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Handball-Oberliga: HSV Peenetal Loitz - HC Neuruppin 27:29 (12:14) / Entscheidung 38 Sekunden vor dem Ende

Gorniak trifft spät und löst Jubeltränen aus

Gunnar Reblin / 27.04.2014, 21:51 Uhr
Loitz (MZV) Nach der Schlusssirene sangen die Neuruppiner "Auswärtssieg, Auswärtssieg, Auswärtssieg". Die pure Erleichterung nach einer an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase sorgte sogar für die eine oder andere Träne. Schließlich hatte Trainer Marcin Feliks 38 Sekunden vor dem Abpfiff die siegbringende Idee. Sein angesagter Spielzug führte zur 28:27-Führung. Mit der Schlusssirene trafen die Fontanestädter, die erst zum zweiten Mal in der Fremde doppelt punkteten, zum 27:29 (12:14)-Endstand.

Die Hallenuhr zeigte 59:22 Minute an. Beim Stand von 27:27 hatte der HCN mehrere Angriffe gefahren, längst wurde von den Schiedsrichtern Zeitspiel angezeigt. Als Rückraum-Shooter Krysztof Gorniak zum Wurf hochstieg, legte dessen Trainer Feliks die Grüne Karte auf den Tisch. "Der Ball ging nicht rein. Zum Glück haben die Referees die Auszeit akzeptiert", so der HCN-Coach. Bei Wiederaufnahme des Spiels rechneten die Loitzer mit einem Block für Franz Breu, doch der HCN brachte erneut Gorniak in Wurf-Position. Und diesmal traf er. Führung. Zehn Sekunden hatten die Gastgeber noch, gaben aber einen harmlosen Wurf ab. Der HCN legte nach. Sieg.

Feliks: "Natürlich sind wir alle erleichtert. Doch uns steht noch ein Endspiel bevor." Um sich allen Abstiegsorgen zu entledigen, auch wenn Platz zwölf reichen könnte (RA berichtete), muss ein Sieg zum Saisonfinale daheim gegen die SG OSF Berlin her. "Zugleich müssen wir aber auch auf Schützenhilfe hoffen", macht Feliks deutlich. Für den HCN ist nun sogar noch Rang neun möglich. Hingegen stehen mit SG TMBW Berlin und HC Spreewald zwei Absteiger definitiv fest.

Zurück zum Spiel in Loitz: Mit einem 5:1-Lauf erwischten die Hausherren den HCN zu Beginn auf dem falschen Fuß. "Das war ein richtige Kampfansage", so Feliks. Eine Auszeit samt Umstellung auf eine 5:1-Deckung brachte den HCN ins Spiel zurück. Plötzlich führte der Gast mit 11:8. Bis zur Pause wurde eine Zwei-Tore-Führung gehalten - 12:14.

Anschließend legte der HCN nach dem 14:14 immer vor, Loitz zog nach (14:14, 17:17, 23:23). "Diese Partie war unglaublich körperbetont." So war es nicht verwunderlich, dass Lee-Roy Nietzel die Rote Karte (drei Zeitstrafen) sah (40.). Beim Stand von 27:27 verpasste Loitz die Führung (59.). Die verbleibenden Sekunden waren dann nichts für schwache Nerven. Der im Februar zurückgeholte Gorniak zeigte schließlich seine ganze Erfahrung.

HCN: Fornal, Kröcher - Breu (12), Gorniak (7), Kaczmarczyk (6), Lück (1), Kaberidis (1), Nietzel (1), Galus (1), Schröder, Klünder

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