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Blumiges Zusammenspiel vor 1:0-Führung

Felix Ziem (l.), hier gegen Prenzlaus Thomas Iwanek, machte für den Außenseiter in der ersten Hälfte viel Betrieb.
Felix Ziem (l.), hier gegen Prenzlaus Thomas Iwanek, machte für den Außenseiter in der ersten Hälfte viel Betrieb. © Foto: Carola Voigt
Jörg Matthies / 03.05.2017, 07:40 Uhr
Prenzlau (MOZ) Uckermarkligist Blau-Weiß Energie Prenzlau II hat am frühen Montagabend im Uckerstadion das Endspiel um den Lübzer-Kreispokal der Fußballer mit 2:1 gegen Kreisligist Fortuna Schmölln für sich entschieden.

Freistoß-Flanke Marcel - Kopfball Danny - 1:0. Ein gelungenes Zusammenspiel der Blume-Brüder wies nach gut einer Stunde die Richtung, die ein lange Zeit ziemlich ausgeglichenes Finale schließlich nehmen sollte.

Vor einer stattlichen Kulisse - für den gesamten Endspiel-Tag mit vier Partien im Uckerstadion gab der Fußballkreis eine Zu-schauerzahl von rund 1000 an - fanden die Schmöllner Fortunen als erster Kreisliga-Finalist der Uckermark-Pokalgeschichte ohne großen Respekt vor dem höherklassigen Kontrahenten ordentlich ins Match. Mit Windunterstützung und von den - mit weiß-roten und roten Fahnen sowie Trommeln gut ausgerüsteten - Fans angefeuert, setzte Tim Busse mit zwei Freistößen aus zentraler Position die ersten Zeichen, doch beide Male verfehlte er den Kasten. Auf der anderen Seite hatte Marcel Blume, der herausragende Spielgestalter der Kreisstädter an diesem Tag, die erste richtig gute Möglichkeit, als er einen Nachschuss aus der Drehung am verwaisten Tor vorbeisetzte (8.).

Nach einer halben Stunde bestrafte der gute Schiri Enrico Schulze ein Foul des Prenzlauers Manuel Wilski an Busse mit Gelb - da sich beide Spieler danach noch ein Gerangel lieferten und Wilski noch einen Kommentar von sich gab, sahen die Kontrahenten weitere Gelbe Karten. Weil dies für Wilski damit die zweite war, komplettierte der rote Karton die "Ampelkarte".

Was zur Folge hatte, dass der Kreisoberligist nun mindestens eine Stunde lang in Unterzahl auskommen musste. Um es vorwegzunehmen: Dieses ungleiche Spielerverhältnis wurde zu keiner Zeit offensichtlich.

Stephan Mittelstädt vergab für die Schmöllner in Strafraum die letzte Chance vor dem Seitenwechsel. Torlos ging's in die Kabinen. Aus diesen kamen beide Seiten offenbar mit dem Vorhaben, schnell einen Treffer vorzulegen. Aber Marcel Blumes Versuch passierte knapp den langen Pfosten (46.) und Lars Fester rutschte nach dem direkten Gegenzug der Ball beim Abschluss im Strafraum über den Senkel (47.). Ansonsten passierte auf beiden Seiten bis zum genannten Energie-Führungstor nicht viel. Der souveräne Kreisliga-Spitzenreiter hätte sich danach gern gegen die Niederlage gewehrt, doch immer offensichtlicher wurde die bei vielen Akteuren nachlassende Kraft (erste Krämpfe schon nach gut einer Stunde).

So verwalteten die Kreisstädter ziemlich clever ihren knappen Vorsprung und trafen eine Viertelstunde vor Ultimo entscheidend: Nach einer Flanke in den Strafraum scheiterte Eric Ziese erst an Schlussmann Marcus Lüdtke, den Nachschuss aber setzte er zum 2:0 ins lange Eck (75.). Christian Houdelett köpfte bei seiner letzten Aktion noch knapp neben den Pfosten (83.). Als für die meisten wohl das Endresultat schon feststand, zog Sebastian Wegner einfach mal aus 25 Metern ab und traf (2:1/88.).

Das war's dann aber: Der Cup bleibt in der Kreisstadt, nachdem Blau-Weiß I vor zwölf Monaten die Trophäe gewonnen hatte.

¦ Trainer-Stimmen:

Andreas Lemcke, Prenzlau: "Einer hat für den anderen gekämpft - der Sieg war vor allem Lohn für eine mannschaftlich sehr geschlossene Leistung. Immerhin spielten wir eine Stunde in Unterzahl und mussten noch zwei Spieler verletzt auswechseln."

Detlef Wuttke, Schmölln: "Die Prenzlauer haben sich cleverer angestellt. Einige bei uns hatten bei ihrem ersten Finale wohl auch zu viel Muffensausen. Fakt ist: Wir können über den Einzug in dieses Endspiel glücklich sein."

Tore: 1:0 Danny Blume (63.), 2:0 Ziese (75.), 2:1 Wegner (88.) - Gelb/Rote Karte: Wilski (Prenzlau II)

Prenzlau II: Hannemann, Schwarz, Wilski, Turowski (73. Ludwig), Schröder, Ziese, Mante, Schulz (44. Danny Blume), Iwanek, Theel (50. Mundt), Marcel Blume

Schmölln: Lüdtke, Krumrey, Houdelett (84. Schröder), Köpke, Fester, Kowalski, Mittelstädt (87. Schwanke), Sproßmann, Ziem (60. Wutschik), Wegner, Busse

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