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Kia Ceed SW
Schönling und Praktiker gleichermaßen

MOZ / 14.11.2018, 14:59 Uhr - Aktualisiert 14.11.2018, 14:59
Frankfurt (Oder) ([]) Ein Kombi ist oft nicht gleich Kombi. Während die einen viel laden können, auch notfalls als Hobby-Spediteure taugen sind andere hingegen nur schick aussehende Möchtegern-Lademeister vor dem Herrn. Einer der als Schönling und Praktiker gleichermaßen daherkommt ist der Ceed SW. Kia schiebt von dem kompakten Frachter gerade die 3. Generation in die Schauräume. Mit trendigen Aussehen und zeitgemäßer Technik beweisen die Koreaner, dass sie auch in dem Metier weiter auf zack sind. Der Märkische Markt hat den Koreaner schon getestet.

Vorn sieht die gegenüber dem Vorgänger um zehn Zentimeter auf 4,60 Meter gewachsene Rucksack-Variante aus wie die Ceed-Limousine, dynamisch und richtig elegant. Kein Wunder, wurde doch an der Front als auch seitlich bis zur B-Säule alles vom erfolgreichen Fünftürer übernommen. Zum vom bildhübschen Stinger inspirierten Auftritt gehören beim SW denn auch der breite Grill in kia-typischer Tigernasen-Form, scharf gezeichnete Linien, die die Motorhaube länger wirken lassen und die Vier-Spot-LED´s im Tagfahrlicht. LED´s leuchten auch am wohlgeformten Heck, das gleichermaßen schlicht und elegant gezeichnet daherkommt.

Auch innen blieb vorn alles wie gehabt wie beim Fünftürer. Es gibt ein aufgeräumtes Cockpit mit wertigen, aufgeschäumten Kunststoffen, filigran eingesetzten Instrumenten. Wir freuen uns über die gute Qualität rundum, ertasten Soft-Touch-Materialien und Oberflächen mit satinierter Chromoptik. Das Armaturenbrett wirkt durch ihr horizontal ausgerichtetes Layout plastisch, nahtlos und schlank. Auf der Mittelkonsole prangt je nach Version ein bis zu 7 Zoll großer Touchscreen.

Wohlbefinden garantieren bei dem Familientransporter zudem die festen Polster. Nächster Pluspunkt: Wo andere mit Lifestyle-Attitüden aufwarten, sammelt der Koreaner vor allem mit optimaler Raumausnutzung Punkte. Und natürlich hat man dem SW ein ordentliches Heck auf den Rücken geschnallt. Pfiffig: Man braucht sich mit dem Autoschlüssel in der Tasche nur hinter das Auto stellen und schon öffnet sich (ohne Geste oder Fußbewegung) die Hecktür. Die Klappe reckt sich hoch, die Ladekante indes ist niedrig. Ebenso gut gelöst: Unter dem Kofferraumboden lassen sich in zwei großen Fächern sowohl das Laderaumrollo als auch die Gepäckraum-Trennnetz-Utensilien verstauen.

Und was kann er bunkern? Durch seine 2,65 Meter auseinander stehenden Achsen ist der Platz nahezu üppig. Vom Urlaub bis Umzug macht das beinahe topfebene, gut nutzbare Gepäckabteil des Asia-Frachters denn auch alles mit: 625 bis 1.694 Liter. Zur Erinnerung: beim Vorgänger waren es nur 528 Liter. Auch die Zuladung ist okay. Kann dem SW doch eine halbe Tonne zugemutet werden. Damit im Fond keine Unruhe aufkommt gibt es an Bord ausreichend Ösen zum verzurren von Kisten und Kästen als auch ein spezielles Schienensystem und Gepäckraum-Trennnetz. Eine Jalousie, die den Kofferraum verdeckt, ist ebenso Serie wie die Dachreling. Für Flexibilität sorgen je nach Ausstattung zudem eine zwei- oder dreigeteilte Rücksitzbank.

Die Antriebspalette umfasst drei Benziner mit 100, 120 und 140 PS sowie zwei Diesel mit 115 und 136 PS. Alle Triebwerke erfüllen die Euro 6d-Temp-Norm, die Turbobenziner arbeiten mit Ottopartikelfilter (OPF), die Diesel haben einen SCR-Kat und NOx-Speicher-Kat. Ein 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe (DCT) ist für die jeweils größeren PS-Varianten zu haben.

Im Test haben wir den neuen 1.4er Turbobenziner mit 140 PS und DCT. Er schiebt den Kombi ordentlich aus den Startblöcken, gibt sich auch über Land und auf der Autobahn als ein stets ausreichend starker und handfester Vierzylinder mit ansprechender Laufkultur und guter Leistungsausbeute (242 Nm). Beim Abrollkomfort fand man wie es sich für einen Kombi gehört den goldenen Mittelweg zwischen hart und weich. Für mehr Sicherheit und Komfort sorgen zudem verschiedenste neue Fahrerassistenzsysteme aus dem umfangreichen Kia-Regal.

Insgesamt ist der neue Ceed SW ein modern verpackter Kombi mit einer großen Portion Nutzwert der, obwohl Konfektionsware, trotzdem maßgeschneidert ist. Gegenüber der Limousine verlangt Kia einen Aufpreis von 1.000 Euro. Das Basismodell (100-PS-Beziner) kostet demnach ab 16.990 Euro, der günstigste Diesel (115 PS) ab  22.490 Euro.Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Kia Ceed SW

Kia Ceed SW 1.4 T-GDI DCT

Motor: 1,4-Liter-Turbobenziner, Vierzylinder, 140 PS

0 - 100 km/h: 9,4 Sekunden

Spitze: 206 km/h

Verbrauch: 5,7 Liter

CO²-Wert: 129 g/km

Kofferraum: 625 - 1694 Liter

Preis: ab 24.690 Euro

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