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Wieder eine Bahnverbindung
Von der Waldstadt zur Bäderstadt

Im Holzschuhmacher-Zentrum in Friedrichswalde erfährt man viel Wissenswertes über das Handwerk.
Im Holzschuhmacher-Zentrum in Friedrichswalde erfährt man viel Wissenswertes über das Handwerk. © Foto: M. Schäfer
MOZ / 11.02.2019, 11:48 Uhr
Templin ([]) Mit der Wiederaufnahme der Schienenverbindung zwischen Eberswalde und Templin sind zahlreiche weitere Ausflugsziele im Barnimer Land und der Uckermark nun auch über die Schiene erreichbar. Zwölf Jahre lang endete die Bahnstrecke in Joachimsthal. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 verkehrt die Regionalbahnlinie RB 63 bis nach Templin in der Uckermark. Neu im Fontanjahr ist außerdem die ganzjährige Zuganbindung nach Rheinsberg von Berlin beziehungsweise Löwenberg (Mark).

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und die Hanseatische Eisenbahngesellschaft (HANS) werden täglich sieben Zugpaare zwischen Templin, Joachimsthal und Eberswalde verkehren lassen. Der Betrieb ist vorerst für drei Jahre befristet. Mit der neuen Bahnverbindung dauert die Fahrt zwischen den beiden Städten Templin und Eberswalde nur noch rund eine Stunde. Gleichzeitig ergeben sich mit dem Zug neue Möglichkeiten für weitere Ausflugsziele in der Schorfheide.

So ist beispielsweise künftig das Dorf Friedrichswalde wieder über die Schiene zu erreichen. Der Ort im Barnimer Land war ehemals die größte Produktionsstätte für Holzschuhe in Deutschland. Doch auch heute ist die alte Tradition dort noch lebendig. Holzschuhmacher Johann zeigt Interessierten im Holzschuhmacher-Zentrum, wie aus einem Stück Erle, Pappel oder Weide mit historischen Maschinen ein tragbarer, robuster Schuh wird. (Kontakt: Heimatverein „Pfälzer Erbe“ Friedrichswalde e.V., Tel.: 033367/371)

Diese Tour (8,2 Kilometer) führt über Pflaster-, Feld- und Waldwege und ist markiert mit einem gelben Punkt. Start und Ziel für diese Wanderung ist die Schorfheide-Info in Joachimsthal. Von hier aus geht es zunächst zum Joachimsplatz mit Rathaus, Schinkelkirche, Kurfürstenbrunnen, Bienenschau- und Skulpturengarten. Danach in die gepflasterte Schönebecker Straße einbiegen, geradeaus weiter geht es zum Rundweg. An der Apfelallee links halten, vorbei an den Informationstafeln und anschließend nach rechts in den unbefestigten Waldweg biegen. Im weiteren Verlauf kommt ein Rastplatz, von wo aus man einen herrlichem Ausblick in die abwechslungsreiche Landschaft genießen kann. Der Schulsee liegt etwas versteckt hinter Weidengebüschen und Erlen. (Kontakt: Amt Joachimsthal, Joachimsplatz 1-3, 16247 Joachimsthal, Tel.: 033361/64637)

Der Natur-und Heimatverein Althüttendorf e.V. baute den Naturbeobachtungspunkt in Althüttendorf, auch liebevoll Eulenturm genannt. Er befindet sich am Ostufer des Grimnitzsees und ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Von hier aus können zu allen Jahreszeiten zahlreiche Vogelarten beobachtet werden. Im Spätherbst sind es täglich Hunderte von Zugvögeln, die am Ufer rasten, bevor sie ihren weiten Weg in die wärmeren Gefilde antreten. Auf dem Weg dorthin kommen Wanderer auf dem Dorfplatz an den so genannten Nornen-Skulpturen vorbei. Dabei handelt es sich um die drei germanischen Schicksalsgöttinnen Urd, Verdandi und Skuld. (Kontakt: Naturbeobachtungspunkt Althüttendorf, Neugrimnitzer Str. 1b, 16247 Althüttendorf)

Der Landgasthof „Zum Grünen Baum“ von Familie Räthel ist über die Grenzen der Uckermark hinaus bekannt. Das gemütliche Restaurant liegt in der Mitte des Uckermärkischen Dorfes und zeichnet sich durch eine kreative regionale und saisonale Küche aus. Im Obergeschoss des Hauses ist die Pension der Räthels mit 17 Betten zu finden. (geöffnet: Mo/Mi/Do 12-14.30 Uhr und ab 17 Uhr, Fr/Sa/So ab 12 Uhr; an dn den Wochenenden sollte man vorher telefonisch reservieren; Kontakt: Landgasthof „Zum Grünen Baum“ Dorfstr. 57, 17268 Temmen-Ringenwalde, Telefon: 039881/44016)

Eine bessere Verbindung auf der Schiene gibt es jetzt auch im Ruppiner Seenland. So fährt die Regionalbahnlinie RB 54 im Fontane-Jahr 2019 probeweise das ganze Jahr lang zwischen Berlin, Löwenberg (Mark) und Rheinsberg – also auch im Winter. Bislang lief der Betrieb auf dieser Zuglinie nur von April bis Oktober. Dieses Jahr werden jeweils fünf Zugpaare zwischen Rheinsberg und Löwenberg (Mark) verkehren – davon jeweils ein Zugpaar morgens von Berlin und abends ohne Umsteigen direkt zurück in die Hauptstadt. In den Sommermonaten soll es sogar sechs Zugpaare geben, zwei davon ohne Umsteigen von und nach Berlin. Damit ist die Stadt am Grienericksee mit den schmucken Türmen des Schlosses nun auch in der kalten Jahreszeit mit dem Zug erreichbar.

Eine spezielle Führung für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren durch das Schloss bietet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am 14. und 28 Februar um jeweils 14 Uhr an. Unter dem Titel „Kalte Füße, kalte Ohren – Könige haben auch gefroren“ erfahren die jungen Gäste, wie es sich im kalten Winter in so einem Schloss lebte. Dabei geht es nicht nur durch die prachtvollen Schlossräume, sondern auch durch den Keller und die Dienstbotengänge (Eintritt 8 bzw.6 Euro, Familienkarte 15 Euro;  Anm.: 033931/726-0) Noch bis zum 28. Februar geht es außerdem täglich außer montags ab 11 Uhr „Auf Amors Spuren durch das Schloss“. Bei der Führung entdecken die Gäste den Liebesgott an vielen Stellen und erfahren Interessantes und Lustiges. (Eintritt: 8 bzw. 6 Euro, ohne Voranmeldung)(db/pm)

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