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Ergometer
Ergoruderer aus Neuenhagen seit Jahren erfolgreich

Kampf um jeden Meter: Ruderer beim Wettkampf
Kampf um jeden Meter: Ruderer beim Wettkampf © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 30.06.2020, 18:30 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Lange mussten die Sportler aus Neuenhagen warten, bis sie sich wieder hinter die Riemen klemmen können. Die trainingsfreien Corona-Monate gehören zur Freude aller der Vergangenheit an. Doch nun geht es los – und wie!

"Wir wollen auch gar nicht diesem Stillstand nachtrauern. Jetzt schauen wir nach vorn und werden uns auch neue Ziele setzen", sagen die Übungsleiter in der Body Oase Neuenhagen, Birgit und Torsten Jagnow. Dabei wissen sie natürlich, dass Wettkämpfe demnächst noch nicht anstehen. Es geht nach der langen Pause in erster Linie darum, wieder in einen Trainingsrhythmus zu kommen und sich natürlich auch an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Das heißt, es wird in kleineren Gruppen trainiert, denn auch beim Ergometerrudern gilt es, Abstand zu halten. Ein neuer Zeitplan für die Trainingsstunden wurde inzwischen erstellt und auch neue Trainingselemente werden jetzt eingebaut, um die Sportler wieder schnell in Topform zu bringen.

Trotzdem lohnt ein Blick in die sportliche Vergangenheit, bevor Corona für Stillstand sorgte. Torsten Jagnow hat einmal Bilanz gezogen und dabei einen bemerkenswerten Medaillenspiegel erstellt. Die Ergoruderer aus Neuenhagen, inzwischen eine der erfolgreichsten Sportgruppen aus Brandenburg und speziell Märkisch-Oderland, konnten bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in den Jahren von 2008 bis 2016 insgesamt 60 Medaillen gewinnen. 42 davon waren aus Gold, 15 aus Silber und dreimal gab es Bronze. Deutlich lässt sich ein Trend verfolgen. Gab es im ersten Jahr (2008) einmal Bronze, steigerten sich die Frauen und Männer in der orangefarbenen Vereinskleidung kontinuierlich. Allein im Jahr 2016 heimsten die Neuenhagener sieben Goldmedaillen ein. Ab 2017 gab es in dieser Disziplin keine weitere Veranstaltung mehr.

Trophäen stehen in Vitrinen

Alles wurde von den Jagnows in inzwischen dicken Alben dokumentiert. Auch im Empfangsbereich der Body Oase sieht man auf einer großen Fotowand Ausschnitte und Momentaufnahmen aus den vergangenen erfolgreichen Jahren. Und natürlich sind die Trophäen fein säuberlich in Vitrinen ausgestellt. "Darauf haben wir uns intern geeinigt. Alles, was gewonnen wird, soll an einer Stelle aufbewahrt werden", erklärt Torsten Jagnow.

Noch beeindruckender sind die Bilanzen, wenn auf Europa- und Weltmeisterschaften zurückgeschaut wird. 31 Goldmedaillen haben die Ergometerruderer aus Neuenhagen in den Jahren von 2007 bis zum Frühjahr 2020 gesammelt. Allein bei den jüngsten Titelkämpfen in Prag (Europameisterschaft) gab es viermal Gold und dreimal Silber. Dazu kamen noch zahlreiche Platzierungen unter den besten zehn der einzelnen Disziplinen. Zweimal nahmen Neuenhagener bei einer Weltmeisterschaft teil. In Boston wurde 2012 und 2015 eine Goldmedaille auf der 2000-Meter-Paradestrecke errudert.

Und so können sich die Sportler wahrscheinlich noch an jede ihrer erfolgreichen Teilnahmen erinnern, wie zum Beispiel an Kopenhagen 2019, als es dreimal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze gab. Blicken Birgit und Torsten Jagnow auf alle Titelkämpfe zurück, gab es neben den 31 Goldmedaillen noch 24 Silberne und 22 Plaketten aus Bronze.

Blick nach vorn

"Das ist Vergangenheit, auf die wir alle sehr stolz sind. Doch auch bei uns gilt, nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft. Wir werden auch in der Zukunft wieder bei den ganz großen Wettkämpfen mit dabei sein und diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben", sagt mit einem großen Schuss Optimismus Torsten Jagnow, der diplomierter Sportwissenschaftler ist und über eine A-Trainer-Lizenz verfügt. "Auch wenn die Trainingsbedingungen bei uns im Moment durch die geltende Abstandsregelung etwas schwierig sind, Frauen und Männer jeden Alters, die sich sportlich betätigen wollen, sind in der Body Oase gern gesehen", sagt er weiter.

"Es gibt aber nicht nur Wettkampfsport, der bei uns betrieben wird. Wir sind in erster Linie gesundheitsorientiert durch Rehabilitationssportübungsgruppen aufgestellt und motivieren Menschen, die etwas für die eigene Figur tun wollen. Allerdings können wir auch leistungsorientiert arbeiten und bieten dabei persönliche Trainingspläne an", ergänzt ihn seine Frau Birgit.

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