Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Handball
Anschluss zur Spitze verloren

13-fache Torschützin: Elisa Dahlke (Foto aus dem Heimspiel gegen den HSV Falkensee) markierte für den HC Angermünde fast die Hälfte der 27 erzielten Treffer im Auswärtsspiel beim LHC Cottbus. Mit 40 Treffern in nur fünf bisher absolvierten Begegnungen ist Dahlke die dritteffektivste Spielerin aller Mannschaften in der laufenden Brandenburgliga-Saison.
13-fache Torschützin: Elisa Dahlke (Foto aus dem Heimspiel gegen den HSV Falkensee) markierte für den HC Angermünde fast die Hälfte der 27 erzielten Treffer im Auswärtsspiel beim LHC Cottbus. Mit 40 Treffern in nur fünf bisher absolvierten Begegnungen ist Dahlke die dritteffektivste Spielerin aller Mannschaften in der laufenden Brandenburgliga-Saison. © Foto: Carola Voigt
Jörg Matthies / 05.12.2018, 02:45 Uhr
neu (MOZ) Die Chance, sich als Tabellenzweiter etwas Luft zu den Verfolgern zu verschaffen, konnten die Handballerinnen des HC Angermünde beim Lausitzer HC Cottbus nicht nutzen. Die Gäste unterlagen mit 27:32 und haben nun drei Punkte Rückstand zu Tabellenführer MTV Altlandsberg II.

Zunächst fällt ein neuer Name im HCA-Aufgebot auf: Marta Zajaczkowska (19) stand in Cottbus zum ersten Mal zwischen den Pfosten bei den Uckermärkerinnen. Die Polin bringt ein paar Drittliga-Erfahrungen aus dem Nachbarland mit – „wochenlang haben die Formalitäten für ihren Einsatz bei uns gedauert“, erläutert jetzt der HCA-Vorsitzende und Coach Danny Reinicke.

Der fehlte (urlaubsbedingt) diesmal an der Linie, und auch insgesamt war man nur zu zehnt in die Lausitz-Metropole gereist. „Es ist nicht wegzureden, dass wir arbeits- und auch krankheitsbedingt bei Weitem nicht mit voller Kapelle antreten konnten“, analysiert Übungsleiter Dirk Cavalier die Rahmenbedingungen. Für Zajaczkowska wurde es leider ein Einstand mit 32 Gegentreffern. „Es war einiges Gutes dabei, aber die Abstimmung mit der Abwehr muss natürlich erst noch mehr trainiert werden.“

Dem Gast gelang es zunächst, einen 0:2-Rückstand wettzumachen und selbst in Führung zu gehen (2:3/5.), als Elisa Dahlke einen ihrer elf Siebenmeter im Tor unterbrachte. Nur einen Fehlversuch hatte die insgesamt 13-fache Torschützin letztlich im Protokoll zu stehen. Wie gewonnen – so zerronnen, könnte man die nächste Phase umschreiben. Aus dem 2:3 machten die Hausherrinnen eine 5:3-Führung, nach 22 Minuten stand ein 8:8 zu Buche, ehe sich der LHC eine Pausenführung herauswarf (12:10).

Mit neuem Mut und drei Dahlke-Treffern in Folge hielten die Gäste nach Wiederbeginn Schritt (13:13/33.). Doch dann kassierten sie drei Zeitstrafen binnen sehr kurzer Zeit. Teilweise sogar in doppelter Unterzahl spielend, ließ man die Cottbuserinnen trotzdem nicht ziehen (15:14/37.) und glich durch Petra Hahne sogar zum 15:15 aus (40.). Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wissen konnte: Den HCA-Damen gelang in den verbleibenden 20 Minuten keine eigene Führung mehr.

War es nach 43 Minuten noch sehr knapp (19:18), sollte nun die vorentscheidende Spielphase folgen. Beim 23:19 (46.) gab es erstmals eine Vier-Tore-Differenz, aber Julia Baumanns Doppelschlag brachte den Gast noch einmal auf 23:21 heran.

Die 51. Minute wurde zum Knackpunkt: Die Uckermärkerinnen bekamen zwei Siebenmeter zugesprochen, der zweite wurde noch mit einer LHC-Zeitstrafe „garniert“ – doch beide Strafwürfe konnten nicht im Tor untergebracht werden. Janine Duckert nutzte die Überzahl lediglich zu einem Treffer (24:22/53.). Dann trumpfte die zweitbeste Torwerferin der Liga, Neira Voigt (bereits 58 Treffer in sieben Partien), auf und warf ihr Team mit 26:22 in Front (54.).

Zwei verwandelte Dahlke-Siebenmeter wurden zum letzten Hoffnungsschimmer der Gäste (26:24/55.), dann schafften die Lausitzerinnen die endgültige Entscheidung, als sie in weniger als zwei Minuten dreimal in Folge einnetzten (29:24/57.).

Der Rest war hüben wie drüben Ergebniskosmetik bis zum 32:27-Endstand. Was Dirk Cavalier zum Fazit kommen ließ: „Vor allem in der Schlussviertelstunde fehlten einigen Spielerinnen doch die Kraftreserven, weil wir eben kaum Möglichkeiten zum Wechseln hatten. Insgesamt muss man schon sagen, dass es ein äußerst körperbetontes Match war – die hohe Anzahl von Siebenmetern und Zeitstrafen spricht ja schon Bände. Aber gepfiffen wurde trotzdem nur ein zu geringer Anteil an harten Attacken – da müssen die Unparteiischen im Frauen-Handball tatsächlich auch mehr eingreifen.“

Mit dem LHC steht der HCA jetzt nach Minuspunkten gleich, bleibt aber Tabellenzweiter. Nun kommt die nächste, wohl bislang schwerste Saison-Herausforderung: Am Sonntagnachmittag (16 Uhr) treten die Angermünderinnen in der Altlandsberger Erlengrund-Sporthalle beim ungeschlagenen Spitzenreiter MTV II an. Auch wenn man dort nach der Papierform zunächst Außenseiter ist, besteht doch für den HCA die Möglichkeit, bei einem Sieg bis auf einen Zähler an das Team aus dem Kreis Märkisch-Oderland heranzurücken. Den Jahres- und zugleich Hinrundenabschluss gibt es dann am 15. Dezember mit dem Heimspiel gegen Germania Massen (10.).

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG