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Chancenlos auf dem Parkett

Kein Durchkommen: So sehr sich Antonia Brehme auch mühte, gegen die Hennigsdorfer Mädchen standen die Handballerinnen vom Schinkel-Gymnasium auf verlorenem Posten.
Kein Durchkommen: So sehr sich Antonia Brehme auch mühte, gegen die Hennigsdorfer Mädchen standen die Handballerinnen vom Schinkel-Gymnasium auf verlorenem Posten. © Foto: MZV
Matthias Haack / 15.01.2014, 20:14 Uhr
Wittstock (MZV) Nach wie vor rennen die Prignitz und Ostprignitz-Ruppiner Handballer den Gegnern aus Oberhavel hinterher. Auch das vorletzte Regionalfinale im Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" bedeutete für die Gastgeber Endstation.

In der Wittstocker Stadthalle trumpften am Mittwoch die beiden Qualifikanten aus Oberhavel nach Belieben auf. Selbst im Halbfinale erwiesen sich die Kontrahenten des Runge-Gymnasiums Oranienburg und des Puschkingymnasiums Hennigsdorf als hoffnungslos unterlegen. Es hagelte zweistellige Niederlagen.

Die Hennigsdorfer Mädchen konnten es sich sogar leisten, gegen das Schinkelgymnasium Neuruppin eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen. Eine Rückraumspielerin wurde wegen Hüftbeschwerden geschont. Dennoch baute Hennigsdorf den 10:2-Halbzeitvorsprung auf 19:5 aus. Schulsportkoordinator Axel Simon: "Es ist sehr deutlich zu erkennen, dass hier Mädchen von ihrem Vereinshandball profitieren" und spielte damit auf die Sportvereine Eichstädt, Liebenwalde oder OHC an. Zwar setzten die Wittstocker und Neuruppiner ebenfalls Handballerinnen vom SV Union ein, doch viel zu wenige, um der Übermacht ernsthaft Widerstand zu leisten. Die Wittstockerin Luisa Theus beispielsweise trägt im Punktspielbetrieb das Unioner Trikot, im Regionalfinale jedoch das der Wittstocker Mannschaft. Sie markierte im Ruppiner Derby (8:11) alle Treffer für ihre Schule.

Dass dennoch mehr als der sechste beziehungsweise vierte Platz für die Ruppiner drin war, verdeutlichen die Spielverläufe. Wittstock führte im Platzierungsmatch gegen Pritzwalk mit 4:1. Vier Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte Pritzwalk die Partie mit dem vierten von fünf Toren in Serie gedreht. Ähnlich erging es den Schinkel-Mädchen: Sie lagen gegen Wittenberge mit 3:4 zurück, wendeten durch eine nicht zu stellende Janine Müller das Spiel zum 9:6 (drei Minuten vorm Ende). Wittenberge kam auf, glich aus und ging durch einen Neunmeter in der Schlussminute in Führung. Der Gegenzug, zwei Sekunden vorm Schluss, endete mit einem Hammer von Janine Müller an der Querlatte. Der abschließende Freiwurf von Müller, gegen eine sechsköpfige Mauer, landete im Aus. Damit verfehlten "wir unser Ziel - eine Medaille", bedauerte Rudolf Rienaß, der die Mannschaft mit Sportlehrerin Elke Lucke betreute.

Blieb die Qualität der Partien bis zum Endspiel hinter den Erwartungen zurück, so schenkten sich die Finalisten anschließend nichts. Hennigsdorf überrannte zunächst Oranienburg und lag in einer temposcharfen und zweikampfgeprägten Partie mit drei Toren in Führung. Aber Hennigsdorf zollte der fehlenden Ersatzbank Tribut. Drei Absagen musste das Team kurz vor der Abfahrt am Morgen hinnehmen, fasste Sportlehrer Arnim Sotzko die Misere zusammen. Damit fehlte nach einer Stunde Gesamtspielzeit die Kraft, um die aufkommenden Oranienburger zu bremsen. Mit vier Treffern in Folge leitete das Runge-Gymnasium die Wende ein und baute sie zum 9:6-Endstand aus. Der Lohn: Das Runge-Gymnasium fährt zum Landesfinale nach Elsterwerda (26. Februar).

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