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Handball
Heimschlappe zum Auftakt

Gemeinsames Leiden an der Seitenlinie: Jahn-Übungsleiter Gunnar Kunze und Mannschaftsleiter Thomas Mattias (links) hatten im Heimspiel gegen den SC Trebbin wenig Grund zur Freude.
Gemeinsames Leiden an der Seitenlinie: Jahn-Übungsleiter Gunnar Kunze und Mannschaftsleiter Thomas Mattias (links) hatten im Heimspiel gegen den SC Trebbin wenig Grund zur Freude. © Foto: Udo Plate/MOZ
Udo Plate / 15.01.2020, 06:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Das erste Pflichtspiel der Bad Freienwalder Brandenburgliga-Handballer des Jahres 2020 geht mit einer Niederlage in die Geschichtsbücher ein. Die Kurstädter unterlagen gegen den SC Trebbin mit 25:27 (12:13).

Was die Zahlen nicht verraten: Die Jahn-Truppe hielt in der einmal mehr rappelvollen Kurstadthalle nur eine Halbzeit lang gegen die Gäste mit. Bereits zur Pause lagen sie mit 12:13 im Hintertreffen. Nach dem Wiederanpfiff der Schiris Maik Lehmann/Martin Prokof ereilte sie zeitgleich mit der deutschen Nationalmannschaft eine letztlich 25:27-Abfuhr. Die Lektion der deutschen Elite-Akteure gegen die Iberer in Trondheim fiel indes mit 26:33 deutlicher aus.

"Da machten sich konditionelle Defizite bemerkbar und zudem ist gegen eine geschlossene Mannschaftsleistung mit Einzelaktionen kaum etwas zu gewinnen", hatte nicht nur Jahn-Mannschaftsleiter Thomas Mattias am späten Samstagabend richtigerweise einige Gemeinsamkeiten der Kurstädter und des deutschen Auswahlteams ausgemacht.

Doch zurück in die Kurstadthalle: Die Gäste, in deren Reihen mit Jakob Henschke ein Ex-Kurstädter einen starken Auftritt ablieferte, erwischten zunächst den besseren Auftakt und gingen umgehend mit drei Treffern in Front (3:6). Vor allem Torsten Wagner (3) narrte die Jahn-Defensive, während die Freienwalder Offensive mit Fehlversuchen glänzte. Und hätten Jahns Markus Block sowie Miska Skenderi nicht doch gegen Trebbins Schlussmann Luca Schönfeld getroffen, die Partie hätte bereits zur Halbzeit entschieden sein können.  Doch dann ließ Trebbin angesichts der zunächst kaum vorhandenen Gegenwehr die Zügel merklich schleifen und die Heimtruppe kämpfte sich verbissen in die Partie zurück. Mit Toren von Oliver Viert und vor allem Leon Jagow robbten sich die Gastgeber bis zur Pausen-Sirene wieder bis auf 12:13 heran. Trebbin hatte sichtbare Mühe die Kontrolle zu behalten. Dennoch nahmen die Gäste den knappen Vorsprung mit in die Halbzeit.

Unmut an der Seitenlinie

"Mit der Anfangsphase waren wir nicht einverstanden. Das haben wir in der Kabine auch deutlich zu verstehen gegeben", meinte Bad Freienwaldes Teamchef Thomas Mattias, der während der gesamten 60 Minuten an der Seitenlinie neben Trainer Gunnar Kunze ständig in Bewegung war.

Direkt im Anschluss an den Seitenwechsel war es dann Oliver Viert, der unter dem ohrenbetäubenden Jubel den 13:13-Ausgleich erzielte. In der Folgezeit gelang es dann zunächst keinem Team sich entscheidend abzusetzen. Bis zum 21:21 in der 49. Minute blieb es eine Begegnung auf Augenhöhe. In der Schlussphase schwang sich jedoch ausgerechnet der Ex-Bad Freienwalder Rückraumspieler Jakob Henschke zum spielentscheidenden Akteur auf. Seine Treffer zum 21:22 und 23:25 verfehlten ihre Wirkung auf die Heimtruppe nicht. 25:27 lautete es beim Ertönen der Schluss-Sirene, wobei der Schlussakkord natürlich Jakob Henschke mit dem27. Trebbiner Tor gehörte.

"Bei uns fehlte die Kraft. Wir kamen mit zunehmender Spieldauer immer häufiger den berühmten Schritt zu spät", hatte Thomas Mattias mehr Kraftreserven bei den Gästen ausgemacht.

Jahn Bad Freienwalde: Jakub Wamka – Markus Block (2), Max Mattias (2), Oliver Viert (6), Raik Höhne (1), Marc Hieronimus, Max Schmidt, Björn René, Henrik Fischbach, Leon Jagow (6), Tim Gollung (4), Misa Skenderi (4), Theo Raeck

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