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Das Maß aller Dinge

Am Kreis durchgetankt: Tobias Schulz war am Sonntag beim 32:21-Heimerfolg seines HC Neuruppin nicht nur wieder ein umsichtiger Abwehrchef, sondern vorn auch zweimal erfolgreich. Die bis dato beste Offensive, die vom Gast, blieb diesmal blass.
Am Kreis durchgetankt: Tobias Schulz war am Sonntag beim 32:21-Heimerfolg seines HC Neuruppin nicht nur wieder ein umsichtiger Abwehrchef, sondern vorn auch zweimal erfolgreich. Die bis dato beste Offensive, die vom Gast, blieb diesmal blass. © Foto: MZV
Gunnar Reblin / 29.11.2015, 21:54 Uhr
Neuruppin (RA) Der HC Neuruppin hat für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem klaren Heimerfolg über den HSV stellt ab sofort das Team aus der Fontanestadt nicht mehr nur die beste Abwehr, sondern nun auch den besten Angriff. Der Spitzenplatz in der Landesliga ist die logische Konsequenz.

Wie heißt es so schön? Der beste Angriff gewinnt Spiele, die beste Abwehr hingegen die Meisterschaft. Wenn es so ist, ist dem HCN der Titel bereits nach dem achten Spieltag nicht mehr zu nehmen.

Die bis dato beste Offensive der Liga stellte bis zum Sonntag der HSV. Zu sehen war von der Abteilung Attacke im Sportcenter jedoch ziemlich wenig. Nur in der Anfangsphase konnten die Gäste einigermaßen mithalten. Die kurzzeitige Führung (3:1/6.) entriss der HCN den Münchebergern mit einem famosen Lauf nach der 13. Minute. Torwart Tobias Kröcher parierte vier Bälle in Folge und HCN-Kapitän Marcel Pekrul fand in beinahe jedem Angriff die Lücke in der HSV-Abwehr. Peu à peu setzten sich die Hausherren ab. Beim Stand von 13:6 (24.) stellten sich die 130 Zuschauer schon auf ein Schützenfest ein. Als Christian Koall quasi mit der Schlussgong der ersten Halbzeit mit einem Hüftwurf zum 17:10 traf, war endgültig Partystimmung.

Laut HCN-Trainer Christian Will habe der Gegner vereinzelt lediglich von seiner individuellen Qualität gelebt und von der Stärke am Kreis. Doch diese Trümpfe stachen auch nach der Pause viel zu selten, um Neuruppin in Verlegenheit zu bringen. Selbst als Will mit Beginn der zweiten Durchgangs mehrere Wechsel vornahm, beherrschte der Gastgeber Ball und Gegner. "Wir mussten nicht alles aus uns rausholen heute. Das Ergebnis spricht aber für sich", so Will mit Blick auf das Endresultat, das eine Elf-Tore-Differenz auswies.

Die kam zustande, weil der Gast den HCN schönen Handball zelebrieren ließ. Da konnte viel probiert werden, jeder wurde in Abschlussaktionen gebracht - allen voran traf Christian Koall quasi nach Belieben. "Der hat ja richtig aufgedreht", freute sich Coach Will. Und spätestens nach dem zwischenzeitlichen 25:15 (44.) war der Klassenunterschied zwischen beiden Teams nicht nur auf dem Parkett, sondern auch an der Anzeigentafel deutlich geworden.

Ein gelöster HCN-Trainer, der beim Spiel seiner Schützlinge an diesem Tag lediglich die vielen frühen Abschlüsse monierte, befand mit einem Lächeln auf dem Gesicht: "Die beste Offensive der Liga stellt nicht der HSV, sondern wir."

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