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Hauptstadtteam unterliegt in Oranienburg Unics Kazan

Alba-Basketballer gefeierter Verlierer in Oranienburg

Harter Kontrahent: Unics Kazan (in Grün) forderte die Berliner in allen Bereichen. In dieser Szene hat es Peyton Siva schwer, sich durchzusetzen.
Harter Kontrahent: Unics Kazan (in Grün) forderte die Berliner in allen Bereichen. In dieser Szene hat es Peyton Siva schwer, sich durchzusetzen. © Foto: MZV
Steffen Kretschmer / 04.09.2017, 06:00 Uhr
Oranienburg (OGA) Trotz Niederlage viel gute Laune in der Halle: Die Basketball-Profis von Alba Berlin haben ihr Testspiel gegen Unics Kazan mit 61:72 verloren. Der Stimmung bei den Fans tat das jedoch keinen Abbruch. Sie feierten ihr Team in der Oranienburger MBS-Arena.

"Diese Partie ist für uns absolutes Pflichtprogramm", sagt Torsten Friebe, der mit der gesamten Familie in der Halle war. Der Oranienburger war früher selbst aktiv und ist seit gut zehn Jahren großer Fan der Albatrosse. "Es ist richtig toll, dass die Partie mal nicht Berlin stattfindet."

Genau das sieht auch Frank Radke aus Zehdenick so, der genau wie Torsten Friebe natürlich mehrfach im Jahr auch bei Spielen in der Hauptstadt zu Gast ist. "Deshalb hat es sich natürlich angeboten, auch hierher zu kommen. Schön, dass sich Alba in der Region präsentiert", erzählt er. "Außerdem ist das auch mal eine große Abwechslung zum Fußball."

Mit 856 Zuschauen war die MBS-Arena rappelvoll und damit ausverkauft. Für Matthias Hennig kommt das überhaupt nicht überraschend. Der Grundschullehrer aus Lehnitz sprach von einem wichtigen Event für alle Fans. "Es ist eine super Atmosphäre, man sitzt richtig dicht dran." Hennig ist Inhaber der C-Lizenz für Basketballer. Mit Alba ist er deshalb nicht nur auf privater, sondern auch in beruflicher Hinsicht stark verbunden. Denn der 40-Jährige betreut die Mannschaft der Friedrich-Wolf-Grundschule aus Lehnitz und feierte mit ihr große Erfolge. "Wir sind beim Alba-Schulcup die beste Grundschule Brandenburgs geworden", sagt er stolz.

Auch wenn sie am Sonntag verloren, sah Matthias Hennig gegen Kazan "gleichwertige Berliner". Ähnlich gut gestimmt war trotz der Pleite Torsten Friebe, der sich "enorm auf die anstehende Saison freut. Alba Berlin hat tolle Verpflichtungen getätigt. Ich bin richtig gespannt."

Den besseren Start in die Partie erwischte ganz klar Kazan. Unics dominierte das Geschehen auf dem Feld und entschied das erste Viertel mit 25:17 für sich. Es brauchte etwas Zeit, ehe sich die Albatrosse gegen den ball- und treffsicheren Kontrahenten ins Spiel fanden und sich bis zur Pause auf 33:36 herankämpften.

Dass noch nicht alles passte, war für Power Forward Tim Schneider völlig normal. Der 20-Jährige wusste die Leistung seines Teams gut einzuordnen. "Kazan ist eine super Mannschaft. Die Abstimmung auf dem Feld stimmt bei uns noch nicht - sowohl offensiv als auch defensiv. Wir brauchen noch mehr Zeit."

Die Entscheidung in dieser Begegnung fiel im dritten Viertel. Bei Alba griff weiterhin noch nicht jedes Rädchen ins andere, und Unics spielte sich zwischenzeitlich in einen kleinen Rausch. Unter dem Korb, ob im Angriff oder in der Abwehr, fischten die Kazan-Spieler reichlich Rebounds weg. Zudem war die Trefferquote deutlich besser als bei den Berlinern.

44:60 hieß es bei Anpfiff des letzten Viertels. Zwar kam bei Alba kurz Hoffnung auf, doch noch das Spiel zu drehen - Dennis Clifford machte sechs Punkte in Serie, davon zwei umjubelte Dunks -, doch Kazan war an diesem Tag einfach einen Tick besser und abgeklärter. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagt Alba-Spieler Tim Schneider.

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