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Ruppiner flott und erfolgreich unterwegs

Starke Auftritte: Der Lentzker Steffen Krehl, hier auf Conchito, zählte zu den erfolgreichsten Teilnehmern beim Turnier für Berufsreiter in Groß Viegeln.
Starke Auftritte: Der Lentzker Steffen Krehl, hier auf Conchito, zählte zu den erfolgreichsten Teilnehmern beim Turnier für Berufsreiter in Groß Viegeln. © Foto: Hans-Joachim Begall
Hans-Joachim Begall / 20.05.2020, 11:45 Uhr
Groß Viegeln Allerdings mussten sie nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, um erstmals im Freien ihren Sport ausüben zu können, da in Brandenburg noch keine Wettkämpfe erlaubt sind.

Möglich gemacht hat das erste Freilandturnier 2020 im Osten Deutschlands Nationenpreisreiter Holger Wulschner, der von den Behörden alle Genehmigungen bekam. Für sein Turnier in Groß Viegeln vor den Toren Rostocks hatte er 16 Prüfungen nur für Berufsreiter ausgeschrieben. Und diese verhielten sich mit ihren Pferdepflegern sehr diszipliniert. Mit der Turniercrew durften nur maximal 50 Personen das Gelände bei vorgegebenen Abstandsregeln betreten. Zuschauer und Medien waren nicht zugelassen. Darüber wachte ein Sicherheitsdienst, deren Leute auch auf den richtigen Mundschutz achteten. Nur die Reiter auf ihren Pferden waren davon befreit.

Zu den erfolgreichsten Teilnehmern gehörte Steffen Krehl aus Lentzke mit einem Sieg und drei Platzierungen. Der 42-jährige Berufsreiter konnte mit dem elfjährigen Oldenburger Springpferd Conchito aus der Zucht von Paul Schockemöhle das mittelschwere Springen auf Zwei-Sterne-Niveau gewinnen. Im Großen Preis fehlten dem Paar am Finaltag nur 0,98 Sekunden am Sieg, den sich Benjamin Wulschner, Sohn des Turnierleiters, mit Fabiélla BH holte. Noch bis kurz vor Schluss der 56 Teilnehmer hatte Krehl geführt.

Da der großrahmige Wallach mit 1,86 Meter Widerristhöhe beide Parcours fehlerfrei und schnell unterwegs war, weckte er auch Begehrlichkeiten beim dreimaligen Derbysieger André Thieme (Plau am See), der die Ritte genau verfolgte. Nicht selten werden nach solchen Turnieren auch Pferde gehandelt. Zu erwähnen sind noch die dritten und vierten Plätze von Steffen Krehl mit DSP Celebidache und Lasino Royal in Nachwuchspferdeprüfungen der mittelschweren Klasse.

Drei weitere Siege in den Springparcours verbuchten die Neustädter Reiter. Zum Auftakt des Turniers bekam Colin Hackert für die Vorstellung des fünfjährigen Hengst Eulenspiegel in der Klasse A für Nachwuchspferde die höchste Wertnote mit zwei anderen Paaren. In der Klasse L erzielte Christian Dietrich mit dem sechsjährigen Gestütshengst Chapeau Ciaco die höchste Note in Manier und Rittigkeit, nachdem das Paar zuvor in einer Prüfung den siebenten Platz belegt hatte. Kollege Martin Wißenbach wurde hier mit dem gleichaltrigen Obi-Wan Achter. Bei der Youngster-Prüfung in der Klasse M* war Siegmar Stroehmer mit dem achtjährigen Wallach Cermit von 44 Teilnehmern der Schnellste. Ein Hindernisniveau höher kam der Neustädter mit Cantano auf Platz acht.

Der Lentzker Steffen Krehl befand nach dem Auftakt: "Das macht uns Reitern Mut. Hoffentlich können wir bald bei uns auch so ein Turnier ausrichten." Die Voraussetzungen wie in Groß Viegeln sollte der Ländliche Reit- und Fahrverein auf dem Reiterhof vor den Toren Fehrbellins haben. Krehl blickt in jedem Fall optimistisch in die Zukunft.

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