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Audi Q3
Ein flotter Dreier mit mehr Konturen

MOZ / 05.11.2018, 12:27 Uhr - Aktualisiert 07.11.2018, 18:00
Frankfurt (Oder) (MOZ) Kompakte SUV-Ableger jagen derzeit einen Zulassungsrekord nach dem anderen. Werden sie doch wegen ihrer Variabilität als Freizeit- und Familienautos geschätzt.

Einer der Lieblinge in der Sparte der Edlen ist der Audi Q3. Wurden doch seit seinem Debüt 2011 weltweit mehr als 1,1 Millionen verkauft. Dass auch die jetzt 2. Generation einen ähnlichen Erfolg verbuchen dürfte steht außer Frage, kommt er doch neben zeitgemäßer Technik und selbstbewusster Optik auch komfortabler und geräumiger daher. Der Märkische Markt hat den ab November erhältlichen Neuling schon ausprobiert.

Beim Outfit verabschiedete sich Audi komplett von der bisherigen kugeligen Form samt Kuppeldach und wagt beim Design der neuen Generation rundum schärfer gesetzte Konturen, Kanten und Linien. In der Summe kommt der Q3 jedenfalls deutlich properer daher. Oder wie Audi betont: Alles wirkt nun ein bisserl knackiger und fescher.

Und in der Tat: Der flotte Dreier steht einfach satter auf der Straße und irgendwie ist auch die Nähe zum größeren Bruders Q5 unverkennbar. Die maskuline Front wird wie gehabt vom Singleframe-Grill im Oktagon-Design und große seitliche Lufteinlässen gekennzeichnet.

Acht vertikale Stege gliedern die Kühlermaske mit seinem markanten Rahmen und spiegeln den SUV-Charakter wider. Die Scheinwerfer sind schmal und laufen nach innen keilförmig zu. Audi liefert sie in drei Ausführungen, zudem alle mit LED-Technologie! An der Spitze des Angebots stehen die Matrix LED-Scheinwerfer, deren adaptives Fernlicht die Straße intelligent ausleuchtet.

Die zehn Zentimeter mehr Länge (4,49 Meter), zwei Zentimeter mehr an Breite (1,85 Meter) und sein um acht Zentimeter auf 2,68 Meter vergrößerter Radstand klingen von den Zahlen her zwar nicht nach opulentem Raum, dennoch ist dieser im Vergleich zum Vorgänger deutlich spürbar. Sorgen sie doch vorn wie hinten für mehr Wohlgefühl und Bequemlichkeit.

Der Innenraum setzt das Design des Exterieurs fort und weist viele Anklänge an die Oberklasse-Modelle der Marke auf. Rundum herrscht das typische Audi-Gefühl: hohe Fensterlinie, bequeme Sitze, hochwertige Materialien. Es wurde so stilsicher noch mehr Luxus integriert, als würde man in Ingolstadt nichts anderes machen als edle Kabinen einzurichten. So ist die Instrumententafel zweistufig gestaltet. Sie variiert das Motiv des Singleframes und wird von einer breiten Chromleiste eingerahmt.

Auf dem jetzt digitalen Cockpit (Größe je nach Ausstattung verschieden) lassen sich per Multifunktions-Lenkrad vielerlei Infos in unterschiedlichen Ansichten aufrufen, alles hochauflösend und gut erkennbar. In der Mittelkonsole thront der Hauptmonitor mit einer Diagonale von 8,8 bis 10,1 Zoll. Und nicht zuletzt hilft das MMI Navi mit seiner „flachen Bedienstruktur und natürlich-sprachlichen Steuerung“ , wie Audi sie nennt, das Bedienkonzept zu verbessern. Nützlich ist auch die myAudi-App, die das Smartphone mit dem Auto vernetzt.

Optional lässt sich zudem ein Bang-&-Olufsen-Premium-Soundsystem mit virtuellem 3-D-Sound ordern. Die stattlichen 680 Watt Gesamtleistung werden immerhin von 15 Lautsprechern genutzt. Und bei der Ausstattung Design selection setzt das Kontur-/Ambientelichtpaket im Dunkeln nette Lichtakzente an der Mittelkonsole und den Türen. Es lässt sich in 30 Farben regeln und beleuchtet auch das Ablagefach unter der Instrumententafel sowie den quattro-Schriftzug über dem Handschuhfach beziehungsweise die Audi-Ringe bei frontangetriebenen Modellen.

Weitere Top-Extras sind die Zweizonen-Klimaanlage, die Standheizung, das beheizbare Lenkrad und das Panorama-Glasdach. Gegen Aufpreis ist außerdem eine Mittelarmlehne mit zwei integrierten Cupholdern an Bord. Auch vom Gepäckraum gibt es Neues zu berichten, lässt er sich doch dank der um 15 Zentimeter verschiebbaren Rückbank.  jetzt zwischen 530 und 675 Liter variieren. Klappt man die Rücksitzlehnen um, sind es gar 1.525 Liter. Wird die Hutablage nicht benötigt, findet sie unter dem Ladeboden Platz.

Als Motoren gibt es zum Start drei Benziner und einen Diesel mit Leistungen zwischen 150 und 230 PS. Alle Motoren sind Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Die Basismodelle bieten Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe, für die meisten Versionen sind auch Allradantrieb und eine 7-Gang-S-tronic möglich. Alle Aggregate erfüllen zudem die Euro 6d-temp-Norm.

Bei unserer ersten Testfahrt haben wir den Einstiegs-Benziner, den 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und Zylinderabschaltung ausprobiert. Unser erster Eindruck: Ein durchaus munterer Vierzylinder. Er ist kraftvoll genug und überzeugt auf ganzer Linie mit guter Laufkultur. Bereits bei niedrigen Touren liegen gut genährte 250 Nm an. Einmal in Fahrt stürmt er davon, als wären alle bayrischen Jäger gleichzeitig hinter ihm her.

Verblüffend dabei mit welcher Leichtigkeit und Handlichkeit sich das Auto stets dirigieren lässt. Herrlich zudem, wie punktgenau das DSG die Gänge findet und die Lenkung agiert. Der Verbrauchsschnitt unseres Bordcomputers lag bei 6,8 Liter Super, offizielle Verbrauchswerte von Audi kommen indes erst später. Klar, dass der neue Q3 mit den aktuellsten Assistenz- und Komfortsystemen aufwartet. Serie sind u. a. Pre Sense Basic und Pre Sense Front.  Die Preise starten für den neuen 1,5-l-TFSI-Benziner (150 PS) ab 33.500 Euro, für den 150-PS-Diesel bei 35.900 Euro.

MäMa-Testfahrt: Audi Q3

Audi Q3 35 TFSI

Motor: 1,5-Liter-Vierzylinder-TFSI mit Zylinderabschaltung, 150 PS

0 - 100 km/h: 9,2 Sekunden

Spitze: 207 km/h

Verbrauch: noch nicht bekannt

Kofferraum: 530 bis 1.525 l

Preis: ab 33.500 Euro

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