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Handball
"Das Saisonziel nach oben schrauben"

Dünne Personaldecke: Eberswaldes Trainer Dirk Ehrlich (Mitte) greift in der Verbandsliga immer wieder auch auf Spieler der eigenen Reserve zurück. "Wir trainieren auch zusammen", sagt der Coach.
Dünne Personaldecke: Eberswaldes Trainer Dirk Ehrlich (Mitte) greift in der Verbandsliga immer wieder auch auf Spieler der eigenen Reserve zurück. "Wir trainieren auch zusammen", sagt der Coach. © Foto: Andreas Gora
Steffen Kretschmer / 13.02.2020, 06:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die letzte Niederlage der Mannschaft stammt vom 9. November 2019 aus der Partie beim SSV Falkensee. Sie war für den 1. SV Eberswalde so etwas wie das Ende eines holprigen Saisonstarts und gleichzeitig der Beginn einer Erfolgsserie, die für Trainer Dirk Ehrlich nur zu gern noch lange anhalten könnte.

Herr Ehrlich, in welchen Zaubertrank ist Ihre Mannschaft denn gefallen? Die zurückliegenden sieben Spiele konnten in der Verbandsliga alle gewonnen werden. Geht das bis zum Ende der Saison weiter?

Es läuft tatsächlich viel besser, als wir es vor dieser Saison erwartet hatten. Wir hatten uns anfangs das Ziel gesetzt, besser als in der vergangenen Spielzeit abzuschließen. Das ist uns schon jetzt gelungen. Damals waren wir Siebter und hatten in 22 Spielen 19 Punkte geholt. Aktuell stehen wir nach 14 Begegnungen bereits bei 22 Zählern, sodass wir unser Saisonziel  etwas nach oben schrauben können.

Woher kommt die neu gewonnene Stärke des 1. SV Eberswalde?

Als wir Spiele gewonnen haben, die für uns wirklich gut gelaufen sind, ist das Selbstbewusstsein der Spieler immer weiter gestiegen. Das war deutlich zu spüren. Das hilft uns aktuell dabei, auch während einer Partie aus einer Talsohle herauszukommen.

Ihr Team hat sich dann scheinbar selbst in einen positiven Lauf hineingearbeitet. Kommt das, gerade mit dem Blick auf die dünne Personaldecke, überraschend?

Unsere Arbeit ist auch eng mit der der zweiten Mannschaft verbunden. Wir trainieren zusammen und fast jeder Spieler aus der Reserve hatte auch schon Einsatzzeiten bei uns in der Verbandsliga. Das schweißt zusammen. Zudem sind wir größtenteils von Verletzungen verschont geblieben. Genau das hat den Spielern einfach erlaubt, dass sie Fortschritte in ihrer Entwicklung machen konnten.

Welchen Anteil hat ein Spieler wie Neuzugang Max Connor Schäfer an der momentanen Erfolgsgeschichte?

Er hilft uns enorm weiter und passt einfach richtig gut in die Mannschaft. Würden wir ihn nicht dabei haben, hätten wir sicher auch weniger Punkte auf dem Konto.

Werden nach dieser Saison noch weitere Spieler zum 1. SV  Eberswalde stoßen?

Wir beschäftigen uns natürlich mit neuen Spielern. Allein schon, um den Kader zu verbreitern und möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Und um dann vielleicht nach der Saison 2020/2021 den Weg in die Brandenburgliga zu gehen?

Wenn wir in dieser Spielzeit den zweiten Platz halten sollten, wäre das für uns ein super Ergebnis. Klar ist aber auch, dass es in der Saison darauf dann eigentlich nur ein Ziel geben kann. Verschlechtern will sich doch niemand.

Haben Sie denn in der laufenden Serie noch die Hoffnung, dass der Spitzenreiter 1. VfL Potsdam doch noch patzt und ihrem Team jetzt schon der Aufstiegs-Coup gelingen könnte?

Ich denke, dass sich Potsdam keine großen Ausrutscher mehr leisten wird. Interessant wird es höchstens, wenn der VfL mal gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel verlieren sollte. Letztlich müssen wir aber auch auf uns schauen und selbst nicht stolpern. An diesem Sonnabend müssen wir beispielsweise in Wittenberge antreten. Das wird nicht einfach. Das Ziel müssen wir aber immer haben, gegen eine solche Mannschaft zu gewinnen.

Restprogramm

15. Februar: Wittenberge (A/17 Uhr)

29. Februar: Eichstädt (H/17 Uhr)

7. März: Hennigsdorf (A/18 Uhr)

14. März: Falkensee (H/16 Uhr)

21. März: Neuruppin (H/16 Uhr)

28. März: Wittstock (A/17.30 Uhr)

25. April: Werder II (A/13.30 Uhr)

2. Mai: Wusterwitz (H/16 Uhr)

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