz. Während des Zuges von Oktober bis Ende November rasten die majestätischen „Grauen“ inmitten des Rambower Moors, das sich am besten zu Fuß auf dem knapp 12 Kilometer langen „Zweiseitenweg“ erkunden lässt. Von den Aussichtstürmen bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf die „Boten des Glücks“, wie die Kraniche auch gern bezeichnet werden (Trompetenkonzert im Rambower Moor, verschiedene Termine im Oktober, www.elbe-brandenburg-biosphaerenreservat.de).

Kulinarisches, Kreatives und Innovatives rund um das Thema Apfel gibt es am 7. Oktober in Wittenberge beim Apfelmarkt (www.wittenberge.de).

Ausblick: Vom 18. April bis 6. Oktober 2019 wird die frühere Bischofsstadt Wittstock/Dosse Austragungsort der Landesgartenschau. Eine einzigartige Kulisse bietet dabei der historische Ringwall, der die Altstadt vollständig umschließt. Zwei Parkareale zeigen auf mehr als 13 Hektar hochkarätige Gartenkunst. Im historischen Güterboden werden wechselnde Blumenhallenschauen in Szene gesetzt. Gleich zwei Themengärten interpretieren das Leben und Wirken Theodor Fontanes, der zu seinem 200. Jubiläum im Jahr 2019 in ganz Brandenburg gefeiert wird (www.laga.wittstock.de).

Übrigens: Auch im Winter lohnt sich ein Besuch in der Prignitz. Bei der Aktion „Winterliches Brandenburg“ 2018/2019 sind 5 Häuser mit dabei. Spezielle Angebote gibt es dann vom Sport- & Vital-Resort Neuer Hennings Hof, dem Schlosshotel Rühstädt, der Alten Ölmühle Wittenberge, dem Wellnesshotel Legde und dem Seehotel Ichlim.(tmb/db)

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