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Madame Curie verpflichtet

Sportlich auf der ganzen Linie: Fachbereichsleiter Henry Köhn und der Zwölftklässler Nicholas Stricker
Sportlich auf der ganzen Linie: Fachbereichsleiter Henry Köhn und der Zwölftklässler Nicholas Stricker © Foto: Heike Weißapfel/MZV
Heike Weißapfel / 08.11.2013, 17:40 Uhr
Hohen Neuendorf (MZV) Wer war nochmal Marie Curie? Im gleichnamigen Gymnasium in Hohen Neuendorf lernen das jedes Jahr alle Neulinge - und sie teilen es dem Rest der Schülerschaft in einem Theaterstück zur Auffrischung mit.

Als Marie und Kazimierz heiraten wollen, bekommt dessen Vater für seinen Wutausbruch viel Applaus. Der gilt aber nicht der Ablehnung dieser Ehe, die dann auch nicht zustande kam, sondern der Bravour, mit der sich der Schüler ins Zeug legt. Die Siebentklässler haben sich am Donnerstag mit ihrem Spiel als "echte" Marie-Curie-Gymnasiasten profiliert und somit diese besondere "Aufnahmeprüfung" der Schule geschafft.

Es war der 146. Geburtstag von Marie Curie, der im Hohen Neuendorfer Gymnasium traditionsgemäß begangen wurde. 1867 in Warschau geboren und am 4. Juli 1934 im französischen Passy gestorben, war Madame Curie als Wissenschaftlerin eine Ausnahmeerscheinung - in ihrer Zeit sowieso. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie beispielsweise die chemischen Elemente Radium und Polonium. Sie lehrte als erste Frau an der Sorbonne, der berühmten Pariser Universität, erhielt den Nobelpreis sowohl für Physik als auch für Chemie und starb an den Folgen der radioaktiven Strahlen, die sie erforschte. Im Ersten Weltkrieg war sie mit einem Röntgenwagen unterwegs, damit verwundete Soldaten so schnell wie möglich untersucht werden konnten.

In kurzen Szenen stellten die Jugendlichen die Wissenschaftlerin und ihr Umfeld vor. Musikalisch unterstützt wurde das Spiel in der vollen Turnhalle von Solisten, einer Gruppe von Zwölftklässlerinnen und dem Chor des Gymnasiums.

Nicht nur ihr wird am Marie-Curie-Tag die Ehre erwiesen, sondern auch Persönlichkeiten der Schule selbst werden gewürdigt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf zwei sportliche Größen: den Zwölftklässler Nicholas Stricker und den Sport-Fachbereichsleiter Henry Köhn.

Als Preisträgerin des Vorjahres lobte Pia Eiser Talent, Aufmerksamkeit und große Hilfsbereitschaft an ihrem Mitschüler Nicholas. Der hat sich unter anderem als Trainer um das Basketballteam der Mädchen verdient gemacht. Das Team hat beim Vattenfall-Cup den 1. Platz belegt.

"Spitzentyp" und "wegen ihm bin ich heute Sportlehrer" hieß es in einem witzigen Video mit Interviews zu Sportlehrer Henry Köhn. Fachlehrerin Lisette Noack sagte in ihrer Laudatio, Henry Köhn gehöre "zu unserer Schule wie der Ball zu einer Ballsportart". Seit 22 Jahren am Marie-Curie-Gymnasium, hat er dessen Förderverein mitgegründet. Die Weihnachtsturniere im Volleyball und Fußball gehen ebenso auf sein Konto wie der Multiple-Sklerose-Lauf, das Sportfest und die Radtouren. Dabei gilt Henry Köhn als ein Lehrer, der sowohl den Schülern als auch den Kollegen gegenüber hält, was er verspricht. "Er tut lieber die Dinge, die nötig sind, statt lange darüber zu reden", sagte Lisette Noack. Aus dem Publikum gab es donnernden Applaus.

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