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Zwei Minuten vor Mitternacht waren Karsten Behm und seine Feuerwehrkollegen aus Schwedt und Vierraden wieder von ihrem Einsatz zurück. Die Koniferenhecke eines Grundstücks an der Vierradener Chaussee war beim Feuerwerkeln in Brand geraten und sorgte für den größten Einsatz der Brandschützer an diesem Silvesterabend. Nach 1 Uhr gab es noch zweimal brennende Knallerreste auf der Krumbach- und Schillstraße zu löschen. In Angermünde musste die Feuerwehr kurz vor um 1 Uhr in die Scharfrichtergasse ausrücken, um brennende Mülltonnen zu löschen. Diensthabender Polizeihauptkommissar Ulf Richter meldete: "Die Silvesterfeiern sind ruhig und ohne größere Ereignisse verlaufen."
Dafür feierten die Uckermärker vielerorts ausgelassen in größeren Runden ins Neue Jahr. Beim Griechen im "Athen" am Wasserturm feierten Jeanette und Steffi mit ihren Partnern und Freunden im vollen Saal. DJ Christian "Krautzi" legte Wunschmusik wie "Die immer lacht" auf und hatte sofort eine volle Tanzfläche. In Schöneberg feierte der Dorfgemeinschaftsverein mit seinen knapp 100 Gästen im Kulturhaus zur Musik von DJ K.U. Mit dabei Pinnower, Schwedter und Gäste aus Criewen wie Ricardo mit Kind und Kegel. Im benachbarten Felchow legte Sven Golling im Festsaal des Schlosses für zirka 80 Gäste auf. Unter ihnen Ulrike Kücken. Sie konnten zwar nicht wie geplant um 0 Uhr auf den Wechsel nach Schwedt anstoßen, ließ sich aber den Spaß nicht nehmen. "Ich stoße darauf an, dass ich im neuen Jahr 30 deluxe werde".
Die Freunde des Theater Stolperdraht feierten traditionell im Saal des Kosmonaut und brachten sich mit Sketchen und Scenen ihres Karnevalsprogramms in Stimmung.
Die größte Silvesterparty erlebten die Gäste der Uckermärkischen Bühnen. DJ Bastian legte im Hauptfoyer vor vier Großbildschirmen auf, getanzt und gefeiert wurde aber auch im kleinen Saal, im Foyer im Obergeschoss mit einer Schlager-Band sowie im intimen theater, wo Katarzyna Kunicka und Tilman Hintze mit Band auf kleiner Bühne live spielten. Im Kreis der Tanzenden fiel eine große Familie auf, die ausgelassen mit einer Frau tanzte, die im Rollstuhl saß. "Meine Schwester Elke ist eigentlich eine Partymaus", erklärte Rita aus dem Kreis der zehn Familienangehörigen. "Aber nach einer schweren Erkrankungist sie jetzt auf den Rollstuhl angewiesen und kann nicht mehr allein zu solchen Feiern. Da hat unsere ganze Familie beschlossen, dass wir zusammen feiern und Elke eine tolle Feier schenken". Elke und ein Großteil der Familie kommt aus Bergen auf Rügen. Bruder Bodo, der in Schwedt wohnt und arbeitet, organisierte das Familientreffen an den Bühnen.