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Motorsport
Welt zu Gast in den Müllerbergen

Jörg Matthies / 19.01.2019, 02:15 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Oderstadt wird auch 2019 wieder Ausrichter nationaler und internationaler Sportveranstaltungen sein. Wenn die SSV PCK im Sommer ihr 60-jähriges Bestehen feiert, sind im August Deutsche Bogensport-Meisterschaften angesagt, Landestitelkämpfe gibt es im Kegeln im Mai. Den Höhepunkt aber setzen die Motocross-Piloten Anfang Oktober.

Mit dem Slogan „Die Welt zu Gast in den Müllerbergen“ könnte man auf den 5. und 6. Ok-­tober vorausblicken. Dann findet am Rande des Schwedter Ortsteils Blumenhagen der Nationen-Cup statt, „das international größte Ereignis des Jahres für Seitenwagen-Besatzungen und Quadfahrer“, zeigt sich Eddy Schulz, Vorsitzender des gastgebenden MC Schwedt, schon ein Dreivierteljahr vorher in großer Vorfreude. „Zum Saisonabschluss werden wir dann alle aktuellen Weltmeister bei uns am Start haben. Mehr als 20 Nationen haben schon jetzt für die Quadrennen, 14 für die Seitenwagen-Wettbewerbe gemeldet“, ergänzt Schulz.

Zusagen liegen unter anderem aus den USA und Kanada vor, die Brasilianer halten sich bisher noch bedeckt. Und natürlich werde auch die europäische Elite den Weg in die Oderstadt finden. „Beim Nationen-Cup startet jede Länderauswahl mit drei Fahrern pro Disziplin“, erläutert Eddy Schulz. Zuvor werden im September die Einzel-WM-Läufe der Saison beendet.

Neben all der Vorfreude wissen die Verantwortlichen beim MC Schwedt natürlich auch, dass da noch viel, viel Arbeit vor ihnen liegt. Organisiert ist bereits, dass eine Lausitzring erfahrene professionelle Crew als Sicherheitsteam für die Strecken-­betreuung im Einsatz sein wird. Ärzte mit der notwendigen FIM-Lizenz seien geordert. Die Strecke an sich, das hören die Schwedter immer wieder aus berufenem Munde, müsse zwar hergerichtet, aber durch ihre exzellente Qualität (sie ist mit dem Prädikat „Sehr gut“ für internationale Wettkämpfe abgenommen) nicht mehr verändert werden.

Ein kleiner Clou ist Eddy Schulz erst kürzlich gelungen. Als bei „real“ auf dem großen Oder-Center-Parkplatz die Unterstände für die großen Einkaufswagen ausgewechselt wurden, war Schulz sofort zur Stelle und hat für „kleines Geld“ die Altbestände für künftige Mechaniker-Boxen auf die Rennstrecke geholt. „Die Startanlage muss noch erweitert werden, auch unseren Campingplatz werden wir weiter ausbauen“, blickt Schulz auf einige weitere Punkte, die ihm schon durch den Kopf gehen, seitdem die Oderstädter vor Jahresfrist beim FIM-Kongress in Rom den Zuschlag für dieses Großereignis erhalten hatten.

„Nach unseren vielen guten Veranstaltungen in den vergangenen Jahren ist die Ausrichtung des Nationen-Cups jetzt noch einmal eine große Anerkennung für unseren Verein und auch für die Stadt insgesamt“, schätzt Schulz ein. Natürlich seien auch das Land und weitere Sponsoren gefragt, um rundherum großartige Tage zu organisieren. Die ersten Fahrer werden sich schon am Mittwoch oder Donnerstag vor den Rennen einfinden, Sonnabend werden dann die Trainings ausgetragen.

„Noch ist einiges zu stemmen – wir wollen ja auch ein großes Beiprogramm bieten, werden ein großes Festzelt mit Musik am Abend haben, wollen einen Shuttle-Service zur Rennstrecke organisieren. Duschcontainer sind noch nötig, Absprachen mit dem DRK sind zu führen, Strom für die Wohnmobile zu organisieren“, ist der Tausendsassa schon wieder beim Aufzählen der nächsten Aufgaben. „Wir wollen die Nummer 1 sein oder vielmehr bestätigen, dass wir sie sind.“ Und schon macht sich Eddy Schulz wieder auf den Weg.

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