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Weltcup in Ruhpolding
Nur Bö stärker als Peiffer - Tolle Aufholjagd der Damen

Von Volker Gundrum, dpa / 12.01.2019, 16:18 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 16:19
Oberhof (dpa) In Schneetreiben von Oberhof hat Olympiasieger Arnd Peiffer den Sieg um 15,1 Sekunden verpasst, den Biathlon-Damen gelang auch ohne Laura Dahlmeier eine grandiose Aufholjagd.

Mit tollen Leistungen in den beiden Verfolgungsrennen haben die deutschen Biathleten die Hoffnungen auf ein grandioses Finale der Weltcuprennen am Sonntag im Thüringer Wald genährt.

Nach seinem starken Auftritt wurde Peiffer von den 22.500 Zuschauern mit Ovationen gefeiert. „Ich freue mich riesig, vor dieser Kulisse ein gutes Ergebnis geschafft zu haben. Das ist einfach ein Erlebnis hier“, sagte der 31-Jährige im ZDF. Mit dem siebten Weltcup-Sieg im zehnten Saisonrennen zeigte Weltcup-Spitzenreiter Johannes Thingnes Bö erneut seine Klasse. Der Norweger setzte sich trotz dreier Strafrunden vor Peiffer (1 Fehler) und dem Italiener Lukas Hofer durch, der fehlerfrei geblieben war.

„Ich darf zum zehnten Mal hier teilnehmen, es ist so schön, man gewöhnt sich nie dran. Man ist wie erschlagen von der Geräuschkulisse“, sagte Peiffer nach seiner Biathlon-Gala. Sprint-Weltmeister Benedikt Doll vervollständigte als Siebter das gute deutsche Mannschaftsergebnis. Genau wie Johannes Kühn (Platz 31) musste der Schwarzwälder viermal in die Strafrunde. „Ich bin eigentlich schon zufrieden“, sagte Doll.

Ex-Weltmeister Erik Lesser verzichtet kurz vor dem Start „aus privaten Gründen“ auf einen Einsatz, Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hatte sich nach einem schwachen Sprint erst gar nicht für das Jagdrennen qualifiziert.

Beim erneuten Sieg der Italienerin Lisa Vittozzi kämpfte sich Franziska Preuß (2 Strafrunden) um 39 Ränge auf Platz sechs vor. „Der Sprint der war ein Satz mit X. Das passiert mal, das war ein Ausrutscher. Das war eher mein Leistungsvermögen“, sagte die 24-Jährige und befand: „Das tut der ganzen Mannschaft gut.“

Auch Denise Herrmann (4) und Karolin Horchler (1) machten einen großen Sprung nach vorne auf die Plätze neun und elf. Horchler hatte als 34. die Jagd aufgenommen, Herrmann war als 36. gestartet. Franziska Hildebrand (3) komplettierte als 24. den starken Auftritt der deutschen Damen.

„Im Biathlon kann es am nächsten Tag wieder anders aussehen. Da musst du locker bleiben und dein Ding machen. Das ist uns heute gut gelungen“, sagte die ehemalige Langläuferin Herrmann. Horchler meinte: „Wir haben die richtige Antwort gegeben. Wenn in der Staffel jede ihr Ding macht, dann ist alles möglich.“

In der nächsten Woche in Ruhpolding werden Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier und Staffel-Weltmeisterin Vanessa Hinz wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren. „Vorausgesetzt, dass nicht wieder jemand krank wird, ist es fix, dass sie dazukommen“, sagte Damen-Trainer Florian Steirer. „Ich gehe davon aus, dass wir wieder ein gehöriges Wort vorn mitreden können“, meint der 37 Jahre alte Biathlon-Trainer. Der Damen-Sprint in der ChiemgauArena steht am Donnerstag (15. Januar) auf dem Wettkampfprogramm. Einen Tag zuvor starten die Männer in den zweiten Heim-Weltcup.

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