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Theaternächte und Sommerkonzerte
Klostersommer in der Prignitz

MOZ / 28.06.2019, 10:44 Uhr
Kyritz/Heiligengrabe Historische Mauern umrahmen sommerliche Klostergärten – durch die Luft schwingen klassische Musik oder ausdrucksvolle Stimmen der Schauspieler. Beides können Besucher in der Prignitz genießen, wahlweise bei den "Theaternächten im Klostergarten" im ehemaligen Franziskanerkloster in Kyritz oder bei den "Sommerkonzerten" im Kloster Stift zum Heiligengrabe.

Das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis in Kyritz stammt aus dem 13. Jahrhundert. Mitte der 90er Jahre erweckten die "Kyritzer Knattermimen" das Kloster aus seinem Dornröschenschlaf und stellten den Klostergarten nach historischem Vorbild wieder her. Es entstand ein Open-Air-Theater, das sich schnell zum kulturellen Höhepunkt in Kyritz entwickelte. Seitdem entführen die Knattermimen ihr Publikum jeden Sommer vor den uralten Mauern der Klosterkirche in die Welt des Theaters. Klassische Werke der Weltliteratur, ein opulentes Bühnenbild und der Zauber des nächtlichen Klostergartens sorgen für ein unvergessliches Erlebnis bei den "Theaternächten im Klostergarten". In diesem Jahr sehen Theaterliebhaber noch am 29. Juni sowie am 6. Juli jeweils ab 20 Uhr das Stück "Die Geierwally". Die Kyritzer Knattermimen bringen den bekannten und mehrfach verfilmten Klassiker jedoch in der Fassung von Eckhard Kutzer aus den Bergen Tirols in die Prignitzer Wälde r. Die Karten für die Theaternächte kosten 15 Euro, der Vorverkauf läuft direkt über die Knattermimen.

Das 1287 gegründete Kloster Stift zum Heiligengrabe mit der Heiliggrabkapelle, Stiftskirche, dem Museum und Abteigebäude ist die einzige fast vollständig erhaltene Zisterzienserinnen-Klosteranlage Brandenburgs und bis heute ein lebendiger Ort religiöser Einkehr, aber auch kultureller Genüsse mit Konzerten und Seminaren. Bis 24. August lädt das Kloster jeden Samstag ab 17 bzw. 19 Uhr sowie an ausgewählten weiteren Terminen zu den "Sommerkonzerten". Der Höhepunkt der diesjährigen Konzertreihe ist am 13. Juli um 17 Uhr das "Trio Gaspard" als Gastauftritt der Brandenburgischen Sommerkonzerte in der Stiftskirche. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, um eine Spende in die Kollekte am Ausgang wird gebeten.

Wunderschön ist auch ein Rundgang durch die historischen Parkanlagen des Klosters entlang der Teiche, vorbei an breiten Wiesen, umrahmt von prachtvollen Blumenrabatten, mit Rast auf den Bänken im Schatten uralter Bäume. Bis zum 20. Dezember werden dienstags bis sonntags täglich 14 Uhr Führungen durch die Räumlichkeiten des Klosters angeboten. "Die mehr als 730-jährige bewegte Geschichte des Klosters, in dem es stets eine Frauengemeinschaft gab, können Besucher auf dem Klostergelände auch auf eigene Faust erkunden: 18 Stelen erzählen die Geschichten der Äbtissinnen und Bewohnerinnen des Klosters", berichtet Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz e.V.

Der heute bestehende kleine evangelische Konvent der Stiftsfrauen lebt nach dem Leitsatz der Zisterzienserinnen "ora et labora" – bete und arbeite. "Seit Jahrhunderten haben Frauen teils aus innerer Berufung, teils aus der Notwendigkeit der Familien heraus das Leben im Kloster gesucht. Die Stiftsfrauen heutiger Zeit können diese Entscheidung auch für eine begrenzte Anzahl von Jahren oder gar auf Probe treffen. Interessierte Frauen können sogar für eine selbst bestimmte Anzahl Tage zur inneren Einkehr ins Kloster kommen", so der Tourismuschef. Die heutigen Stiftsfrauen widmen sich heute frei gewählten Aufgaben und sind im Klosterladen, Kräutergarten oder bei Führungen anzutreffen.(meeco/db)

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