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Skoda Fabia (Facelift)
Eleganter, komfortabler, athletischer ...

MOZ / 09.10.2018, 18:09 Uhr
Frankfurt (Oder) Er gehört zu den begehrtesten Kleinwagen überhaupt, verkauft sich entsprechend über die Jahre wie geschnitten Brot: 4,2  Millionen Mal seit 1999. Allein 2017 wurden in Deutschland insgesamt 42.100 Autos ausgeliefert – die Rede ist vom Fabia. Damit das so bleibt, hat Skoda das aktuelle Modell als Limousine und Combi überarbeitet. Der kleine Strolch Skoda wirkt jetzt eleganter, komfortabler und technisch ausgereifter denn je. Der Märkische Markt hat die Limousine schon getestet.

Außen: Eine mutig gestylte automobile Schönheit war der Fabia eigentlich noch nie. Seine Qualitäten liegen eher auf anderen Gebieten. Das Design gerät also auch beim Fabia-Facelift nicht zum Schlüsselreiz, auch wenn Skoda natürlich hier und da die Schlichtfeile ansetzte. Die Front prägt ein neu gestalteter Kühlergrill mit vertikalen Lamellen. Wir schauen auf moderne Frontscheinwerfer (LED-Tagfahrlicht Serie, LED-Scheinwerfer optional für 860 Euro extra), die an geschliffenes Kristallglas erinnern. Erstmals wird auch die Leuchtengrafik am Heck mit LEDs befeuert. Veränderte Front- und Heckstoßfänger verleihen mit markanteren Linien dem Blechkleid des Fabia mehr Charakter. Und nicht zuletzt sorgen flott gestylte, bis zu 18 Zoll große Aluräder für einen dynamischen Look. So bestückt wirkt die weiterhin 3,99 Meter kurze Limousine deutlich athletischer und steht stämmiger auf der Straße.

Innen: Klar durfte auch hier der Zeitgeist einziehen. Der Polo-Jäger zeigt sich flott beseelt mit neuem Kombiinstrument und Anzeigen, die nun leichter ablesbar sind. Hände scharwenzeln über griffsympathische Materialien, greifen an ein hübsches Dreispeichenlenkrad, registrieren vielerlei Ablagen für dies und das. Die Auswahl an Individualisierungsmöglichkeiten mit Farben, Kontrastnähten und Dekorleisten ist umfangreicher, selbst die Sitze lassen sich optional zweifarbig gestalten. Erstmals im Angebot ist das Infotainmentsystem Swing Plus. Wie schon das Radio Swing oder das Topmodell Amundsen wird es über einen 6,5 Zoll großen Farb-Touchscreen bedient und lässt sich mit mobilen Endgeräten verbinden. Natürlich hat Skoda auch an ein neues Simply-Clever-Detail gedacht. So gibt es jetzt für den Kofferraum eine Bodenmatte, die neben einer Textilfläche umseitig eine zweite, leichter zu reinigende Oberfläche bietet. Als Extras werden außerdem ein Tablethalter sowie zwei USB-Anschlüsse im Fond angeboten. Nach wie vor ist ein Eiskratzer in die Tankklappe integriert, ein Regenschirmhalter (inkl. Schirm) unter dem Beifahrersitz und eine LED-Leuchte im Kofferraum verstaut.

Motoren: Beim Motoren-Portfolio setzt Skoda künftig nur noch auf spritzige und effiziente Dreizylinder-Benziner (MPI mit 75 PS, TSI mit 95 und 110 PS) mit einem Liter Hubraum, die sich technisch durch die Einspritzmethode und Aufladung unterschieden. Im Laufe des Jahres folgt dann noch ein MPI mit 60 PS. Diesel wurden allesamt aussortiert. Die neuen Triebwerke wurden gründlich überarbeitet, auf mehr Sauberkeit und Effizienz getrimmt. Neu bei allen Aggregaten ist ein zweiter Katalysator und eine optimierte Motorsteuerung. Die 110-PS-Variante hat ein 6-Gang-Getriebe (auf Wunsch auch ein DSG), alle anderen werden mit einer Fünfgangbox geschaltet. Sie erfüllen allesamt die Euro6-Abgasnorm.

Wir hatten im Test den Turbodirekteinspritzer mit 95 PS. Freilich ist das Auto damit noch nicht wirklich ein Kraftprotz, dennoch marschiert der Eintonner erstaunlich agil vorwärts, seine 160 Nm sorgen dabei für ein stets gutes Power-Gefühl. Auch muss seine Leistung nicht mit übermäßigem Durst bezahlt werden.

Komfort: Vom gelungenen agilen Fahrwerk und ausgewogenen Federungskomfort in die Pflicht genommen, wetzt der Kleine selbst durch enge Kurven (Wendekreis 10,4 Meter). Dazu gibt es eine direkt agierende Lenkung und knackige, gut abgestimmte Fünfgangschaltung. Erwähnenswert ist noch die gelungene Geräuschdämmung. Selbst bei höherem Tempo bleibt es im Fabia fast so still wie in einer Gebets-Kapelle.

Sicherheit: Selbstverständlich gehören vielerlei elektronische Helferlein zur Serienausstattung. Ab Werk mit an Bord sind u. a.: Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR), Antriebsschlupfregelung (ASR),  hydraulischer Bremsassistent, Multikollisionsbremsassistent, Reifendrucküberwachung. Auf Wunsch lässt sich die Sicherheitsausstattung noch um solche verschiedene Systeme wie Abstandsassistenten, Rückfahrkamera, Parksensoren, Müdigkeitserkennung sowie Speedlimiter und Berganfahrhilfe erweitern. Auch ein Fernlichtassistent steht ab sofort erstmals im Fabia zur Verfügung.

Fazit: So aufgepeppt präsentiert sich Fabia auch für seinen nächsten Lebensabschnitt gut gerüstet und dürfte eine Vielzahl an Kauf-Argumenten bieten. Das derzeitige Basismodell (75 PS) kostet ab 13.490 Euro, die von uns getestete Fabia-Limousine mit 95 PS steht ab 14.890 Euro in der Liste. Die Combi-Varianten kosten jeweils 600 Euro Aufpreis.Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Facelift Skoda Fabia

Skoda Fabia 1.0 TSI

Motor: 1.0-Liter-Dreizylinder-TSI-Benziner, 95 PS

0 - 100 km/h: 10,8 Sek.

Spitze: 184 km/h

Verbrauch: 4,8 Liter Super

CO²-Wert: 110 g/km

Kofferraum: 330 bis 1150 l

Preis: ab 14 890 Euro

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