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Baltic Sea Youth Games
Bogen und Speer veredelt

Udo Kühl und Kerstin Bechly / 12.07.2019, 06:45 Uhr
Müllrose/Eisenhüttenstadt (MOZ) Mit der Bogenschützin Lisa-Marie Kühl und der Leichtathletin Tabea Ziems gehörten zwei Nachwuchssportler aus Müllrose und Eisenhüttenstadt der Brandenburger Delegation bei den XI. Baltic Sea Youth Games an. Die Jugendspiele im schwedischen Karlstad vereinten Sportler der Jahrgänge 2002 bis 2005 aus sieben Ostsee-Anrainerstaaten,

Für die Bogenschützen waren zwei Wettkämpfe ausgerufen worden, am Sonnabend die Olympische Runde und am Sonntag die Feld- und Waldrunde. Die 13-jährige Lisa-Marie Kühl von der Müllroser Schützengilde erlebte in Karlstad ihren ersten internationalen Wettkampf. Trotz dieser Premiere setzte sich die amtierende Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse auf der Olympischen Runde sofort an die Spitze des Feldes. 72 Pfeile waren aus einer Entfernung von 40 Metern auf die Scheibe zu schießen – auch das war neu für Lisa-Marie, für die sonst 60 Pfeile gefordert sind.

Nervenflattern und übergroßer Respekt vor der internationalen Konkurrenz kamen nicht auf. Zur Hälfte des Wettkampfes hatte sie sich schon einen Vorsprung von 18 Ringen erarbeitet, den sie im zweiten Durchgang ausbauen konnte. Mit 664 Ringen schoss die Schlaubetalerin eine persönliche Bestleistung, was zugleich ein neuer Brandenburger Rekord ist. Auf den Plätzen zwei und drei kamen Bogenschützen aus dem Gastgeberland Schweden.

Beim Feld-und Waldschießen waren 12 Scheiben auf einen Parcours mit unbekannter Entfernung gestellt worden. In dieser Disziplin hatte Lisa-Marie noch nie einen Wettkampf geschossen. So dauerte es bis zur siebten Scheibe, bis das Gefühl für diesen Wettkampf da war. Danach übernahm die Müllroserin die Führung und gab diese nicht mehr ab. Mit zwei Goldmedaillen bei zwei Starts ist das internationale Debüt von Lisa-Marie Kühl mehr als erfolgreich gelungen.

Letzter Wurf bringt Edelmetall

Bei zwei Starts kehrte Tabea Ziems von der BSG Stahl Eisenhüttenstadt mit einmal Bronze aus Karlstad zurück. In den Speerwurf-Wettbewerb war sie mit der viertbesten Weite eingestiegen. Erst mit dem sechsten und letzten Versuch konnte sich die 14-Jährige noch einmal verbessern. Der Lohn der 33,88 Meter war der dritte Platz. Schlecht lief es im Kugelstoßen, wo Tabea Fünfte mit 7,91 m wurde. "Ich hatte Schmerzen an der Hand und kam deshalb mit der Technik nicht zurecht", berichtete die Stahl-Athletin. Auch im Speer lief nicht alles optimal. "Es war recht windig und die Speere waren weicher als ich es kenne. Sie sind nach dem Wurf schnell nach vorn gekippt", erklärt Tabea. Am Ende war das zweitrangig: "So ein internationaler Wettbewerb war etwas völlig Neues für mich. Es ist super, so etwas miterleben zu dürfen", schwärmte Tabea, die dafür gern die fast 24-stündige Anreise nach Mittelschweden in Kauf genommen hatte.

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Regionalsport Tabea Ziems Speer Karlstad Jugendspiel

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