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Kia XCeed
Crossover mit knackiger Trimm-Figur

21.10.2019, 16:15 Uhr
Frankfurt (Oder) Kia erweitert seine Ceed-Familie demnächst um ein weiteres Mitglied. Nach der Limousine, dem Kombi (Sportswagon) und dem 5-türigen Shooting Brake ProCeed steht nun mit dem XCeed ein 4,40 m langer Crossover bereit. Mit ihm wollen die Koreaner die bisherige Lücke in der Golf-Klasse schließen. Sie platzieren ihre lifestylige Alternative zwischen den kleinerenStonic (4,14 m) und etwas größeren Sportage (4,50 m). Was der Neuling zu bieten hat? Der Märkische Markt hat ihn getestet.

Äußerlich hebt sich der Neuling schon mal deutlich von den anderen Ceed-Varianten ab. Die Designer wollen mit dem Modell ihrer Kundschaft eine neue Gefühlswelt eröffnen. Und das gelingt. Ein veränderter Grill und größerer Lufteinlass darunter sorgen schon mal für einen Gesichtsausdruck mit Crossover-Genen, schwarz verkleidete Radläufe und Seitenschweller, ein markanter Unterfahrschutz hinten und die Dachreling für eine knackige Trimm-Figur. Gleichwohl verleihen neu designte Leuchten vorn wie hinten der Hülle einen Hauch Extravaganz.

Die Insassen haben dank der Höhe von 1,48 m und dem Radstand von 2,65 m viel Platz und einen guten Überblick von ihren fünf maßgeschneiderten Sitzen. Uns gefallen das ausgereifte Bedienkonzept, die gediegenen Materialien und die solide Verarbeitung. Neu ist ein digitales Cockpit (optional), das im XCeed seine Europapremiere feiert. Das Kombiinstrument verfügt über einen 12,3 Zoll großen hochauflösenden Bildschirm. Dazwischen ist ein Multifunktionsdisplay platziert, das Infos zu Navi, Audio und Assistenzsystemen bietet.

Hinter der Kofferraumklappe findet sich ein opulenter Laderaum, ist er doch mit 426 Liter um 31 Liter größer als bei der Ceed-Limousine und wächst nach Umlegen der geteilten Rückbank auf solide 1.378 Liter.

Die Motorenpalette reicht von 115 bis 204 PS. Als Benziner fungieren drei turbogeladene Direkteinspritzer als Drei- und Vierzylinder mit 120, 140 und 204 PS. Hinzu kommen zwei 1.6er Diesel (CRDI) mit 115 und 136 PS samt Sauber-Kombi von NOx-Speicherkat und SCR-System für die Abgasreinigung. Anfang 2020 folgt noch ein Plug-in-Hybrid. Statt der obligatorischen Sechsgangschaltung können für die drei leistungsstärksten Motorisierungen optional ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe (DCT7) mit Sport-Modus geordert werden.

Laut Kia werden sich wohl mehr als 65 Prozent der Käufer für den 1.4er GDI mit 140 PS entscheiden. Ein Grund für uns, den Benziner etwas genauer zu testen. Wie druckvoll und gleichmäßig der Vierzylinder-Motor mit seinen 242 Nm aus jeglichen Drehzahlen anschiebt, ist ein Genuss. In nur 9,4 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, erst bei 200 km/h hört die Tachonadel auf zu wandern. Durchschnittlich nimmt er sich 6,0 Liter Super aus dem 50-l-Tank. Nur bei kurzen Sprints orgelt er leicht angestrengt vor sich hin. Die sechs Gänge sind hakelfrei, finden prima die Gassen. Mit der feinfühligen und direkten Lenkung lässt er sich exakt und spielerisch zu Richtungsänderungen bewegen.

Auch mit seiner Fahrwerksabstimmung macht das Auto einen guten Eindruck, es mangelt nicht an Komfort. Die Federung nimmt unterwegs Querfugen gekonnt die Spitzen und schwingt auf langen Wellen kaum nach. Das Fahrgefühl erhält so eine vergnügliche Note, die man in dieser Crossover-Kategorie kaum erwartet.

Klar verfügt der XCeed auch über eine breite Palette moderner Assistenzsysteme, die je nach Ausführung erhältlich sind. Serie sind beispielsweise ein Frontkollisionswarner, aktiver Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent. Auch sorgt ein intelligentes Parksystem für stressfreies Manövrieren auf engstem Raum. Das Basismodell mit 120-PS-Turbo-Dreizylinder-Benziner ist ab 21.390 Euro zu haben, unser getesteter 140-PS-GDI steht ab 22.390 Euro in der Liste, der günstigste Diesel (115 PS) kostet ab 23.790 Euro. Schon die Basisausstattung der drei genannten Modelle (Edition 7) lässt nur noch wenige Wünsche offen. Sind doch an Bord bereits Klimaanlage, 16-Zoll-Alufelgen, LED-Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer, Audiosystem mit 5-Zoll-Display, sechs Lautsprecher, Tempomat. Selbst ein Multifunktionslenkrad, zählt dazu, ebenso ein höhenverstellbarer Fahrersitz. Auch gehört bereits eine Mittelarmlehne mit Ablagefach, eine Mittelarmlehne hinten mit Getränkehaltern sowie eine 12V-Steckdose im Kofferraum zum Grundkomfort. Und nicht zuletzt haben beide Sonnenblenden einen Spiegel und sind beleuchtet.

Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Kia XCeed

Kia XCeed 1.4 GDI

Motor: 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner, 140 PS

0 - 100 km/h: 9,4 Sekunden

Spitze: 200 km/h

Verbrauch: 6,0 Liter Super

CO²-Wert: 137 g/km

Kofferraum: 426 bis 1378 l

Preis: ab 22.390 Euro

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