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Fußball
Preussen beenden Negativ-Serie

Wer ist der schnellere Sprinter? Der Bernauer Andrew Lubega (links) und der Ex-Bernauer und Torschütze zum entscheidenden 3:2, Ceif Ben-Abdallah, rangeln um den Zugriff zum Ball.
Wer ist der schnellere Sprinter? Der Bernauer Andrew Lubega (links) und der Ex-Bernauer und Torschütze zum entscheidenden 3:2, Ceif Ben-Abdallah, rangeln um den Zugriff zum Ball. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 21.10.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 21.10.2019, 10:19
Eberswalde (MOZ) Vorne hui – hinten pfui. Wenn man die Leistung bei zwei gegnerischen Fußballmannschaften so auf den Punkt bringen kann, dann haben die Zuschauer in der Regel Glück, denn sie sehen viele Tore. So geschehen im Barnim-Duell in der Brandenburgliga zwischen Gastgeber Preussen Eberswalde und dem FSV Bernau.

Gleich fünf Treffer gab es zu bestaunen. Besondere Note: Alle drei Eberswalder Tore erzielten Spieler, die im vergangenen Jahr noch das Dress des FSV trugen. "Eigentlich haben wir also 5:0 gewonnen", befand daher ein FSV-Fan mit leicht säuerlichem Lächeln.

In einem bis zum Schluss packenden Barnim-Derby in der Fußball Brandenburgliga besiegt Gastgeber Preussen Eberswalde den FSV Bernau mit 3:2
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Preussen Eberswalde besiegt Nachbarn aus Bernau

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Coach gibt Fehler zu

Nach dem Spiel fand Preussens Coach Frank Schwager besondere Worte für seine Jungs. "Danke, dass ihr mich heute gerettet und meine Fehler ausgebügelt habt", erklärte er selbstkritisch. Denn Schwagers Taktik, mit einer Dreierkette zu beginnen und das Mittelfeld zu verdichten, ging nicht auf. Eric Krause wurde daraufhin in die Viererkette berufen.

Die Gastgeber gingen früh in Führung. Nach einer Ecke von Kim Schwager verlängerte Steven Zimmermann auf den Ex-Bernauer Thorben Schöffel, der am langen Pfosten einschob zum 1:0 (4.). "Da dachte ich schon, jetzt haben wir verloren. Denn immer, wenn Thorben ein Tor schießt, verlieren wir normalerweise", grinste Kim Schwager später.

Den Ausgleich erzielte zehn Minuten später Bernaus Andy Madjouka, der Glück hatte, dass Eberswaldes Ersatzkeeper Jacek Malanowski ausrutschte und nicht mehr eingreifen konnte.

Aluminium schwer geprüft

Da beide Abwehrreihen nicht stabil standen, ergaben sich in dem gutklassigen und von hohem Tempo geprägten Brandenburgliga-Duell gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die zwingenderen hatten die Hausherren, die gleich mehrfach Latte und Pfosten trafen. Jean-Pierre Dellerue, Philip Januschowski, Kim Schwager und Thorben Schöffel verfehlten nur um Zentimeter das Ziel. Auf der anderen Seite vergab Bernaus Milos Savkovic gleich zwei gute Möglichkeiten.

Besser machte es Omid Saberdest, den die Eberswalder nie in den Griff bekamen. Er setzte sich im Laufduell gegen Ben-Abdallah durch und erhöhte für die Gäste auf 1:2. Doch kurz vor der Pause konnte FSV-Keeper Danny Kempter einen Schuss auf sein Tor nur wegfausten, Ceif Ben-Abdallah bekam den Zugriff und bediente Dellerue, der sich mit dem Ausgleich bedankte.

Auf Messers Schneide

In Halbzeit zwei stand das Spiel permanent auf des Messers Schneide. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Ruhig hinsetzen konnte man sich nie", gab Frank Schwager später zu. Denn die Bernauer setzten nun alles daran, aus dem Westendstadion doch noch drei Punkte mitzunehmen. Preussen hatte Probleme mit der Zuordnung, blieb hinten anfällig, profitierte dann aber von einem teuren Fehlpass der Bernauer. Ceif Ben-Abdallah hatte aufgepasst, erlief sich den Ball und marschierte auf Keeper Danny Kempter zu, den er mit einem gefühlvollen Lupfer zum 3:2 überwinden konnte. "Wir haben aufgrund dieses dicken Fehlers verloren – nicht zum ersten Mal", so FSV-Coach Tom Heidemeier.

Ex-Bernauer freut sich

Preussen-Torschütze Thorben Schöffel dagegen strahlte. "Das ist nochmal was anderes, wenn man gegen die Leute trifft, die man in der letzten Saison noch an seiner Seite hatte." Es gebe aber noch viel zu tun für sein Team. "Bei uns brennt es hinten immer, da müssen wir einfach noch solider werden. Aber wir sind eine neu zusammengewürfelte Truppe, wir brauchen noch ein bisschen Zeit. Und in der Winterpause Verstärkung, denn mit derzeit 14 Leuten ist unser Kader einfach zu klein. Da geht uns spätestens ab März dann die Puste aus."

Zunächst haben sich die Eberswalder nun auf Platz elf aber etwas Luft nach unten verschafft. Für den FSV Bernau geht es am Sonntag mit dem nächsten Derby weiter. Es wartet Union Klosterfelde.

Eberswalde: Jacek Malanowski – Nick Lange, Christian Amuri, Thorben Schöffel – Tobias Köpnick, Steven Zimmermann, Eric Krause – Jean-Pierre Dellerue (74. Kohei Suzuki), Kim Schwager, Philipp Januschowski – Ceif Ben-Abdallah

Bernau: Danny Kempter – Leonnel Noukimou, Philipp Marcel Schmid (80. Pascal Lange), Philipp Pönisch, Norman Flach  (69. Alexander Schadow) – Andy Madjouka (69. Damir Coric), Marinko Becke, Milos Savkovic, Lukas König – Omid Saberdest, Antrew Lubega

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