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Volleyball
Der SV Lindow-Gransee sendet starke Signale

Vorfreude: Manager Dirk Schmidt (links) sieht die großen Stellschrauben beim Zweitligisten SV Lindow-Gransee bereits fein justiert. Dazu zählt auch der Trainerposten. Coach Peter Schwarz bleibt – künftig ohne Doppelbelastung. Denn er beendete sein Engagement in Oranienburg.
Vorfreude: Manager Dirk Schmidt (links) sieht die großen Stellschrauben beim Zweitligisten SV Lindow-Gransee bereits fein justiert. Dazu zählt auch der Trainerposten. Coach Peter Schwarz bleibt – künftig ohne Doppelbelastung. Denn er beendete sein Engagement in Oranienburg. © Foto: Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 20.05.2020, 07:15 Uhr
Lindow/Gransee (moz) Der SV Lindow-Gransee kann "auf Angriff schalten", freut sich Manager Dirk Schmidt. Denn der Volleyball-Zweitligist hat in der Corona-Krise in Hinblick auf die nahe Zukunft durchweg positive Signale erhalten – von den Sponsoren, von den Spielern und auch von Trainer Peter Schwarz.

Am Dienstag vermeldete die Volleyball Bundesliga, dass der Corona-Krise zum Trotz sich die 2. Volleyball-Bundesliga über alle Regionen hinweg großer Beliebtheit erfreut. Insgesamt 58 Mannschaften – 28 Frauen- und 30 Männer-Teams – gaben bis zum 15. Mai fristgerecht ihren Antrag auf Erteilung einer Lizenz für die Saison 2020/21 ab. Natürlich auch der SV Lindow-Gransee als Flaggschiff der Szene in der Region.

CVM geht in die 3. Liga

Doch eine bittere Nachricht gab es: Die Pirates vom CV Mitteldeutschland vermeldeten am Freitag ihren Rückzug. Auf der Homepage heißt es dazu: "Vor zwei Monaten fand die Saison in der Volleyball-Bundesliga ein abruptes Ende. Aufgrund der aktuellen Situation und dem intensiven Austausch mit unseren Partnern müssen wir mitteilen, dass sich die erste Mannschaft des CV Mitteldeutschland aus der 2. Bundesliga Nord zurückziehen muss und in der Saison 2020/2021 in Liga Drei aufschlagen wird." Der Abo-Meister der vergangenen Jahren, ein echtes Aushängeschild der Liga, geht von Bord. Für den Manager des SV Lindow-Gransee eine überraschende wie bittere Nachricht, wie Dirk Schmidt betonte. "Dass Mitteldeutschland keine Lizenz beantragt hat, hatte ich nicht erwartet. Den Rückzug anderer Vereine schon eher. Mitteldeutschland hat die Zweite Liga enorm bereichert. Schade, dass dieses Team nun nicht mehr dabei ist." Dennoch ist sich Schmidt sicher, dass die Liga auch künftig ein hohes Niveau haben wird. Nach aktuellem Stand bleibt die Nord-Staffel nach dem Rückzug der "Pirates" nur mit 13 Teams besetzt, obwohl der Verband, um die Aufsteiger integrieren zu können, die Möglichkeit geschaffen hatte, die Staffelstärke auf 14 Mannschaften zu erhöhen. Der PSV Neustrelitz rückt auf. "Ein starker Aufsteiger", findet Schmidt.

Letzte Details bei Kaderplanung

Als einer der Topfavoriten auf den Titel wird der SV Lindow-Gransee in die neue Saison starten, die laut Schmidt "hoffentlich Mitte September, also wie gewohnt, starten wird". Der Favoriten-Status liegt nicht nur in den Leistungen der abgebrochenen Serie begründet, deren Ende die Lindow-Gransee bekanntlich als Spitzenreiter hinnehmen mussten. "Wir haben wirklich eine tolle Mannschaft", schwärmt Schmidt. Diesen Satz sagte der Manager im Verlaufe der letzten Saison des Öfteren. An Gültigkeit verliert er nicht. Denn, so konnte es Schmidt bereits jetzt verkünden, "wir gehen nahezu unverändert in die neue Saison. Alle Spieler wollen bleiben." Auch wenn hier und da noch Gesprächsbedarf bestehe, letztes Details geklärt werden müssen. "Es gibt, Stand jetzt, keine Abgänge."

Die letzten Details sind mit Trainer Peter Schwarz längst besprochen worden. Der 27-Jährige bleibt Chefcoach der Grün-Weißen, wie Schmidt bestätigte. "Darüber sind wir super happy. Peter ist total heiß auf die neue Saison." Und für den Jungcoach fällt auch die Doppelbelastung, die er in der abgebrochenen Saison schultern musste, künftig weg. Denn er hat seinen Vertrag beim Frauen-Volleyball-Drittligisten VSV Havel Oranienburg nicht verlängert. Sein Fokus liegt in Zukunft vollends auf dem Männerteam des SV Lindow-Gransee.

Die Trainerfrage ist geklärt. Der Kader steht. Schmidt: "Und das so früh wie noch nie." Und der überlebenswichtige Sponsorenpool bleibt auch bestehen. "Wir haben mit unseren Partnern durchweg positive Gespräche geführt", so Schmidt. Ein Gespräch mit Sparkasse, einem der großen Förderer, stand indes noch aus – Schmidt erhofft sich positive Signale.

Nachdem die großen Stellschrauben bereits bestens justiert wurden, geht es jetzt an die kleineren. Denn "auf Angriff zu schalten, heißt für Dirk Schmidt auch, "das Produkt noch attraktiver zu machen". Ein, zwei Ideen habe er – "natürlich". Verbessern könne man sich aber immer.

Sollte die Saison wie angedacht und zugleich erhofft Mitte September beginnen können, dann ist dies jedoch mit Zuschauern vorstellbar", wie Schmidt betont. "Ein emotionaler Sport wie Volleyball ohne Zuschauer ist vollkommen absurd und nicht darstellbar." Geisterspiele vor einer leeren Tribüne in der Granseer Dreifelderhalle schließt der Manager aus. "Dieser Sport lebt ja förmlich von Emotionen, auch von denen, die von den Rängen kommen. Das ist bei anderen Sportarten ja genauso." Er fand die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga skurril. Neben der emotionalen Komponente hat Dirk Schmidt natürlich die finanzielle im Blick. "Geisterspiele wären ein finanzielles Desaster. Die Zuschauereinnahmen sind bei uns im Budget fest verankert.

58 Lizenzanträge für die 2. Bundesliga / CV Mitteldeutschland verzichtet

Folgenden Teams haben eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt:

Frauen: TV Altdorf, TG Bad Soden, BBSC Berlin, SSF Fortuna Bonn, Skurios Volleys Borken, SV Blau-Weiß Dingden, TV Dingolfing, Eimsbütteler TV, SCU Emlichheim, VC Allbau Essen, VV Grimma, MTV 48 Hildesheim, proWIN Volleys TV Holz, DSHS SnowTrex Köln, TSV Bayer 04 Leverkusen, SV Lohhof, VC Neuwied 77, BSV Ostbevern, VfL Oythe, TV Planegg-Krailling, RC Sorpesee, Stralsunder Wildcats, Allianz MTV Stuttgart II, Rote Raben Vilsbiburg II, TV 05 Waldgirmes, VC Wiesbaden II, VCO Berlin (Sonderspielrecht Bundesstützpunkt), VCO Dresden (SSR Bundesstützpunkt)

Männer: TV Baden, VC Bitterfeld-Wolfen, TV Bliesen, TuB Bocholt, USC Braunschweig, ASV Dachau, GSVE Delitzsch, VC Dresden, VV Humann Essen, FT 1844 Freiburg, VC Gotha, TSV Grafing, TV/DJK Hammelburg, BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe, Kieler TV, TuS Kriftel, L.E. Volleys, SV Lindow-Gransee, TGM Mainz-Gonsenheim, TSV Mimmenhausen, TuS Mondorf, Moerser SC, TV Mühldorf, PSV Neustrelitz, FC Schüttorf 09, SV Schwaig, TSV Unterhaching, SV Warnemünde, Volley YoungStars Friedrichshafen (Sonderspielrecht Bundesstützpunkt), Juniors Frankfurt (SSR Bundesstützpunkt)

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