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Boxen
Oberhavels Nachwuchs überzeugt im Ring

Steffen Kretschmer / 16.05.2019, 14:30 Uhr
Oberhavel (MOZ) Der Ring ist ihr Zuhause. Und eben jenes Zuhause wurde für die Nachwuchs-Boxer aus dem Landkreis Oberhavel für einige Tage in das Sport- und Bildungszentrum nach Lindow verlegt. Einen Ort, an den sich wohl einige Talente noch lange Zeit zurückerinnern werden. Denn auch ihnen gelingt es nicht jeden Tag, eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften der Kadetten zu holen.

Klare Kopf- und Körpertreffer

Vom Oranienburger BC boxte sich Ragnar Flett bis ins Halbfinale durch. Im Kampf um den Einzug ins Finale, er boxte drei Runden im Vorwärtsgang, setzte der Kreisstädter dann klare Treffer an Kopf und Körper seines Gegners. Für einen Sieg sollte dies allerdings dennoch nicht reichen. Flett velor knapp gegen den Landesmeister aus Sachsen, Payam Jusofie, der sich später dann selbst im Finale geschlagen geben musste. "Was es im Boxen noch nie gab: Beide Kämpfer haben am selben Tag Geburtstag", sagte Joachim Flett, der gemeinsam mit Margit Flett als Betreuer fungierte, zum Duell von Ragnar.

Etwas, das noch nie da war, hatte auch der Zehdenicker Boxring zu feiern. "Von uns hatte bis zu diesen Meisterschaften noch niemand an solchen Wettkämpfen teilgenommen", sagte Trainer Michael Ungar. Zumal einer seiner Schützlinge auch gleich Bronze mit nach Zehdenick brachte. Die erste Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft: Ein Fall für die Geschichtsbücher des Vereins. "Das spricht für eine super Entwicklung im Nachwuchsbereich", so Ungar, der fest davon ausgeht, dass auch im kommenden Jahr Junioren-Boxer aus der Havelstadt in diesem Ring stehen werden. "Die drei Jungs haben gezeigt, dass der Boxsport in Zehdenick lebt und eine Zukunft hat."

Mit Herz und Mut

Bronze erkämpfte für den Boxring David Franzen, der in Lindow zwei beherzte und couragierte Auftritte hinlegte. Im Halbfinale der Kadetten (76 kg) lieferte sich der Zehdenicker mit Tim Büttner aus Mecklenburg Vorpommern "eine wahre Ringschlacht. Er hat stark geboxt, aber trotzdem leider verloren", sagte Coach Michael Ungar, der sich von der Leistung von David Franzen dennoch "absolut begeistert" zeigte. "Er hat unwahrscheinlich viel Herz gezeigt und großen Mut bewiesen."

Zwei weitere Zehdenicker Kämpfer hatten jeweils im Viertelfinale das Nachsehen. Elias Buhse (40 kg) unterlag nach tapferer Gegenwehr dem Berliner Sportschüler Sofjan Ajeti (Lichtenberg 47). Vereins-Kollege Imran Khan (48kg) verschlief die erste Runde hingegen komplett. Er arbeitete sich zwar gut zurück in den Kampf und machte gegen den Schweriner Sportschüler Lance Merker in der zweiten und dritten Runde viel richtig. Doch an der Niederlage gab es nichts mehr zu korrigieren. Ungar lobte dennoch den "großen Kampfeswillen" seiner Jungs. Zudem könne Imran Khan die Sportschule besuchen darf, freute sich der Zehdenicker Trainer.

NationaleTitelkämpfe

Die Meisterschaften wurden an fünf Tagen durchgeführt. Wobei es zu Beginn um Dinge wie das Wiegen ging. Die ersten Kämpfer stiegen an Tag zwei in den Ring.

Das Wiegen wurde dabei täglich wiederholt. Ebenso gab es immer wieder eine medizinische Untersuchung der Teilnehmer. ⇥skr

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