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Annika Ernst
Die Rolle der Elena färbt auf mich ab

MOZ / 09.05.2019, 12:50 Uhr
Berlin Von Jens Rümmler

Auffälliger roter Schopf sowie neugierige und fröhliche Augen. Dazu ein Lachen, das man sich merkt. Ihr Gesicht sah das geneigte Kino- und Fernsehpublikum schon häufiger. Doch jetzt macht auch der Name immer mehr die Runde: Annika Ernst spielte unter anderem schon in Til Schweigers "Zweiohrküken" und in "SoKo Leipzig". Auf SAT1 lief ab Januar die dritte Staffel der Serie "Einstein", in der sie an der Seite von Tom Beck die Kommissarin Elena Lange mimt. Annika Ernst entwickelte sich besonders in dieser Rolle vom Nachwuchstalent zur gefragten Schauspielerin. Kein Wunder, dass sie im April auch wieder in der RTL-Serie "Beck is back" zu sehen war.

Was viele nicht wissen: Die in Schleswig geborene Künstlerin lebt seit mehr als 17 Jahren in Berlin. Seit November 2016 ist sie Friedrichshainerin. "Ich wohne auf der schönen Halbinsel Alt-Stralau", sagt Annika Ernst nicht ganz ohne Stolz. Hier entstand in den letzten zwei Jahrzehnten aus einem Industriegebiet ein gefragtes Wohnquartier im Grünen. Das Wasser der Rummelsburger Bucht und der Spree umfließt die Landzunge. Die Schlote des Heizkraftwerks Klingenberg liegen allerdings auch in Sichtweite. Auf Alt-Stralau findet auch das Sonntagsfrühstück von Annika Ernst statt. "Mein perfektes Sonntagsfrühstück findet bei schönem Wetter auf unserer tollen Terrasse statt. Dazu gehören auf jeden Fall Kaffee, ganz viel Obst, ein gesundes Müsli mit Mandelmilch und Nüssen sowie – am Wichtigsten – meine Familie."

Die sportliche Darstellerin mag ansonsten den Prenzlauer Berg. "Da wohnen vieler meiner Freunde. Auch einige meiner Lieblinsgrestaurants befinden sich hier. Am allerschönsten finde ich aber Alt-Stralau", betont die 36-Jährige. Was sie an der Bundeshauptstadt grundsätzlich mag? "Dass hier jeder sein Ding machen kann, ohne jemals von anderen schräg angeguckt zu werden. An manchen Orten stören in der Hochsaison allerdings die Touristenmassen."

In Brandenburg gefällt ihr der Spreewald am besten, wie Annika Ernst erklärt. "In die Region Dahme-Heidesee fahre ich auch gern. Dort haben Freunde einen wunderschönen Hof. Die Natur ist teilweise unberührt und die Ruhe einzigartig."

Doch so sehr die Schauspielerin ihre Heimat schätzt, so gern schwärmt sie auch in alle Himmelsrichtungen aus. Zum letzten Weihnachtsfest (2018) war sie mit der Familie in Tansania – weshalb der Festtagsbraten entfiel. Zu den Reisehöhepunkten zählten aber auch schon Sehnsuchtsorte wie Bali, Seychellen und Malediven. In New York nahm Ernst am berühmten Marathon teil. "Ich liebe die Energie, die von den Läufern ausgeht. Es gibt keinerlei Konkurrenz und jeder gibt sein Bestes. Das ist eine wahnsinnig tolle Atmosphäre", schwärmt die Mimin. Das gelte übrigens auch für den Berliner Marathon, an dem die gebürtige Norddeutsche ebenso teilnahm. Reiseziele, die sie noch anpeilt, seien Island (auf einem Pferd) sowie die Küste Chiles (im Kleinbus). "Australien und Kanada stehen auch auf meiner Wunschliste", zählt die Film-Künstlerin weitere Destinationen auf.

Zwischendurch wird natürlich auch gedreht. Im Mittelpunkt steht da Elena Lange, die Annika Ernst seit 2015 in der Serie "Einstein" verkörpert. An der Figur der Elena gefalle ihr besonders deren taffe Art. "Ein bisschen davon hat in den vergangenen vier Jahren auch auf mich abgefärbt. Ich bin viel selbstbewusster geworden", beobachtete die Wahl-Berlinerin an sich selbst. Auf der anderen Seite sei Elena aber etwas einsam, beschreibt Annika Ernst die Filmfigur. Außer dem Film-Sohn und den Film-Kollegen gebe es nicht besonders viele Menschen im Lebensumfeld der Serien-Kommissarin. "Darum beneide ich Elena definitiv nicht."

In letzter Zeit sei die SAT1-Figur jedoch draufgängerischer geworden. Das wiederum spielt Annika Ernst in die Karten. "Das gefällt mir zum Spielen sehr gut, denn ich liebe Stunts und alles, was mit Action zu tun hat", sagt die Darstellerin, die von 2001 bis 2004 die Berliner Schauspielschule Charlottenburg besuchte.

Mit Kollege Tom Beck, in der Serie "Prof. Dr. Dr. Felix "Einstein" Winterberg", komme sie bestens klar. "Tom ist ein großartiger Kollege – und das nicht nur, weil er schon morgens um 5 Uhr am Set frisch und topfit aussieht. Noch viel wichtiger: Tom ist auch sehr bodenständig, extrem loyal, kollegial und hat einen ganz tollen Humor." Der Dreh einer Staffel mit zwölf Folgen dauert um die fünf Monate, ist zu erfahren. "Drehorte sind Köln und Umgebung", so Annika Ernst, deren Traum eine Rolle in einer großen Fantasy-Produktion wäre.

Auch Theater ist für die Alt-Stralauerin ein Thema, wie sie sagt. "Ich würde sehr gern mal wieder Theater spielen, am liebsten in der deutschen Uraufführung des Stücks ‚Harry Potter und das verschwundene Kind‘." Ins Kino geht die Schauspielerin eigenen Angaben nach regelmäßig. Der Fernseher läuft dagegen nicht immer. "Ich versuche mindestens einmal in der Woche ins Kino zu gehen. Da kann ich am besten abschalten. Ansonsten versuche ich immer up to date zu bleiben, was die deutsche TV-Branche so produziert und gucke auch sehr gern britische oder amerikanische Serien auf Netflix und Co."

Besondere Vorsätze oder Pläne für 2019 habe sie nicht, antwortet Annika Ernst auf eine entsprechende Frage des Reporters. Die Begründung? "Ich nehme mir nie etwas explizit fürs neue Jahr vor. Ich denke, wenn man etwas umsetzen und verwirklichen will, dann kann man immer damit anfangen und braucht dafür kein bestimmtes Datum."

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