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Kia ProCeed
Leidenschaft und ein Hauch Eleganz

MOZ / 01.02.2019, 16:14 Uhr
Frankfurt (Oder) ([]) Kia erweitert seine Ceed-Familie ab sofort um eine neue Variante: den ProCeed. Er ist der erste 5-türige Shooting Brake eines Volumenherstellers in der Kompaktklasse, steht wie seine kürzlich eingeführten Ceed-Schwestermodelle ebenso auf der K2-Plattform und ersetzt den bisherigen coupéartigen Dreitürer. Der Märkische Markt hat mal geschaut, was der Neuling zu bieten hat.

Die Hülle des sportlichesten Mitglieds der Ceed-Familie sieht schon mal ausgesprochen flott aus. Auf jeden Fall ist es keines von der Stange, sondern eines nach dem man sich den Kopf verdreht. Kia gelang es, dem 4,61 m langen 5-Türer eine knackige Trimm-Figur zu verleihen. Der ProCeed, mit dem die Koreaner der Kundschaft eine neue Gefühlswelt eröffnen will, umströmen rundum Leidenschaft und ein Hauch Extravaganz. kommt mit geduckter Haltung daher. Besonders charakteristisch an dem schlank und geschmeidig wirkenden Sportler sind seine fast schon geduckte Haltung, die lang gestreckte Silhouette inklusive eines auffälligen, haiflossenförmigen Chromelements in der Fenstergrafik.

Gelungen designt wirken auch die stark geneigte Heckscheibe, das völlig eigenständige Heck samt durchgehenden Leuchtband sowie die beidseitige Auspuffanlage. So gezeichnet sticht er mit seiner Kombination von dynamischem Design und praktischen Qualitäten im Vergleich zu anderen kompakten Familienautos deutlich hervor. Mit einer Höhe von nur 1,42 m ist er zudem das flachste Fahrzeug im gesamten C-Segment und unterscheidet sich auch hier in Haltung und Proportionen deutlich von anderen Modellen und selbst auch von der Ceed-Familie.

Gelungen wirkt gleichwohl das auf Flott gepuschte Innere des Autos. Die sportliche Herrlichkeit genießen die Insassen auf maßgeschneiderten Sitzen mit packenden Polstern, die wie ein Sprinter-Dress passen. Die Sitze lassen sich dank der großen Vordertüren passabel entern. Hinten geht es logischerweise etwas enger zu. Klar, dass Kia an Alupedale, ein handfestes Dreispeichen-Sportlenkrad, farblich abgesetzte Steppnähte sowie vielerlei hochglanzpolierte Details gedacht hat. Gefällig zudem das ausgereifte Bedienkonzept, die gediegenen Materialien und die solide Verarbeitung.

Der Gepäckraum ist mit 594  Litern größer als bei vielen konventionellen Kombis im Kompakt-Segment. Für Variabiliät und Komfort sorgen eine dreigeteilte Rücksitzbank (40:20:40), ein Gepäckraum-Trennsystem auf Schienenbasis und eine per Sensor gesteuerte elektrische Heckklappe.

Als sportlichste Variante der Ceed-Familie wird der ProCeed ausschließlich in den Ausführungen GT Line und GT angeboten. Entsprechend werden in die Modelle nur stärkere Antriebe implantiert. Für den ProCeed GT Line stehen zwei neue Triebwerke zur Wahl, die bereits im Ceed und Ceed SW zum Einsatz kommen: ein 1,4-l-Turbobenziner mit 140 PS sowie ein 1,6-l-Diesel mit 136 PS. Einen echten Pulsbeschleuniger bietet dann noch die GT-Version, wird die Variante doch von einem 204 PS (265 Nm) starken 1,6-l-Turbobenziner befeuert. Alle drei Motoren entsprechen der Abgasnorm Euro 6d-Temp, die Benziner haben einen Ottopartikelfilter, der Diesel einen SCR-Kat und 12-l-Harnstoffbehälter. Statt der obligatorischen Sechsgangschaltung können die Modelle auch auch mit einem 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe mit Sportmodus geordert werden.

In der Praxis zeigt schon der kleinste Benziner keinerlei Energiemangel, kellt er doch lebhafte 242 Nm aus dem Vierzylinder und arbeitet ausgesprochen leise. Einzig wenn man die PS per Kickdown auf Vollzähligkeit überprüft, ist ein Grummeln aus dem Motorenraum zu vernehmen. In 9,1 s marschiert er auf 100 km/h, erst bei 210 km/h ist Sense. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei sparsamen 5,7 l (CO2 130 g/km). Besonders gefiel uns zudem das das ausgewogene Fahrwerk, welches selbst kurze Bodenwellen gut wegsteckt. Zur Basis gehören beispielsweise neben Klimautomatik, Radio mit 7-Zoll-Touchscreen, beheizbarem Lenkrad, LED-Frontscheinwerfer, 17-Zöllern auch eine Rückfahrkamera und Parksensoren hinten. Hinzu kommen zig elektronische Helferlein. Standard sind sowohl Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, aktiver Spurhalter, Fernlichtassistent und Müdigkeitswarner. Die Preise starten bei 27.690 Euro für den 140-PS-Benziner, der Diesel mit 136 PS ist ab 29.590 Euro zu haben, die GT-Topversion mit 204-PS-Benziner steht ab 31.190 Euro in der Liste.Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Kia ProCeed

Kia ProCeed 1.4 T-GDI

GT-Line

Motor: 1,4-Liter-Turbobenziner, Vierzylinder, 140 PS

0 - 100 km/h: 9,1 Sekunden

Spitze: 210 km/h

Verbrauch: 5,7 Liter

CO²-Wert: 130 g/km

Kofferraum: 594 – 1545 l

Preis: 27 690 Euro

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