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Trompetenklänge
Singschwäne machen Station im Nationalpark

MOZ / 04.02.2019, 16:27 Uhr - Aktualisiert 04.02.2019, 18:06
Criewen (MOZ) Für die Kelten war er mit der Sonne verbunden, als geschnitzte Grabbeilage wurde er in ägyptischen Pyramiden gefunden: der Schwan. Er galt bei unseren Vorfahren als Tier der Reinheit und des Lichts. In großer Zahl sind Singschwäne zu Beginn des Jahres gerne in Brandenburg zu Gast. Sie rasten bevorzugt auf Gewässern und ernähren sich dort von Wasserpflanzen. Auf Überflutungsflächen in großen Flussniederungen fühlen sie sich besonders wohl.Die größten Ansammlungen in Brandenburg sind im Nationalpark Unteres Odertal in den Monaten Februar und März zu beobachten. Mit dem Nahen des Frühlings setzt ab Februar die Paarbildung ein, dann erklingen verstärkt ihre weithin hörbaren trompetenartigen Rufe. Der Nordosten Deutschlands ist für russische, baltische und polnische Brutvögel das wichtigste Winterquartier. Abhängig vom Witterungsverlauf überwintern im Unteren Odertal regelmäßig Singschwäne in großer Zahl. Erst bei Vereisung der Schlafgewässer oder wenn die Nahrungspflanzen unter einer Schneedecke verborgen sind, weichen sie weiter nach Westen aus.

Im Nationalpark Unteres Odertal finden die Tiere optimale Bedingungen und ein Ausflug zur Beobachtung lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Herzstück des Nationalparks ist die Auenlandschaft des unteren Odertals. Hier finden sich große Polder, die regelmäßig überflutet werden. Typische Lebensräume und Arten der Aue konnten sich so erhalten.

Die bisherige Kulturlandschaft verschwindet auf großen Flächen und ein „Hauch von Wildnis“ hält hier wieder Einzug. Im Nationalparkhaus, dem Besucherzentrum des Nationalparks in Criewen, gibt es eine Ausstellung zum Anfassen und Mitmachen. Bis März ist es freitags bis sonntags von 10 -17 Uhr geöffnet. Hier kann die Auenlandschaft der Oderniederung erlebt und entdeckt werden. Die Ausstellung lädt auch zu einem spannenden Exkurs in die Landschaft und deren Geschichte ein. Jeder Besucher kann aktiv werden und auf einer Entdeckungstour durch 13 Ausstellungsbereiche den Geheimnissen der Natur näher kommen.

Ebenfalls eine schöne Möglichkeit, in die Welt der Singschwäne einzutauchen, ist die Veranstaltung „Die Singschwäne – graziöse Sänger aus dem hohen Norden“, die ein Mix aus Lesung, Vortrag, Exkursion und Wanderung ist.

(Termine: 2.3. Februar, Preis: 10,00 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre frei; Startpunkt: Nationalparkhaus Criewen)

Am 3. und 17. Februar bietet sich noch die Möglichkeit, an der „Singschwantour – Weiße Sänger im Nationalpark“ teilzunehmen. Bei der Tour entlang der gefluteten Polder kann man die großen Weißen beobachten, ohne sie zu stören. Es wird empfohlen, unbedingt ein Fernglas mitbringen!

(Preis: 10,00 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre frei; diese Tour startet ab Schloss Criewen;weitere Informationen unter: Nationalpark Unteres Odertal, Park 2, 16303 Schwedt/Oder;Tel.: 03332 2677-0;grün & wild - Singschwantour);Roland Schulz, Kanalstraße 3,16278 Schöneberg, OT Alt Galow;Tel.: 033338/85411)(tmb/db)

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